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Betriebsführung | Nutzfahrzeuge

Die Raum-Optimierer

ep11/2010, 3 Seiten

Stabile, robuste Fahrzeugausrüstungen – immer leichter und besser in den Transporterraum integriert, zudem in schickem Design – unter diesen Prämissen stellten sich zahlreiche Fahrzeugeinrichter mit ihren Lösungen zur diesjährigen IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover vor. Im Trend liegen Werkstoffe wie Aluminium, Faserverbund-Kunststoffe und auch weiterhin Stahl, die auch zur Crash-Sicherheit beitragen sollen.


Fahrzeugausstattung - es tut sich einiges Zwar kann noch immer kein Anbieter ein wirklich taugliches Möbel oder Zubehör zum rationellen Verstauen von Leerrohr- oder Kabelrollen anbieten. Doch immerhin forschen die Ausrüster intensiv nach Möglichkeiten, das Gewicht der Ausrüstungen weiter zu reduzieren und dabei dennoch stabile und kostengünstige Lösungen für die Nutzer zu erzielen. Und auch so manch gute Detaillösung konnte man beim Messerundgang entdecken - hier eine repräsentative Auswahl. Aus Aluminium und mit doppeltem Boden So hat man auch bei Aluca erkannt, dass es sinnvoll sein kann, den Laderaum der üblicherweise recht hochbauenden Lieferwagen mit einem doppelten Boden (Bild ) zu nutzen. Wie alle Module des Anbieters sind auch die Heck- und Seiteinschübe des neuen Unterbodensystems aus 100 % Aluminium (Bild a) gefertigt - eine Spezialität des Ausrüsters, die laut seiner Aussage etwa 50 % Totgewicht gegenüber herkömmlichen Einrichtungen aus Stahl und Holz einsparen soll. Entgegen des bekannten Spruchs „wer Alu kennt, nimmt Stahl...“, tut dies der Festigkeit der Einzelelemente offenbar keinen Abbruch. Alle Schübe sind bis 80 kg belastbar, der oben abschließende Ladeboden aus Sperrholz trägt bis zu 700 kg und ist mit Alu-Zurrschienen optimierbar. Die Bauhöhe des neuen doppelten Bodens beträgt 150 mm, weitere Höhenformate sollen folgen. Erhältlich ist der Zwischenboden für alle gängigen Lieferwagen und Transporter. Stahl und Aluminium in Kombination Bei Bott geht man den bewährten Weg, die Materialien je nach Eigenschaften einzusetzen. Für stark belastete Teile kommt Stahl zur Anwendung, Rollläden und Schubladenfronten sind jedoch aus leichtem Aluminium (Bild ) gefertigt. Das gefällige und elegant wirkende Design mit gewölbten Fronten zieht sich - und das ist neu - nun über alle Produktreihen. Die standardisierten Breiten und Fachgrößen der einzelnen Elemente erlauben das Kombinieren etwa von Drahtkörben, Kofferauszügen oder festen Schubladen in einem Rack. Praktisch sind die von außen, vor dem Fahrzeug stehend zu öffnenden Schubladen-Schränke (Bild a). Aus Stahl - robust und belastbar Ziemlich neu im Chor der Fahrzeugeinrichter ist Fami. Dort widmete man sich bislang der klassischen, stationären Werkstatteinrichtung. Nun hat man das Angebot mit dem „Store-Van“-Programm für die mobile Fahrzeugeinrichtung erweitert. Leicht erkennbar sind die im italienischen Zweigwerk hergestellten Einrichtungen an den gelben Kunststoffteilen und grau lackierten Stahlblechen (Bild a). Die Bauart ist konventionell in Stahlblechen gehalten und deshalb entsprechend schwer und robust. Eine Spezialität des Hauses sind neben den Leiterliften und schwenkbaren Laderaum-Kranen einklappbare, mehrteilige Auffahrrampen (Bild ). Diese ermöglichen sehr flache Auffahrwinkel, sodass sich auch schwerere Lasten leicht in den Laderaum rollen lassen. Ebenfalls neu ist die Profi-Line-Einbauten-Serie von Plastipol-BETRIEBSFÜHRUNG Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 11 912 Die Raum-Optimierer Stabile, robuste Fahrzeugausrüstungen - immer leichter und besser in den Transporterraum integriert, zudem in schickem Design - unter diesen Prämissen stellten sich zahlreiche Fahrzeugeinrichter mit ihren Lösungen zur diesjährigen IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover vor. Im Trend liegen Werkstoffe wie Aluminium, Faserverbund-Kunststoffe und auch weiterhin Stahl, die auch zur Crash-Sicherheit beitragen sollen. Stabil - gleichzeitig crash-sicher und leicht a Praktisch - das neue Unterbodensystem Fotos: Domina Fronten aus leichtem Aluminium a Schubläden, praktisch von außen zu öffnen a Kombination von Stahl und Aluminium Einklappbare, mehrteilige Auffahrrampen