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Fachplanung | Elektrotechnik

Fachplanung

ep11/2012, 1 Seite

Branchenübergreifender Produktdatenstandard eCI@ss weiterentwickelt; Leitfaden zur Arbeitsplatzbeleuchtung; Brandschutz App


BRANCHE AKTUELL Elektropraktiker, Berlin 66 (2012) 11 901 Branchenübergreifender Produktdatenstandard eCl@ss weiterentwickelt In Engineering-Prozessen sind durchgehende Informationsstandardsvonexistenzieller Bedeutung. Die Grundlage dieser Prozesse bildet ein branchenübergreifender Produktdatenstandard für die Klassifizierung und eindeutige Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen. Den Standard setzt der von der deutschen Industrie getragene eCl@ss e.V. Dessen allgemeines Ziel war es bislang, Käufer und Verkäufer mit der eCl@ss-Klassifikation zu unterstützen,indem Beschaffungsvorgänge elektronisch gestützt, Produkte eindeutig beschrieben und Vertragsgegenstände definiert werden.Denerfolgreichen Standard hat jetzt eine interdisziplinäre Expertengruppe „CAE-tauglich“ weiterentwickelt. Die Gruppe bestehtausverschiedenen Unternehmen der Elektroindustrie sowie CAE-Softwareherstellern. Von der Weiterentwicklung profitieren alle Seiten, denn Schnittstellen und Bereitstellungsprozesse werden reduziert und letztendlich profitiert der Kunde von umfangreichen, präzisen Daten und durchgängigen Prozessen. eCl@ss 7 bei Weidmüller. Alle Engineering-Prozesse benötigen Informationen - je besser deren Qualität, desto effizienter der Prozess. Für den Hersteller Weidmüller war dies bisher mit hohem Ressourcen-Aufwand verbunden, da jedes CAE-Planungswerkzeug nur sein eigenes Datenformat „versteht“, für welches Daten aufwendig bereitzustellen sind. Des-FACHPLANUNG halbimplementiertedas Detmolder Unternehmen mit eCl@ss 7 einen neuen Datenstandard, der es nun erlaubt, hochwertige Produktdaten für Elektroplaner bereitzustellen. Neu ist, dass neben Produktinformationenzusätzlichwichtige Daten für die Unterstützung des Engineeringsprozessesübermitteltwerden, beispielsweise CAE-Planungsdaten, wie Anschlussinformationen. Während der diesjährigen Messe SPS/IPC/Drives in Nürnberg (27.11.-29.11.2012) stellt die Firma Weidmüller zusammen mit weiteren Mitgliedern des eCl@ss e.V. die ersten Ergebnisse der Implementierung vor: Gemeinschaftsstand Halle 7A, Stand 612. Leitfaden zur Arbeitsplatzbeleuchtung Wer in geschlossenen Räumen arbeitet, ist auf eine einwandfreie Beleuchtung angewiesen. Die Anforderungen an gutes Licht am Arbeitsplatz beschreibt die DIN EN 12464-1„Beleuchtungvon Arbeitsstätten - Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen“,dieim August2011 neu erschienen ist. Sie enthält Vorgaben für die Planung von Beleuchtungsanlagen, z. B. in Büros, Krankenhäusern oder Industriehallen. Jetzthatlicht.de,die Fördergemeinschaft Gutes Licht, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft einen Leitfaden herausgebracht, der die neuerschienene Normübersichtlich zusammenfasst. Er liefert Lichtplanern wichtige lichttechnische Größen und hilft, die Vorgaben der Brandschutz App Die Berliner Firma Schlentzek & Kühn stellt eine neue Brandschutz-App für iPhone, iPad oder iPod touch vor. Diese ermöglicht Planern eine erste Risikoanalyse kraftbetätigter Fenster bereits vor Ort im Objekt. Nach Abfrage von Kriterien wie Einbauhöhe oder Zugänglichkeit des Fensters schlägt die App die Einordnung in eine von fünf Schutzklassen und mögliche Maßnahmen zur Risikominimierung vor. Mit der App lassen sich mehrere Objekte und Fenster verwalten. Standortdaten werden auf Wunsch automatisch per GPS-System der Geräte ermittelt. In der aktuellen Version sind die Funktionen Pegelmessung und Türen-Protokoll verfügbar. Die Pegelmessung ermöglicht es, auf einfache Art die Stärke des nach DIN 33404-3 festgelegten Signaltons für Alarmierungen von Personen zu prüfen. Das Türen-Protokoll soll bei der Bewertung des Ist-Zustandes von Feststellanlagen an Brandschutztüren helfen. Eine Analyse per App ersetzt jedoch nicht die gesetzlich vorgeschriebene Risikobewertung oder Konformitätserklärung durch eine sachkundige Fachkraft. Die App läuft ab Betriebssystemversion iOS4 und steht im iTunes-Store zum Gratis-Download bereit. Norm bei der Lichtplanung für Arbeitsplätze in der Praxis richtig anzuwenden. Der „Leitfaden zur DIN EN 12464-1“ beschreibt die wesentlichen Anforderungenandie Arbeitsplatzbeleuchtung. Er erklärt die Unterschiede bei der Beleuchtung von Arbeitsplatz sowie Umgebungsbereich und nennt die für die Lichtplanung notwendigen lichttechnischen Größen. Zudem geben die Autoren ausführliche Hinweise, wie eine Beleuchtungsanlage normgerecht gewartet wird, und zeigen die Ermittlung von Wartungsfaktoren anhand praktischer Beispiele. Für die neue DIN EN 12464-1 wurdediefrühere Fassungder Norm aus dem Jahr 2003 überarbeitet. So wird unter anderem die Bedeutungdes Tageslichtsstärkerbetont. Als Maß für die räumliche Beleuchtung wurde der Begriff des Modellings neu eingeführt. Diese und weitere Unterschiede zur Vorgängernorm werden in dem Leitfaden in jedem Kapitel gesondert hervorgehobenundim Anhangtabellarisch zusammengefasst. Neben der DIN EN 12464-1 muss bei der Beleuchtung von Arbeitsplätzen häufig auch die Arbeitsstättenregel A3.4 „Beleuchtung“ eingehaltenwerden,die jedoch in Begriffen und Inhaltenzum Teilvonder Norm abweicht. Der Leitfaden setzt sich mit den Unterschieden intensiv auseinander, berücksichtigt die Vorgaben aus beiden Regelwerke und ist somit eine universale Planungshilfe für die Beleuchtungvon Arbeitsplätzen. Den „Leitfaden zur DIN EN 12464-1“gibteszumfreien Downloadund auf Bestellungauchalsgedrucktes Exemplar unter www.licht.de/ leitfaden.

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