Hand- und Hautschutz
6. Biologische Einwirkungen. Auch der Kontakt mit Bakterien, Pilzen und Viren, etwa im Abwasser oder in Abfällen, kann zu Hautbelastungen führen.
Erste Anzeichen ernst nehmen!
Vorstufe von beruflich bedingten Hautveränderungen ist häufig eine durch chemische Stoffe oder zu häufigen Wasserkontakt entfettete Haut. Diese wird trocken, spröde und rau, kann jucken oder spannen. Eine entfettete Haut verliert ihre schützende Funktion.
Kleine mechanische Verletzungen der Haut, zum Beispiel durch Späne, Schnitte oder Abschürfungen, können sich entzünden und Gefahrstoffe und Mikroorganismen dadurch leichter in den Körper gelangen. Im schlimmsten Fall kann eine Blutvergiftung entstehen.
Auch reizende oder ätzende Stoffe schädigen die Haut. Die Haut versucht, sich durch eine Entzündungsreaktion gegen die krankmachenden Ursachen zu wehren: Sie rötet sich, kann anschwellen, schuppig und rissig werden und an manchen Stellen sogar bluten.
Starke Säuren oder Laugen zerstören durch Verätzen gesundes Gewebe. Die Haut bildet im Heilungsverlauf Narben, die im schlimmsten Fall zu Funktionseinschränkung oder Hautkrebs führen können.
Beim Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen kann es nach dem Erstkontakt und einer Sensibilisierungsphase zur Hautreaktion kommen, die sich in einer Rötung, Jucken, oder Schwellung äußert. Dies kann auch erst nach Stunden oder Tagen passieren. Dann ist es nicht immer einfach, die verursachende Substanz ausfindig zu machen.
Künstliche oder natürliche UV-Strahlung kann die Hautelastizität herabsetzen, die Haut wird faltig oder es können sich Hautkrebsvorstufen und verschiedene Hautkrebsarten bilden.
Der Zustand bereits erkrankter Haut (durch z. B. Neurodermitis oder Schuppenflechte) kann sich durch unterschiedliche Einwirkungen von Gefahrstoffen, Schmutz oder mechanischer Beanspruchung noch verschlimmern.
Typische Hautbelastungen
An den Arbeitsplätzen können unterschiedliche Gefährdungen für die Haut der Beschäftigten entstehen. Diese werden in der Tabelle 1beispielhaft für das Elektrohandwerk und die Elektroindustrie benannt. Eine konkrete Analyse der Gefährdungen vor Ort kann jedoch nur eine Gefährdungsbeurteilung leisten. Darauf aufbauend, erfolgt die spezifische Unterweisung.
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- M. Heberer
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