für das Be- und Entladen schwerer Lasten Scheu (Bild ). Sie ergänzt die einfach gehaltene Basic-Line-Ausstattung und die schon bekannte Expert-Line-Ausstattung. Auch die Profi-Line-Module sind in Stahl gefertigt, bieten aber durch Gewichtsoptimierung laut Plastipol-Scheu ein deutliches Plus an Nutzlast. Alle Auszüge sind mit 60 kg belastbar; die Endmodule erhalten jetzt ein Griffteil als Abschluss und als Einstiegshilfe. Mehr Raum und Flexibilität Beim schwedischen Hersteller Modul-System hat man sich grundlegende Gedanken zum modularen Aufbau einer Fahrzeugeinrichtung gemacht. Im Vordergrund stand hier die optimale Raumausnutzung im Fahrzeug und die Flexibilität der einzelnen Elemente. Heraus kam dabei die Erkenntnis, dass ein Möbel mit quadratischem Grundriss das freie Tauschen der Öffnungsseiten erlaubt. Wichtig ist diese Eigenschaft, wenn man platzsparend Module anbieten will, die man in Türnähe auch von außen öffnen kann. Das spart zwar das Aufentern ins Fahrzeug, erfordert jedoch relativ aufwendige Arretierungsmechanismen für Schubladen, die nicht quer, sondern in Fahrtrichtung öffnen. Gelöst hat Modul-System dieses Dilemma mit einem neuen Rahmenwerk aus hochfestem Stahl mit integrierter „T-Nut“, welches das leichte Anbringen von Schlossschienen erlaubt. Diese verhindern auch das unerwünschte Öffnen von Schubladen in Fahrtrichtung im Crashfall zuverlässig. Der neue Rahmen ermöglicht neben der Anbindung beliebiger Elemente die Platzierung von Schubladen und Klappen in jeder Richtung (Bild ) und ist daher in der Tat flexibler als manch andere Systeme. Außerdem hat man darauf geachtet, die Grundfläche der Module möglichst schmal zu halten, was zwar die nutzbare Tiefe der Auszüge verringert,die Freifläche zwischen den Einbauten aber deutlich erhöht. Die Transportmöglichkeiten weißer Ware werden dadurch vor allem in schmalen Lieferwagen deutlich erweitert. BETRIEBSFÜHRUNG Stabiler Rahmen für beliebig viele Elemente zum Anbringen von Schubladen und Klappen Foto: Domina Profi-Line-Module aus Stahl, aber im Gewicht optimiert Werkfoto Zentrale Haussteuerung und Türsprechanlage Der Gira Control 9 Client ist das Bediengerät für den Gira Home Server 3 und die Steuerzentrale der intelligenten KNX / EIB Installation. Über den Touchscreen mit einer Bilddiagonale von 22,9 cm [9"] lassen sich sämtliche Funktionen der Gebäudetechnik intuitiv steuern. In Kombination mit dem Gira TKS-IP-Gateway kann darüber hinaus die Türkommunikation integriert werden. Der Gira Control 9 Client lässt sich über das TK-IP-Gateway auch als reine Türsprechanlage einsetzen. Das Gira Interface wurde für Design, Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit mit dem iF gold award 2008 und dem Plus X Award 2009 ausgezeichnet. Mehr Informationen unter: Tel +49(0)21 95 - 602 - 0, Fax +49(0)21 95 - 602 - 191 oder www.gira.de/control9 Abb.: Gira Control 9 Client, Glas Schwarz/Aluminium, lieferbar ab 12/2010 [Interface-Design: schmitz Visuelle Kommunikation] hgschmitz.de Intelligente Gebäudetechnik von Gira Ausrüstung von Pick-up-Ladeflächen Der Fahrzeugeinrichter bietet ebenfalls neu eine Lösung zur optimierten Nutzung der Ladeflächen von Pick-ups. Meist bieten diese vorn zwar eine schicke und bequeme Allrad-Doppelkabine, während die Ladefläche aber nur von hinten zugänglich ist. Ein neuer Schubboden mit mehreren sehr langen Heck-Schubladen nutzt nun den Raum der Pick-Up-Ladefläche optimal aus (Bild a). Ist dieser idealerweise mit einem Hardtop-Aufbau ergänzt, der auch den seitlichen Zugriff über Klappen erlaubt, lässt sich der Schubladenboden nach oben mit weiteren Modulen ausbauen. Die Ideen gehen nicht aus Die speziell für kleine Lieferwagen konzipierte Simpleco-Regalreihe von Sortimo (Bild ) eignet sich auch für die Selbstmontage. Als Weiterentwicklung der Globelyst-Reihe will Sortimo nun die Nachfolger-Generation Globelyst-M Mitte 2011 auf den Markt bringen. Auch das neue System stellt eine sinnvolle Kombination der Materialien Stahl, Alu und Kunststoff in einer Einrichtungsserie (Bild , a, dar. Neue - fast weiße Langgutwannen aus Faserverbund-Kunststoff überzeugen durch ihr geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Insgesamt ist das Design der M-Reihe etwas heller und wirkt dadurch freundlicher. Neu ist ebenfalls