Nutzfahrzeuge
Comeback der Elektroautos
ep9/2008, 5 Seiten
Antriebsalternativen sind stärker denn je gefragt Die immens gestiegenen Preise für Benzin und Diesel, die knapper werdenden Erdölvorräte und die Tatsache, dass Elektroautos keinerlei Abgase ausstoßen, sind Gründe, warum man wieder verstärkt über Elektroautos nachdenkt. Der viel diskutierte Hybridantrieb gilt als wichtiger Schritt auf diesem Weg. Derzeit bieten zwar Fahrzeuge mit Erd- oder Flüssiggasantrieb noch immer das größte Einsparpotential. Allerdings hängt der wirtschaftliche Einsatz unmittelbar vom vorhandenen Tankstellennetz im Einzugsbereich ab. Elektroantrieb Inzwischen arbeitet die Fahrzeugindustrie mit Hochdruck an neuen Antrieben, die ebenfalls den Elektroantrieb einbeziehen. Neben reinen Elektrofahrzeugen geht es dabei auch um den heiß diskutierten Hybridantrieb, der z. B. die zusätzliche Batterie-Nachladung an der Steckdose als so genannte Plug-in-Lösung zulässt. General Motors (GM) und Opel arbeiten an Elektrofahrzeugen mit Range Extender (Reichweitenvergrößerer), bei denen ein kleiner Verbrennungsmotor ausschließlich zum Nachladen der Batterie an Bord ist. Diese Entwicklung des Elektroantriebs (Tafel ) ist auch auf Transporter oder leichte Lkw übertragbar. Wegen der im Handwerksbetrieb oft abschätzbaren Transportwege ist der Einsatz von Elektrofahrzeugen - selbst mit einem derzeit noch begrenzten Aktionsradius - durchaus denkbar. Vorhaben der Hersteller Einige Hersteller beabsichtigen, ab 2010 verstärkt Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen (Tafel ): Daimler den Smart elctric drive (Bild ) und die Mercedes-A-Klasse mit Elektroantrieb, GM den Chevrolet Volt und Opel den Flextreme (Bild ). Renault und Nissan planen Projekte in Israel und Dänemark, bei denen sie vor allem auch für die Infrastruktur zum Auftanken durch Batteriewechsel sorgen wollen. Wirtschaftlichkeit Der Elektroantrieb könnte sich auch wirtschaftlich durchaus lohnen. Nach Berechnungen von Daimler würde der Elektro-Smart (Bild ) hierzulande Energiekosten von derzeit nicht mehr als 2 Euro pro 100 km verursachen. Deshalb ist der Praxistest so interessant, den 100 dieser Fahrzeuge seit 2007 in der City von London absolvieren (technische Daten - Tafel ). Sie sind dort von der horrenden City-Maut für Pkw befreit. Deswegen erwägen die Briten den Elektroantrieb auch für den Nachfolger ihres berühmten London-Taxis. Künftige Batterietechnik entscheidet Der Elektroantrieb entwickelt prinzipbedingt ein besonders gutes Anfahrdrehmoment und besitzt einen guten Antriebswirkungsgrad (Tafel ). Allerdings stehen die Hersteller vor den noch ungelösten Problemen der Batterietechnik. Diese sind offenbar so komplex, dass sie nur von starken Allianzen zu bewältigen sind. Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 9 788 BETRIEBSFÜHRUNG Comeback der Elektroautos Wenn der Handwerksbetrieb die Kosten für den Transport von Monteuren, Material und Werkzeug kaum noch tragen kann, wird der Ruf nach Alternativen lauter. Derzeit bieten Fahrzeuge mit Erd- oder Flüssiggasantrieb zwar noch immer das größte Einsparpotential. Knapper werdende Erdölvorräte und die Tatsache, dass Elektroautos keine Abgase ausstoßen, bewirken ein mögliches Comeback dieser Fahrzeuge. Der viel diskutierte Hybridantrieb gilt als wichtiger Schritt auf diesem Weg. Smart electric drive Noch eine Studie - Opel Flextreme mit Range Extender Fiat Fiorino - als Elektro-City-Flitzer Leicht-LKW Ecocarrier bereits in Kleinserie Iveco Daily als Hybrid-Transporter im Fedex-Test Sprinter mit Hybridantrieb und Plug-in-Technik