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Elektrotechnik
Eltefa 2007 - Mit neuem Messegelände auf Rekordkurs
ep5/2007, 3 Seiten
Veranstalter rechnen mit 400 Ausstellern Schon im März - sechs Monate vor Messebeginn - hatten die bis dahin 280 angemeldeten Aussteller der Eltefa dieselbe Fläche angemietet, die im Jahr 2005 von den 345 Ausstellern der letzten Veranstaltung belegt worden war. „Für das Jahr 2007 rechnen wir mit rund 400 Unternehmen, zumal unter den bislang angemeldeten rund 35 Neuaussteller sind und die Traditionsunternehmen ebenfalls signalisiert haben, dass sie diesmal wieder mit dabei sein wollen“, prognostiziert Thomas Walter (Bild ), der Leiter des Geschäftsbereiches Industrie und Technologie bei der Messe Stuttgart. Der größte Teil der Aussteller bietet Produkte der elektrischen Installationstechnik, beinahe ebenso viele sind der Gebäudesystemtechnik zuzuordnen. Weitere Unternehmen stammen aus der Zulieferbranche, aus dem Bereich Messen, Steuern und Regeln sowie aus der Prüftechnik. Hinzu kommen Anbieter von Daten-/Netzwerktechnik sowie Leuchtenhersteller. Walter: „Die große Nachfrage im Bereich der technischen Leuchten und der Außenbeleuchtung ist besonders erfreulich, da die Leuchtenindustrie eigentlich unisono beschlossen hatte, nicht mehr auf Regionalmessen auszustellen. Doch die Anziehungskraft des neuen, modernen Messegeländes zusammen mit dem exzellenten wirtschaftlichen Umfeld ist offenbar so groß, dass dieser Beschluss zugunsten der Eltefa aufgegeben wurde.“ Aus dem Industriebereich ist ebenfalls eine verstärkte Nachfrage zu verzeichnen. Hier dürften mögliche Synergieeffekte durch die an zwei Tagen parallel stattfindende Fachmesse Motek eine Rolle spielen, die traditionell Industriebesucher anspricht. Klare Gliederung der Angebotsbereiche Das neue Stuttgarter Messgelände ermöglicht erstmals eine räumlich klare Gliederung der Hauptangebotsbereiche Gebäudetechnik und Industrie (Bild ). Die Gebäudetechnik mit den Schwerpunkten Lichttechnik sowie intelligentes Wohnen einschließlich Kommunikation, Sicherheitstechnik und Energieeinsparung wird in den Hallen 6 und 8 zu finden sein. Der Bereich Industrie mit den Themen elektrische Antriebstechnik, Steuerungen, Maschinensicherheit, Sensorik und Aktorik wird vor allem in Halle 2 präsentiert. Da viele Unternehmen jedoch gleichermaßen Produkte für Gebäudetechnik und Industrie zu bieten haben, sind die Übergänge teilweise fließend. Die rationelle Energieverwendung sowie Dienstleistungen wie EDV, Energieberatung und Planung sind solche Themen und werden in Halle 4 zu finden sein. Themenpark Daten-und Netzwerktechnik Dort in Halle 4 ist auch der neue Themenpark „Daten- und Netzwerktechnik“ anzutreffen. Die Präsentationsschwerpunkte sind aktuelle Entwicklungen und Systemlösungen für informations-und kommunikationstechnische Anlagen in Büro und Rechenzentren sowie für Industriegebäude und -automation. Aber auch klassische Ausstellungsbereiche wie Überspannungsschutz, USV, Schränke und Gehäuse oder auch Mess- und Zertifizierungstechnik werden eine Rolle spielen. Ein integriertes Forum mit Fachvorträgen zu aktuellen Themen bietet den Fachbesuchern aus den Elektro- und IT-Handwerken sowie dem Elektromaschinenbau, aber auch Gebäudeplanern und Architekten eine zusätzliche Informationsplattform. Bislang feststehende Themen sind: · Normenlage und Trends der 10-Gbit/s-Übertragung · Innovative Infrastruktur - Lösungen im Bereich von Rechenzentren · Entwicklungen und Lösungen in der Industriegebäude- und Automatisierungsvernetzung · Trends und Entwicklungen in der Heimverkabelung. Architektentag und Sonderschau intelligentes Wohnen Die bei vielen Unternehmen äußerst begehrte Zielgruppe der Architekten wird auf der Eltefa gezielt dazu eingeladen, sich an dem speziell zugeschnittenen Programm am Freitag zu beteiligen. Zu diesem Programm zählen Vorträge, aber auch gezielte Führungen über die Sonderschau „Intelligentes Wohnen“ in Halle 6, die der Fachverband Elektro-und Informationstechnik Baden-Württemberg gestaltet. „Bei dieser Sonderschau in Form eines realen