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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen

Fehlerstrom-Schutz bei Prüfungen

ep5/2009, 1 Seite

Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Zwischenschalten ortsveränderlicher Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (PRCD-S) die Sicherheit der Prüfer beim Überprüfen von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln wesentlich erhöht. Wieso wird der Einsatz von PRCD-S nicht eindeutig in der Prüfnorm gefordert?


Netzbetreibers eingetragenen Fachbetrieb kann daher sinnvoll sein und sollte regelmäßig durchgeführt werden. Der Fachbetrieb kann auch die Unterzähler auf ihre Eichgültigkeit überprüfen und ggf. erneuern. T. Haubner Fehlerstrom-Schutz bei Prüfungen ? Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Zwischenschalten ortsveränderlicher Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (PRCD-S) die Sicherheit der Prüfer beim Überprüfen von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln wesentlich erhöht. Wieso wird der Einsatz von PRCD-S nicht eindeutig in der Prüfnorm gefordert? ! Gegenstand der Norm. Ich gehe davon aus, dass mit „Prüfnorm“ die DIN VDE 0701-0702 [1] gemeint ist. Mit dieser Norm wird festgelegt, · mit welchen Prüfverfahren und mit welchen Prüfgeräten nachgewiesen werden kann, ob bereits betriebene elektrische Geräte noch sicher sind oder nicht und · welche Maßstäbe (Grenzwerte usw.) der Beurteilung der Sicherheit dieser Geräte zugrunde gelegt werden sollen. Durch das Anwenden dieser Norm kann der verantwortliche Prüfer somit feststellen, ob von dem Gerät bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Gefahren für seinen Benutzer, für andere Personen oder seine Umgebung ausgehen können. Alle Vorgaben, Empfehlungen und Erläuterungen in dieser Norm sollen dem Prüfer helfen, die hinsichtlich der elektrischen Sicherheit wesentlichen Eigenschaften des Prüflings zu erkennen und zu bewerten. Deswegen werden darin nur die dafür notwendigen Aktivitäten betrachtet, also · der Ablauf der Prüfung, · das Anwenden der Prüfverfahren und · einige die Prüfverfahren betreffende technische/physikalische Zusammenhänge. Es ist nicht Gegenstand dieser Norm, Arbeitsmethoden und Maßnahmen festzulegen, mit denen bei dieser Prüfung ein rationeller Prüfablauf sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz für den Prüfer oder andere Personen gewährleistet werden. Gefährdungsbeurteilung. Alle beim Anwenden der DIN VDE 0701-0702 [1] auftretenden Gefährdungen sind unter Berücksichtigung der Eigenarten der zu prüfenden Geräte und des vorgesehenen Prüfplatzes mit einer Gefährdungsbeurteilung zu bewerten. Damit kommt dann neben anderen dem Arbeitsschutz dienenden Maßnahmen auch der Einsatz von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) und gegebenenfalls auch von ortsveränderlichen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (PRCD-S) ins Spiel. Grundlage dieser Maßnahmen und damit auch der Gefährdungsbeurteilung ist die VDE 0104 [2]. In dieser Norm wird u. a. vorgegeben · was unter einem Prüfplatz zu verstehen ist und · dass an einem solchen Prüfplatz für die Prüfstromkreise eine Maßnahme des Zusatzschutzes, also zum Beispiel eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von 30 mA, einzusetzen ist. Selbst wenn man einem beliebigen Ort, an dem ein Prüfer ein elektrisches Betriebsmittel mit seinem Prüfgerät einer Wiederholungsprüfung unterzieht, nicht den Titel „Prüfplatz“ zuerkennen will, steht außer Frage, dass an diesem Ort alle für das Prüfen an einem Prüfplatz geltenden Vorgaben des Arbeitsschutzes - ggf. sinngemäß - anzuwenden sind. Fazit. Da es die genannte eindeutige Regelung für den Einsatz einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) und andere den Arbeitsschutz beim Prüfen betreffenden Belange in der Norm [2] bereits gibt, besteht somit keine Notwendigkeit, derartige Festlegungen in [1] nochmals zu treffen. Eine solche „Arbeitsteilung“ zwischen den Normen muss auch sein, um eine klar abgegrenzte Verantwortung einerseits für die Sicherheit des Anwenders des Geräts und andererseits für die Sicherheit des Prüfers sicherzustellen. Literatur [1] DIN VDE 0701-0702 (VDE 0701-0702):2008-06 Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte - Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte; Allgemeine Anforderungen für die elektrische Sicherheit. [2] DIN EN 50191 (VDE 0104):2001-01 Errichten und Betreiben elektrischer Prüfanlagen. K. Bödeker Prüffrist für ortsveränderliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen ? Hinsichtlich der bei uns geltenden Einsatzbedingungen für ortsveränderliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (PRCD-S) (seltene Einsätze im Außenbereich jedoch regelmäßige Benutzung bei der Sicherheitsprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel in den eigenen Liegenschaften) finden wir keine spezielle Empfehlung für eine Prüffrist. Bezüglich schädigender Einflüsse auf die Betriebsmittel ist im vorliegenden Fall von einer nur sehr geringen Belastung auszugehen. Gemäß BG-Information „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ (BGI 608) gilt als Prüffrist für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel bei regelmäßiger Benutzung auf Baustellen (mit normaler Beanspruchung) eine Prüffrist von 6 Monaten. Da der Prüfaufwand für PRCD-S doch erheblich ist, wird die Prüfung von uns an eine Fremdfirma (befähigte Person gemäß Betr Sich V) vergeben. Da die PRCD-S nie auf Baustellen sondern immer in eigenen (angemieteten) Gebäuden mit vorschriftsgemäß Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 5 373 Elektroinstallations- und Verteilungssysteme Die neue Norm DIN VDE 0100-410 fordert für alle Steckdosen (ein- und mehrpolig) 20 A als zusätzlichen Schutz eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit einem Differenzstrom, der 30 mA nicht überschreiten darf. KV-Kleinverteiler bieten bis zu vier trennbare N-Potenziale für den Einsatz von mehreren Fi-Schutzeinrichtungen (RCD) ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Zubehör! Die Auftrennung erfolgt durch eine steckbare Brücke in der FIXCONNECT® -Klemmleiste. Gustav Hensel Gmb H & Co. KG · D-57368 Lennestadt Neue DIN VDE 0100-410 „Schutz gegen elektrischen Schlag“: 2007-06 KV-Kleinverteiler von Hensel nach DIN VDE 0100-410: 2007-06 Fit für die neue Norm

Autor
  • K. Bödeker
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