Elektroauto - älter als der Benziner · Schon im Jahr 1881, fünf Jahre vor dem berühmten Benz-Motorwagen, erblickte das erste alltagstaugliche Elektrofahrzeug in Paris das Licht der Autowelt. Selbst Ferdinand Porsche, Erfinder des VW Käfer, hat im Jahr 1900 mit dem Entwurf von Elektroautos begonnen. Von ihm kommt die Idee, den Antrieb nicht zentral, sondern mit Elektromotoren in den Radnaben zu bewerkstelligen. · In den 1930er bis 1950er Jahren erhielt der Elektroantrieb Aufschwung durch große Flotten von Elektrofahrzeugen für spezielle Zwecke: in Deutschland durch die Post für ihre Pakettransporte und in Großbritannien durch ein Unternehmen, das damit den Milchvertrieb organisierte. · Doch in den 60er Jahren wurden die alten Elektrofahrzeuge durch „flexiblere“ mit Verbrennungsmotor ersetzt. · Nach Ende der ersten Ölkrise fand auf der Insel Rügen ein Großversuch mit 60 Elektroautos statt, zu dem viele Hersteller Prototypen beisteuerten, z. B. VW den Golf City Stromer. Leider fiel die Bilanz negativ aus - die Zeit war wohl noch nicht reif. EP0908-788-795 21.08.2008 8:32 Uhr Seite 788 EP0908-788-795 21.08.2008 8:33 Uhr Seite 789 Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 9 790 BETRIEBSFÜHRUNG Zum Zwecke von Synergieeffekten hat sich z. B. Volkswagen mit dem Sanyo-Konzern verbündet. Lithium-Ionen-Battrie. Viele Entwickler setzen heute auf diese Batterie. Mit ihr würde sich die spezifische Leistung auf das Fünffache erhöhen (Tafel ). Hierbei handelt es sich um jene Art von Energiespeicher, der kleinformatig in Laptops und Digital-Kameras seinen Dienst tut. Noch hat dieser Akku aber einen erheblichen Nachteil: Er kann sehr heiß werden und im Extremfall bei Überladung unter Kurzschluss explodieren. Deshalb müssen Lithium-Ionen-Batterien sicher überwacht und gekühlt werden (vgl. auch Beitrag: „Lithium-Ionen-Batterien in Elektrowerkzeugen“, im ep 08/2007, S. 662-664). Derzeit wird an neuen keramischen Separatoren gearbeitet, die der höheren Energiedichte besser standhalten. Die Entwickler versprechen sich davon ein erhebliches Verkürzen der Ladezeiten und damit eine wesentlich bessere Mobilität. Strom tanken - aber wie? Für das Wiederaufladen oder das Auswechseln der Batterien wird eine spezielle Infrastruktur benötigt. Würde man sich z. B. für den Austausch der Batterien entscheiden - mit entsprechender Technik in weniger als einer Minute zu bewerkstelligen - bräuchte man allein in Deutschland etwa 5000 Stationen dafür. Wenn man dagegen preiswerten Nachtstrom zum Aufladen nutzen möchte, ist auch an die Laternenparker zu denken. Das ließe sich mit Ladestationen in der Größe einer Parkuhr bewerkstelligen, wie sie in den USA unter dem Namen Smarlet schon vorgestellt wurden. Problem: CO2-Ausstoß. Doch noch viel elementarer ist das Problem der Stromerzeugung. Ein am heutigen Netz aufgeladenes Elektroauto kommt nach einem UBA-Bericht, je nach zur Verfügung stehendem Energiemix, auf einen CO2-Ausstoß von nicht weniger als 159 bis 346 g/km. Erneuerbare Energiequellen. Die Umweltverträglichkeit von Elektroautos steht und fällt deshalb mit der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen. Allerdings errechnete das Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) Heidelberg den Strombedarf 1 Mio. batterieelek-Tafel Varianten der Elektrifizierung des Antriebsstranges von Kraftfahrzeugen Elektrifizierungs- Charakteristik Beispiele Beispiele Variante Pkw Nutzfahrzeuge Hybridfahrzeug Kombination von Toyota Prius, Honda Civic Mitsubishi Fuso Canter (Japan), Verbrennungsmotor Hybrid, Lexus GS 450h, MB Stadtbusse (USA), Volvo