Wohnhauses werden nahezu alle technisch machbaren Funktionen anschaulich umgesetzt - Elektroinstallation, Energietechnik, Haus- und Gebäudetechnik, Kleinsteuerungen, Gebäudesicherheit, Beleuchtung und Lichttechnik, Zugangskontrolle, Gebäudekommunikation und Empfangssysteme, Sicherheitstechnik sowie Home Entertainment“, erläutert Andreas Bek, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes, und ergänzt: „Wir zeigen nicht nur einzelne, in sich abgeschlossene Technologien, Innovationen, Dienstleistungen und Produkte. Vielmehr wird ein gewerke-, produkt- und technologieübergreifendes Gebäude in Funktion präsentiert und damit für alle Fachbesucher der Eltefa erlebbar gemacht.“ Die Sonderschau wird Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 5 362 BRANCHE AKTUELL Fachmesse Eltefa 2007 in Stuttgart Mit neuem Messegelände auf Rekordkurs Wenn die Eltefa 2007 am 26. September ihre Tore erstmals auf dem neuen Stuttgarter Messegelände am Flughafen öffnet, dürfte das der Beginn einer der erfolgreichsten Veranstaltungen der letzten Jahre sein. Stellen eine rekordverdächtige Veranstaltung in Aussicht - von links: K. Erpenbach (Initiator Industrial-Ethernet-Kongress), G. Zöllin (Landesinnungsmeister), Th. Walter und S. Armbruster (beide Messe Stuttgart) Hallenbelegung auf dem neuen Messegelände A. Bek EP0507-362-371 18.04.2007 14:28 Uhr Seite 362 Die Eltec findet nunmehr zum 28. Mal statt. Was ist für Sie das Besondere an der Messe? Hess: Die regionalen Elektrofachmessen sind absolut wichtige Informationsplattformen für Fachleute in der Region - ob Installateur- oder Industriebetrieb. Und die Eltec ist damit die Informationsdrehscheibe für Bayern und mittlerweile auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Komprimiert auf drei Tage können sich die Fachkräfte der Elektrobranche allumfassend und unabhängig über das Angebot der Elektroindustrie informieren. Die Trägerschaft, gleichermaßen verteilt auf das bayerische Handwerk, den Elektrogroßhandel und die produzierende Industrie, stellt dies sicher. Darüber hinaus bieten messebegleitende Sonderveranstaltungen wie das Techno-Camp, zugeschnitten auf bestimmte Zielgruppen, auch die Möglichkeit der Information über zeitgemäße Techniken und Trends. Und nicht zuletzt haben viele Hersteller der Elektroinstallationstechnik ihren Sitz in Nordbayern - ein Heimspiel sozusagen. Welchen Stellenwert hat die Messe für Ihr Unternehmen? Hess: Wir treffen hier unsere Kunden - diejenigen, die es bereits sind, und solche, die es hoffentlich noch werden. Die Eltec hat also neben den Informationsmöglichkeiten über Produkte, Systeme und Technologien auch den Effekt der Kundenbindung. Hinzu kommt: Kundenbindung hat in einer Zeit, in der Markenprodukte immer vergleichbarer, somit also leider auch immer austauschbarer werden, einen ganz hohen Stellenwert. Außerdem ist die Siemens AG mit Hauptsitz in München und der Metropolregion Nürnberg/Erlangen ein bayerisches Unternehmen. Was wird dieses Jahr von Ihnen auf der Eltec zu sehen sein? Hess: Die Zweigniederlassungen Nord- und Südbayern werden auch dieses Jahr wieder den kompletten Warenkorb der Installations- und Niederspannungs-Schalttechnik präsentieren, ergänzt durch Produkte aus der Automatisierungs- und Antriebstechnik. Das komplette Spektrum, das in Elektroinstallation und Industrie zum Einsatz kommt. In diesem Jahr mit Schwerpunkt zu den Themenbereichen Energiemanagement und effiziente Energienutzung. Welche Entwicklung bewegt den Markt zurzeit? Hess: Heute stehen Möglichkeiten zur effizienten Energienutzung im Blickpunkt des Endkunden. Dies fängt bei alternativen, beispielsweise erneuerbaren Energiequellen an, und endet bei der effizienten Nutzung der bereitgestellten Energie. Bei Letzterem steht die Elektrotechnik im besonderen Fokus, da die Möglichkeiten der Vernetzung der verschiedenen Anwendungen über Bussysteme ein erhebliches Energiesparpotential bei allen Gebäudetypen bietet. So können zum Beispiel auch ältere Gebäude mit schützenswerten Fassaden nachgerüstet werden, ohne dass große bauliche Maßnahmen erforderlich wären. Mit einer Zusatzausbildung kann eine Elektrofachkraft auch SHK-Installationsarbeiten ausführen. