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Elektrotechnik | Licht- und Beleuchtungstechnik

CE-Kennzeichnungen bei umgebauten Leuchten

ep9/2006, 2 Seiten

Im Zuge der Errichtung einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage mit Zentralbatterie sind teilweise auch Leuchten der allgemeinen Beleuchtung (z. B. für Fluchtwege) verwendet worden. Leuchten eines namhaften Herstellers wurden von der ausführenden Elektrofirma entsprechend umgebaut (Austausch des Vorschaltgeräts, Einbau eines Einzelleuchten-Überwachungsbausteins ÜEL). Inzwischen kam es bei zwei der Leuchten zu einer Verschmorung der ÜEL mit entsprechender Rauchentwicklung, was für den Fluchtweg eines Behindertenheims eine erhebliche Gefährdung darstellt. Die Anlage wurde im Jahr 2001 errichtet. Ergänzend dazu ist festzustellen, dass der Errichter der Anlage mit einer schriftlichen Bestätigung die ausschließliche Verwendung von Materialien mit CE-Kennzeichnung zugesichert hat. Daher die folgenden Fragen: 1.Ist es richtig, dass mit dem Leuchtenumbau durch den Errichter das CE-Zeichen der Gesamtleuchte erlischt? 2. Der nachgerüstete ÜEL hat weder ein Prüfzeichen noch die CE-Kennzeichnung. Nach meinem Kenntnisstand ist das in Verkehr bringen von Produkten ohne die CE-Kennzeichnung in der EU unzulässig – seit wann gilt diese Regelung? 3. Wie ist das Problem rechtssicher zu lösen? Kann der Errichter ein Konformitätsbewertungsverfahren mit CE-Kennzeichnung der gesamten Leuchte (auch mit Komponenten ohne eine CE-Kennzeichnung) durchführen oder muss dies durch den Leuchtenhersteller erfolgen? Sind andere Lösungen denkbar?


   

Autor
  • W. Hörmann
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