und Elektromotor LS 600h, RX 400h Müllfahrzeug (Versuchsfahrzeug) (alles Serienfahrzeuge) Iveco Daily Hybridfahrzeug Kombination von Toyota Prius III (2009) MB Sprinter (Versuchsfahrzeuge) mit Plug-in Hybrid- und Batteriefahrzeug, Batterie wird an der Steckdose nachgeladen Elektrofahrzeug Fahrzeug, das Think City, Twike Ecocarrier E2 (Serie) ausschließlich mit (Leichtfahrzeuge) Fiat Fiorino (Studie) Batteriestrom fährt Smart, Mercedes A-Klasse VW Lupo (2010) Elektrofahrzeug Batterie kann mit Chevrolet Volt (2011), Ecocarrier E3 (2009) mit Reichweiten- einem Verbrennungs- Opel Astra (2012) Verlängerer motor während der Fahrt nachgeladen werden Brennstoffzellen- Fahrzeug mit Mercedes F 600 Mercedes Citaro und MAN-fahrzeug Wasserstofftank (Forschungsfahrzeug) Stadtbusse (Versuchsfahrzeug) Brennstoffzelle und Ford Focus FCV Elektromotor Mercedes A-Klasse (Versuchsfahrzeug) Solarfahrzeug ist mit großflächigen nur superleichte Wettbe-Solarzellen werbsfahrzeuge ausgerüstet Fahrzeug mit Das Solarmodul auf BMW X6 Active Hybrid Solarmodul dem Fahrzeugdach (Studie) liefert Strom zum Klimatisieren und Ölvorwärmen im Stand Tafel Angekündigte Markteinführungen von Elektroautos 2008 Entscheidung von BMW zur Produktionsaufnahme eines E-Autos 2009 Tesla Roadster (USA, mit 6831 Li-Ion-Zellen) auf europäischem Markt (120000 Euro) 2009 Mitsubishi i-EV (Li-Ion, 47 kW, 160 km/h, Reichweite 160 km) für japanischen Markt 2009 Prius und Honda Hybrid kommen in der neuen Generation noch mit NiMH-Batterien 2010 Smart und Mercedes A-Klasse für Weltmarkt 2010 VW Elektro-Lupo als reines Stadtfahrzeug. 2010 Renault-Nissan-Allianz, Elektroauto für Japan und USA 2011 Renault-Nissan-Allianz, für Israel (Solarstrom), Dänemark (Windkraft) und Portugal 2011 Chevrolet Volt mit Range Extender für USA-Markt 2012 Opel Elektrofahrzeug auf Basis des Flextreme mit „Dieselgenerator“ O. A.1) Fiat e500 (Lithium-Ionen-Batterie, 100 km/h, RW 120 km) O. A. London-Taxi-Nachfolger als reines E-Auto oder mit Brennstoffzelle 1) O. A. ohne Jahresangabe Tafel Technische Daten zum Elektro-Smart Typ Smart fortwo electric drive Antrieb Elektromotor Batterie Natrium-Nickel-Chlorid Nennleistung kW (PS) 30 kW Beschleunigung 0-60 km/h in s 5,7 s Höchstgeschwindigkeit km/h 112 km/h Reichweite mit einer Batterieladung 115 km Stromverbrauch im Europäischen Fahrzyklus kWh/100 km 12 kWh/100 km Stromkosten 2 Euro/100 km Aufladung der Batterie 220-Volt-Steckdose Ladezeit 3,5 h für 30-80 % Kapazität 8 h für 100 % Kapazität Lebensdauer der Batterie 10 Jahre Pilotversuch mit 100 Fahrzeugen 2007-2008 in London Geplante Markteinführung 2010 Tafel Das Für und Wider eines Elektrofahrzeugs Für ein Elektrofahrzeug Wider ein Elektrofahrzeug hohes Anfangsdrehmoment, negative CO2-Gesamtbilanz, je hoher Antriebswirkungsgrad nach Energie-Mix 159-346 g/km (nach UBA) einfacher Aufbau des Antriebs- höhere Herstellungskosten strangs, keine Kupplung und (nach GM +10000 Euro), Getriebe Akku-Leasing als Alternative einfache Möglichkeit der Brems- Batterien sind teuer, Lithiumenergierückgewinnung Ionen-Batterien noch nicht serienreif, können bei Unfällen explodieren mehr Freiheiten in der Fahrzeugge- lange Aufladezeiten (3,5-8 h) staltung durch Radnabenmotoren keine lokale Schadstoffemission, geringere Reichweite geringe CO2-Emission, weniger (50-180 km) Lärm Strom ist noch preiswert (Smart 2 Euro/km) EP0908-788-795 21.08.2008 8:33 Uhr Seite 790 trischer Autos auf lediglich 0,3 bis 0,4 % des gesamten heutigen Strombedarfs. Hybridfahrzeuge. Deshalb ist die Entwicklung der Hybridfahrzeuge so interessant. Diese