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CAD - nur für die Nutzung zahlen
ep4/2003, 1 Seite
Kapitalbindung vermeiden Viele Betriebe sind gezwungen, in immer kürzerer Zeit bessere Dokumentationen zu liefern. Aus diesem Grund haben viele in Elektro-CAD-Systeme mit hohen Hard- und Softwarekosten investiert. Darüber hinaus mussten einige CAD-Anwender die Erfahrung machen, dass die erhoffte Produktivitätssteigerung bei der Erstellung von CAD-Plänen wegen der komplizierten Bedienung und längeren Einarbeitungsphase nicht die Höhe der Investitionskosten amortisierte. Entsprechend groß sind die Ängste und betriebswirtschaftlichen Hürden der Handwerker bei der Erweiterung eines bestehenden CAD-Systems oder bei der Auswahl eines neuen Systems. Alternative zum Kauf Die Fa. Elektro-Rosenberger-Software, Blankenbach, entwickelt und vermarktet seit 16 Jahren Elektro-CAD-Software und hat bis heute mehr als 800 Anwender. Dem Handwerker bietet das Unternehmen ein neuartiges Nutzungsmodell an. Der Kunde bezahlt einmalig eine Installationspauschale und zum Monatsende wird nur die Zeit abgerechnet, in der das Programm effektiv genutzt wurde. Der Anwender erhält eine Vollversion des Programms mit allen Zusatzmodulen. Bei Programmteilen, die wenig genutzt werden, entfallen die hohen Anschaffungskosten, zum Beispiel bei Schnittstellen (DATEV, Datanorm, Eldanorm, ZVEH, GAEB). Wird das Programm nicht mehr eingesetzt, kann der Anwender ohne weitere Verpflichtung die Nutzung der Software einstellen und so Kosten sparen. Im Gegensatz zum kostenintensiven Kauf von Software wird bei diesem Modell nur die Zeit berechnet, in der das Programm wirklich eingesetzt wird. Eine monatliche Grundgebühr entsteht nicht. Dieser günstige Einstieg in die CAD-Welt ist gerade für Existenzgründer oder für den „Wenig-Nutzer“" interessant. So funktioniert es Alles was der Anwender braucht, ist ein Computer (ab 500 MHz Taktfrequenz) mit ISDN-Karte oder Modem. Der Kunde wählt sich auf den „Rosenberger-Rechner“ ein. Für Programmstart und Programmende benötigt dieser Rechner 1 bis 3 Sekunden. Von dort aus wird die Nutzung des Programms ermöglicht und die Zeit zwischen Anmeldung und Abmeldung registriert. Aus Datenschutzgründen bleiben alle Daten auf dem Rechner des Kunden. Die Verbindung wird über eine normale Telefonleitung hergestellt. Ein Internetanschluss ist nicht nötig. Nach Angaben des Herstellers können Sicherheitslücken nicht entstehen. Die Telefongebühren liegen bei Verwendung eines günstigen Anbieters, zum Beispiel 01078, bei 0,2 Cent pro Einwahl. Zum Monatsende wird die Zeit abgerechnet, in der das Programm genutzt wurde. Die Einwahlgebühren werden über die Telefonrechnung beglichen. Für eine Stunde Programmnutzung werden dem Anwender 50 Cent berechnet. Das bedeutet, bei täglich einer Stunde Arbeit mit dem CAD-System eine Programmnutzungsgebühr von rund 10 Euro im Monat. A. Dräger Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 4 310 Report CAD - nur für die Nutzung zahlen Mit dem Einsatz von computergestützten Konstruktionswerkzeugen wollen viele Unternehmen einen Schritt in Richtung Rationalisierung gehen. Ein neuartiges Nutzungsmodell ermöglicht die Anwendung von CAD-Software - ohne diese zu kaufen.
Autor
- A. Dräger
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