ein in die Pfosten integriertes Verzurrsystem für Pro-Safe-Zurrgurte (Bild b). Diese zeichnen sich durch einen leicht einzuklinkenden Flachhaken aus, der die Ladungssicherung zwischen den Regaleinbauten sehr vereinfacht. Ergänzt wird dieses Zurrsystem durch neu entwickelte Bodenschienen, die das Niederzurren erleichtern. Ein Blick in die Zukunft Einen kleinen Einblick in die fernere Zukunft der Fahrzeugeinrichtung gab Sortimo für Interessierte in einem extra vor neugierigen Blicken abgeschirmten „Space-Room“. Fotografieren war hier nicht erlaubt, deshalb nur so viel: „Spacig“ daran wird allenfalls die eine oder andere versteifende Wabenstruktur in Plastik. Die Fahrzeugeinrichtung bleibt im Grunde eine Regalkonstruktion - wird aber noch bedeutend leichter und auch ein bisschen schöner... R. Domina Konsequenzen für den Unternehmer Auf durchschnittlich alle 300000 gefahrene Kilometer ist ein Unfall und auf alle 600000 sogar ein Unfall mit einem Personenschaden zu verzeichnen - so die Aussagen der Statistik. Das erscheint zunächst wenig. Die Fakten beweisen jedoch, dass damit gravierende Auswirkungen für Unternehmer und Mitarbeiter verbunden sein können. Verkehrsunfälle haben meist schwere körperliche Schäden zur Folge. Abgesehen von dem persönlichen Leid jedes Betroffenen, entstehen für die Unternehmer bei Wege- und Dienstwegeunfällen zum Teil erhebliche Kosten wie: · Lohnfortzahlung · Leistungsausgleich durch andere Mitarbeiter · erhöhte Versicherungskosten bei Dienstfahrzeugen · verminderte Leistung bei längerem Ausfall (Einarbeitung) · Unfallbearbeitungskosten · verdeckte Kosten wie z. B. Rufschädigung der Firma - meist in kleineren Städten oder ländlichen Gebieten und ggf. damit verbundene Kundenverluste. Die Kosten der BG ETEM für die Wege- und Dienstwegeunfälle machen allein zwei Drittel aller Kosten für Entschädigungsleistungen aus. Verkehrssicherheitskurs Der Verein Linowsee hat daher einen Verkehrssicherheitskurs konzipiert. Das wichtigste Ziel des Kurses besteht darin, die Teilnehmer in drei Tagen davon zu überzeugen, dass es Sinn macht, defensiv zu fahren. Es sprechen viele Vorteile für eine defensive Fahrweise wie z. B.: · in erster Linie das verminderte Unfallrisiko sowie · geringerer Kraftstoffverbrauch durch die ebenso vermittelte ökonomischere Fahrweise · damit verbundener geringerer Verschleiß am Fahrzeug · weniger Stress, was sich im Verhalten von Mitarbeitern gerade im Kundenservice positiv auswirkt. Es ist auch unumstritten - Forschungsergebnisse zeigen es - eine sicherheitsbewusste Fahrweise im Straßenverkehr ist untrennbar mit einem sicheren Verhalten in der Arbeitswelt und im Privatbereich verbunden. Es gibt hier eine Wechselwirkung. BETRIEBSFÜHRUNG Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 11 914 Mit defensivem Fahren Unfälle vermeiden Die täglichen Meldungen zum Unfallgeschehen auf der Straße sind kaum dazu angetan, erzieherisch im Interesse einer rücksichtsvolleren und ungefährlicheren Fahrweise einzuwirken. Um Unternehmer und deren Mitarbeiter vor den gravierenden Folgen aus Verkehrsunfällen zu schützen, bietet die BGETEM, Schulungsstätte Linowsee, ein Verkehrssicherheitstraining an. Im Mittelpunkt des Programms steht das defensive Fahren. Aus dem Kursprogramm 1. stets mit min. 3 s Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und mit Licht fahren. 3. 8- bis 10-mal blinken beim Überholen auf Autobahnen 4. auf Autobahnen stets auf der rechten Spur im rechten Drittel fahren 5. an Ampelkreuzungen stets eine Autolänge Abstand zum vorderen Fahrzeug halten 6. Richtgeschwindigkeit von 130 km/h trotz Freigabe auf Autobahnen einhalten 7. die angegebenen Geschwindigkeiten immer als die höchstzulässige Geschwindigkeit betrachten 8. vorm Einsteigen einmal um das Auto laufen - Autocheck 9. permanenter Schulterblick beim Abbiegen Weitere Informationen unter: www.linowsee.de a Neuer Schubboden mit sehr langen Heck-Schubladen für Pick-Up-Ladeflächen Das leichte Regalsystem mit den L- und S-Boxen findet bereits in vielen Transportern Platz Foto: ep Ansprechende Optik des neuen Systems Globelyst-M a Sehr praktisch - die transparenten Einschübe Foto: ep b Neues Zurrsystem erhöht die Sicherheit Fotos: Domina

Autor
  • R. Domina
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