erzeugen den Strom zum Fortbewegen an Bord selbst. Bei ihnen liegt es nahe, sie so auszurüsten, dass sie zusätzlich auch an der Steckdose aufladbar sind. Eine solche Lösung kündigte Toyota für den Prius III zum Beginn des nächsten Jahres an. Mit seiner Plug-in-Einrichtung soll er sich über Nacht aufladen lassen. Das kann im Vergleich zum Nachtanken von Benzin deutlich billiger werden. Nutzfahrzeuge mit Elektro-und Hybridantrieb Da der Elektroantrieb seine Vorteile vor allem im Stadtbetrieb entfaltet - besonders in Umweltzonen - sind auch auf dem Nutzfahrzeugsektor viele Projekte in der Entwicklung. Dies wird zur diesjährigen Nutzfahrzeug-IAA vom 25. September bis 2. Oktober in Hannover interessant werden. Für die Prototypen und Serienfahrzeuge von Daimler, Volvo und auch den Piaggio wurden bereits Elektro- oder zumindest Hybridantriebslösungen angekündigt. Beim Piaggio Ape handelt es sich um einen Dreirad-Transporter, der mit Elektromotor und Lithium-Ionen-Batterie eine Geschwindigkeit von 55 km/h und eine Reichweite von 120 km erreichen soll. Fiat Fiorino Einer der ersten echten Elektro-Transporter soll der Fiorino (Bild ) sein. Der von der Firma Micro-Vett umgebaute Transporter im City-Format wird von einem 30-PS-starken Dreiphasen-Asynchron-E-Motor angetrieben, der in sieben Sekunden auf 50 km/h beschleunigt und maximal 80 km/h erlaubt. Das Modell mit Getriebe-Automatik empfiehlt sich für den Lieferverkehr in der City. Seine Lithium-Ionen-Batterie ist für eine Reichweite von 100 km ausgelegt und lässt sich in sechs bis acht Stunden aufladen. Transporter Daily Hybrid Hersteller Iveco testet den Daily als Diesel-Hybrid (Bild ) - so gegenwärtig zehn Transporter in 791 Tafel Technische Daten zum Transporter Ecocarrier Typ Ecocarrier E2 (Zweiachser) Kofferaufbau Antrieb Drehstrom-Asynchron-Motor Batterie Blei-Gel, 80 V, 120 Ah Leistung 15 kW Beschleunigung 0-50 km/h 8,5 s Höchstgeschwindigkeit 80 km/h Reichweite mit einer Batterieladung 80 km Stromkosten 3-4 Euro/100 km Batterielebensdauer 5-7 Jahre Kfz-Steuer 50 Euro pro Jahr Fahrzeugmaße Länge/Breite/Höhe 3750/1740/1750 mm (ohne Aufbauten) Laderaum 2,38 m3 Zulässiges Gesamtgewicht 1350 kg Leergewicht, einschl.Batterie 980 kg Zuladung/Anhängelast 370/750 kg Vorderachse Querlenker McPherson-Federbeine Hinterachse Verbundlenkerachse, geregelte Luftfederung Bereifung 185/70 R15 oder 195/70 R15 Markteinführung seit Juni 2008 Preis 24300 Euro (o. Mwst.) Tafel Spezifische Leistung verschiedener Batterien Batterie Spezifische Leistung W/kg Blei 500 Nickel-Metallhydrid 1250 Lithium-Ionen 2500 Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 9 Jetzt bestellen! Schäden von mehreren hundert Millionen im Jahr! Firma/Name, Vorname Branche/Position z. Hd. Telefon Fax E-Mail Straße, Nr. Postfach Land/PLZ/Ort Datum Unterschrift ep 0809 Ich bestelle zur Lieferung gegen Rechnung zzgl. Versandspesen zu den mir bekannten Geschäftsbedingungen beim huss-shop HUSS-MEDIEN Gmb H 10400 Berlin Expl. Bestell-Nr. Autor/Titel /Stück 591 093 1 Handbuch für Blitzschutz-und Erdung 42,00 548 292 7 Blitzschutzanlagen 38,00 KUNDEN-NR. (siehe Adressaufkleber oder letzte Warenrechnung) Preisänderungen und Liefermöglichkeiten vorbehalten HUSS-MEDIEN Gmb H 10400 Berlin Direkt-Bestell-Service: Tel. 030 42151325 · Fax 030 42151468 E-Mail: bestellung@huss-shop.de www.huss-shop.de TIPP Mit CD-ROM Mehr Bücher finden Sie im neuen Einkaufsberater 2009 in diesem Heft! Neue Aspekte der Blitzschutztechnik Handbuch mit vielen praktischen Beispielen, die Formeln werden durch Zahlenbeispiele anschaulich dokumentiert. Das