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Aus- und Weiterbildung | Fachwissen

Hand- und Hautschutz

Teil 1: Aufbau und Belastungen der Haut
luk3/2020, 2 Seiten

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Dennoch wird ihr häufig zu wenig Bedeutung beigemessen, wenn es um ihren Schutz bei der täglichen Arbeit geht. Dabei bildet sie eine Kontaktfläche zur Außenwelt von erstaunlichen zwei Quadratmetern und macht etwa 15 % des Körpergewichts aus. Grund genug, um ihren Schutz näher ins Visier zu nehmen.


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6. Biologische Einwirkungen. Auch der Kontakt mit Bakterien, Pilzen und Viren, etwa im Abwasser oder in Abfällen, kann zu Hautbelastungen führen.

Erste Anzeichen ernst nehmen!

Vorstufe von beruflich bedingten Hautveränderungen ist häufig eine durch chemische Stoffe oder zu häufigen Wasserkontakt entfettete Haut. Diese wird trocken, spröde und rau, kann jucken oder spannen. Eine entfettete Haut verliert ihre schützende Funktion.

Kleine mechanische Verletzungen der Haut, zum Beispiel durch Späne, Schnitte oder Abschürfungen, können sich entzünden und Gefahrstoffe und Mikroorganismen dadurch leichter in den Körper gelangen. Im schlimmsten Fall kann eine Blutvergiftung entstehen.

Auch reizende oder ätzende Stoffe schädigen die Haut. Die Haut versucht, sich durch eine Entzündungsreaktion gegen die krankmachenden Ursachen zu wehren: Sie rötet sich, kann anschwellen, schuppig und rissig werden und an manchen Stellen sogar bluten.

Starke Säuren oder Laugen zerstören durch Verätzen gesundes Gewebe. Die Haut bildet im Heilungsverlauf Narben, die im schlimmsten Fall zu Funktionseinschränkung oder Hautkrebs führen können.

Beim Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen kann es nach dem Erstkontakt und einer Sensibilisierungsphase zur Hautreaktion kommen, die sich in einer Rötung, Jucken, oder Schwellung äußert. Dies kann auch erst nach Stunden oder Tagen passieren. Dann ist es nicht immer einfach, die verursachende Substanz ausfindig zu machen.

Künstliche oder natürliche UV-Strahlung kann die Hautelastizität herabsetzen, die Haut wird faltig oder es können sich Hautkrebsvorstufen und verschiedene Hautkrebsarten bilden.

Der Zustand bereits erkrankter Haut (durch z. B. Neurodermitis oder Schuppenflechte) kann sich durch unterschiedliche Einwirkungen von Gefahrstoffen, Schmutz oder mechanischer Beanspruchung noch verschlimmern.

Typische Hautbelastungen

An den Arbeitsplätzen können unterschiedliche Gefährdungen für die Haut der Beschäftigten entstehen. Diese 
werden in der Tabelle 1beispielhaft für das Elektrohandwerk und die Elektroindustrie benannt. Eine konkrete Analyse der Gefährdungen vor Ort kann jedoch nur eine Gefährdungsbeurteilung leisten. Darauf aufbauend, erfolgt die spezifische Unterweisung.

Tabelle 1: (Quelle: HUSS-MEDIEN GmbH)

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Autor
  • M. Heberer
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