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Hess: Die Trends in der Nutzung erneuerbarer oder alternativer Energien und das generell gestiegene Bewusstsein zu mehr Energie-Effizienz und Komfort betreffen das Elektro- und Informationstechnische Handwerk unmittelbar. Der effiziente Einsatz beispielsweise von Photovoltaik oder Brennstoffzelle bedingt, dass auch die nachgeschaltete Gebäudetechnik optimiert wird. Hierfür werden nicht mehr wie bisher gewerkeorientierte Fachbetriebe gebraucht. Notwendig sind vielmehr gewerkeübergreifende, systemintegrierende Kenntnisse, Mitarbeiter und Unternehmen. Diese können auch die Ansprüche der Kunden in Richtung des „Intelligenten Wohnens“ verwirklichen, bei dem die Gewerke vernetzt werden und hierdurch mehr Effizienz und Komfort, aber auch erhöhte Sicherheit erzielt werden. Die zwischen dem ZVSHK und dem ZVEH geschlossene Vereinbarung zu der genannten Zusatzausbildung schafft die gewerberechtlichen Voraussetzungen, damit Unternehmen und Mitarbeiter nach erfolgreicher Schulung auch entsprechend tätig werden können. Nur so kann das hohe Energiesparpotential in Gebäuden insbesondere im Bestand gehoben werden. von der ZVEI-Initiative „Intelligentes Wohnen“ und den darin zusammengeschlossenen Herstellern aktiv unterstützt. Power-Check und Sicherheitsseminare Auch das weitere Rahmenprogramm der Eltefa kann sich sehen lassen. Landesinnungsmeister Gerhard Zöllin (Bild ) berichtet: „In Halle 8 wird es die Möglichkeit zur Erprobung der eigenen Fertigkeiten für die Veranstaltungsbesucher geben. An mehr als 20 Messeständen werden kleinere technische Aufgaben gestellt, die es praktisch zu lösen gilt. Für jede gelöste Aufgabe gibt es einen Nachweis. Wurden genügend Nachweise gesammelt, besteht die Möglichkeit, sich an einer Verlosungsaktion des Fachverbands zu beteiligen und einen der attraktiven Preise zu gewinnen.“ An allen drei Messetagen führt der Fachverband in Zusammenarbeit mit der BGFE zudem Sicherheitsseminare für den elektrotechnischen Nachwuchs durch. Erwartet werden jeweils mehr als 1000 Auszubildende. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat, das als Nachweis einer sicherheitstechnischen Unterweisung dient. Kongress zu Industrial Ethernet Parallel zu Eltefa und Motek veranstaltet die Fa. Hirschmann Automation & Control am 26. und 27. September 2007 den 5. Industrial Ethernet Kongress. Auf dieser Fachtagung berichten Experten aus Industrie und Forschung über den Einsatz neuer Technologien, die künftige Aufgabenverteilung zwischen Ethernet und Feldbussystemen und das Zusammenwachsen von Büro- und Produktionsnetz. Darüber hinaus präsentieren Unternehmen und Organisationen ihr Leistungsspektrum in einer Foyerausstellung. „Der Ethernet Kongress hat sich mittlerweile zur weltweit bedeutendsten Fachtagung für die Anwendung dieses Übertragungsprotokolls im industriellen Umfeld entwickelt“, erklärt Initiator Knut Erpenbach (Bild ). Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 5 364 BRANCHE AKTUELL Fachmesse Eltec 2007 in Nürnberg Branchentreff in Bayern Vom 20. bis 22. Juni 2007 öffnet die Eltec in Nürnberg erneut ihre Tore. Im Gespräch erläutert Jürgen Hess (Bild ), Projektleiter Infrastruktur bei Siemens A&D und Fachbeiratsmitglied der Messe, die besondere Rolle der Eltec als süddeutscher Branchentreff. Bayerischer Sicherheitstag Parallel zur Eltec beginnt auf dem Nürnberger Messegelände der Bayerische Sicherheitstag mit Schwerpunkt Unternehmenssicherheit. Die Veranstaltung wendet sich Installationsfachbetriebe, die Sicherheitsanlagen erstellen, an TGA-Fachplaner mit Fokus Sicherheitstechnik und an Unternehmer, die Sicherheit nachfragen. Dies sind vor allem Facility Manager, Netzwerkmanager, Sicherheitsbeauftragte, IT-Verantwortliche und natürlich auch Unternehmensleiter. Weitere Informationen: www.bayerischer-sicherheitstag.de Jürgen Hess, Mitglied des Eltec-Fachbeirats EP0507-362-371 18.04.2007 14:28 Uhr Seite 364
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