Fachbuch richtet sich an Ingenieure und Fachkräfte aus den Bereichen Planung, Beratung, Ausführung, Überwachung, Abnahme, Betrieb, Betriebserhaltung und Sicherheit. Ein wichtiges Hilfsmittel zur Lösung von Blitzschutz- und Erdungsaufgaben auch von unkonventioneller Art. Hasse/Wiesinger/Zischank, Handbuch für Blitzschutz und Erdung, 5. Aufl., 314 S., zahlr. Abb., Broschur, Bestell-Nr. 591 093 1, 42,00 Planen - Bauen - Prüfen Mit steigender Tendenz entstehen Schäden auf Grund der starken Zunahme empfindsamer elektronischer Steuerungs-, Kommunikations- und Datenverarbeitungsanlagen. Das praxisorientierte Handbuch informiert wie Sie Schäden durch eine fachgerechte Installation von Blitzschutzsystemen vermeiden können. Ein wichtiges Hilfsmittel zur Lösung von Blitzschutz- und Erdungsaufgaben auch unkonventioneller Art. Trommer/Hampe, Blitzschutzanlagen, 3. Aufl., 251 S., inkl. CD-ROM, Broschur, Bestell-Nr. 548 292 7, 38,00 EP0908-788-795 21.08.2008 8:33 Uhr Seite 791 einem Feldversuch von Federal Express in Turin und Mailand. Der Start der Fertigung ist für Ende 2009 geplant. Aufgrund der Start-Stopp-Automatik, der Bremsenergie-Rückgewinnung sowie des Anfahrens mit Elektromotor soll der Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 30 % gegenüber dem Diesel-Transporter sinken. Transporter Ecocarrier Den Leicht-Lkw Ecocarrier (Bild ) baut Karmann im Auftrag von Ecocraft Automotive Wunstorf und lieferte im Juni bereits die ersten 15 Fahrzeuge aus. Es ist geplant, jährlich 500 Fahrzeuge zu fertigen - als Zweiachser E2 und Dreiachser E3 auf der Basis von VW-Achsen mit Aluminiumrahmen und einer Karosserie aus dem gleichen Werkstoff (technische Daten in Tafel ). Die Batterie stammt von einem Gabelstapler und soll fünf Jahre - das entspricht 7500 bis 8000 Ladevorgängen - halten. Ein neuer Satz wird mit etwa 3000 Euro veranschlagt. Transporter Mercedes Sprinter als Plug-in-Hybrid Der bereits zur IAA 2004 avisierte Hybrid-Sprinter (Bild ) mit Plug-in-Technik kann bis zu 30 km rein elektrisch fahren, läuft dabei leise und emissionsfrei. Seine Lithium-Ionen-Batterie wird durch den Motor und beim Bremsen, über Nacht oder in Pausen an der Steckdose geladen. Das Management steuert den wechselweisen oder gemeinsamen Einsatz von Verbrennungs- und Elektromotor. Nach erfolgreichen Versuchen in den USA und in Frankreich mit Diesel-Hybriden, läuft gegenwärtig ein Großversuch mit Benzin-Hybriden und Plug-in-Technik in den USA. Ausblick Bei aller Euphorie, die derzeit dem Elektroantrieb gilt, darf nicht verkannt werden, dass sich seine besondere Eignung auf den Kurzstreckenbetrieb begrenzt. Für den Transport über weite Entfernungen wird der Verbrennungsmotor in absehbarer Zeit wohl weiter unabkömmlich bleiben. K. Böttcher, J. Sachse Anforderungen Bei der Planung einer Brandmeldeanlage sind die Anordnungen der einzelnen nichtautomatischen und automatischen Brandmelder zu planen sowie die dazu erforderliche Brandmelderzentrale zu spezifizieren. Dabei gilt es, die unterschiedlichsten Räume zu betrachten - z. B. Büro-, Produktionsräume sowie Hallen, Flure, Podeste, vielleicht sogar Hochregalanlagen und Sonderräume - diese mit oder ohne Unterzüge und Zwischendecken. Als Ergebnis sollen nicht nur eine Massenaufstellung, ein Leistungsverzeichnis und Unterlagen für die Ausführungsplanung mit detaillierten Anweisungen für die Montage vorliegen, sondern vor allem auch ein möglichst genauer Kostenüberblick. Planungsprogramm Bei all diesen Aufgaben kann das Planungsprogramm Projekt 2095 pro (Bild ) unterstützen. VdS-Richtlinie 2095. Der Name des Programms leitet sich von der VdS-Richtlinie 2095 „VdS-Richtlinien für automatische Brandmeldeanlagen - Planung und Einbau“ ab. Diese VdS-Richtlinie ist vollständig als ein Hauptteil in das Programm integriert und hinterlegt und steht als Nachschlagewerk zur Verfügung. Melderberechnung. Die Berechnung automatischer und nichtautomatischer Melder stellt einen weiteren Hauptteil dar. Diese erfolgt entsprechend der allgemein gültigen Normen, was eine hohe Planungs- und Projektierungssicherheit ermöglicht. Planung und Spezifizierung. Ein dritter Hauptteil ermöglicht die Planung und Spezifizierung der Brandmelderzentrale einschließlich des notwendigen Zubehörs und der feuerwehrtypischen Geräte. Das Ergebnis der geplanten Brandmeldeanlage kann als Angebot, Massenaufstellung, Leistungsverzeichnis oder Arbeitsanweisung/Ausführungsplanung ausgegeben und im Programm als Projekt gespeichert werden. Erfahrungen und Details zum Programm Teil 1 - VdS 2095 Die komplette Norm ist im Programm hinterlegt und in drei Programmteile gegliedert. Die Texte sind nach Ober-, Unterbegriffen und Überschriften sortiert - wie sie auch in der Norm zu finden sind - sowie zusätzlich eine Suche nach Stichworten. Bilder und Tabellen. Alle Bilder und Tabellen sind in einem weiteren Teil hinterlegt. Hier bietet das Programm zusätzlich zu den in der Norm vorhandenen Tabellen „Überwachungsbereiche von punktförmigen Rauch- und Wärmemeldern“ 14 weitere Übersichten, die für jede mögliche Kombination den Überwachungsbereich, den Wert „Dh“ - größter horizontaler Abstand eines beliebigen Punktes der Decke zum nächstgelegenen Melder - und die Kantenlängen des Überwachungsbereiches ausgeben. Lexikon. In einem Lexikon sind die allgemeinen Begriffe aus der VdS 2095 sowie vom Verfasser der Software aufgenommenen ergänzende Begriffe aus der Brandmeldetechnik zu finden. Enthalten sind auch ein Schaltbild der Standardschnittstelle Löschen sowie Normenverweis. Teil 2 - Berechnung und Projektierung Der zweite Hauptteil beschäftigt sich mit dem Berechnen und Projektieren von Brandmeldern auf der Grundlage der geltenden Richtlinien und Normen. Räume beliebiger Größe. Die Berechnung und Projektierung erfolgt für Räume mit beliebigen Raumgrößen und Raumgeometrien sowie Flure und schmale Gänge, Hochregale und Podeste. Räume mit Unterzügen. Ein gesonderter Punkt stellt die Berechnung von Räumen mit Unterzügen dar. Melderarten. Projektiert und berechnet werden alle Arten von punktförmigen Brandmeldern, Lichtstrahlrauchmeldern sowie Rohren und Bohrungen für Rauchabsaug (RAS)-Systeme. Zwei Planungsarten. Die Projektierung kann als Schritt-für-Schritt-oder Schnell-Planung erfolgen. Bei der Schritt-für-Schritt-Planung wird der Nutzer gezwungen, die einzeln abgefragten Daten schrittweise einzugeben wie Raumart, Melderart, Grundfläche, Raumhöhe, Dachneigung, eventuelle Abhängigkeiten usw. Die Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 9 792 BETRIEBSFÜHRUNG Planen und Berechnen von Brandmeldeanlagen Mit der Software „Projekt 2095 pro“ kann der Anwender - Ingenieur, Fachplaner oder -errichter - Brandmeldeanlagen herstellerneutral gemäß aktueller Normen und Vorschriften planen und berechnen. Als Resultat erhält er eine exakte Kostenübersicht und die Option, das Ergebnis der Planung als Massenaufstellung, Leistungsverzeichnis, Ausführungsplanung oder als Angebot auszugeben sowie als Projekt zu speichern. Startseite des Tools mit vorhandenen Programmoptionen EP0908-788-795 21.08.2008 8:33 Uhr Seite 792
Autoren
- K. Böttcher
- J. Sachse
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