Skip to main content 
Gebäudesystemtechnik | Licht- und Beleuchtungstechnik | Elektrotechnik

Beleuchtungssteuerung mit HLK-Anbindung

ep10/2003, 2 Seiten

Mit konventionellen Lösungen lassen sich bereits komfortable Möglichkeiten der Beleuchtungssteuerung mit HLK-Anbindung realisieren. So ist die Nachinstallation bzw. Nachrüstung zur Komfortinstallation auch ohne den Einsatz eines Bussystems möglich.


Wenige Einsätze - viele Funktionen Bei der Nachrüstung bestehender elektrischer Anlagen mit Komfortfunktionen, kommt verständlicherweise häufig die Bustechnik ins Gespräch. Doch dabei wird häufig die Leistungsfähigkeit konventioneller Steuerungstechnik außer Acht gelassen. Dabei lassen sich eine Vielzahl von Funktionen bereits mit einer elektronischen Lichtsteuerung wie beispielsweise dem BLC (Berker Light Control) realisieren: - Schalten - Dimmen - Bewegungssensorik - Präsenzauswertung - kontrolliertes Schalten von HLK-Lasten. Da alle Einsätze in eine Standard-Up-Dose passen, bieten sich umfangreiche Möglichkeiten der Nachrüstung. Ohne aufwendige und investitionsintensive Arbeiten wird so eine komfortable Mehrwert-Installation realisiert. Sind die Systemeinsätze erst installiert, können sie mit beliebigen Aufsätzen bedarfsgerecht bzw. anwendungsorientiert kombiniert werden. Jederzeit ist zudem eine Umstellung möglich, indem einfach der Aufsatz ausgetauscht wird. Als Aufsätze stehen zur Verfügung: - Tasten - Funk-Tasten - Bewegungsmelder (180° Erfassungsbereich) - Präsenzmelder. Ein Gerät für viele Anwendungen Das Nachrüsten von Komfortfunktionen kann aufwendig sein, z. B. der Einbau elektrischer Antriebe und das Steuern von Rolläden und Jalousien. Hier fehlen oft die nötigen Leitungen, was dann eine aufwendige Installation zur Folge hat. Bei den Komfortfunktionen für die Beleuchtung sieht es erheblich besser aus. Schon durch den Austausch eines einfachen Lichtschalters gegen einen Universal-Tastdimmer lassen sich eine Vielzahl von neuen Funktionen realisieren. Neben dem Lichtschalten kann dieselbe Schaltstelle dimmen bzw. - je nach Aufsatz - Lichtszenen abspeichern und abrufen oder schalten mit Ausschaltvorwarnung durch einen Abdimmvorgang von 30 s. Darüber hinaus ist die Einschalthelligkeit speicherbar. Auch stellt sich der BLC Universal-Tastdimmer selbstlernend auf die Last ein und unterscheidet so zwischen Phasenan- und Phasenabschnitt. Das bietet insbesondere dann Vorteile, wenn noch gar nicht feststeht, welche Leuchtmittel später zum Einsatz kommen sollen. Die Schaltleistung beträgt: - für Glüh- und Halogenlampen 50 - 420 W - für elektronische Trafos 50 - 420 W - für dimmbare konventionelle Trafos 50 - 420 VA. Ein Nebenstelleneingang zum An-Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 10 802 AUS DER PRAXIS Beleuchtungssteuerung mit HLK-Anbindung Mit konventionellen Lösungen lassen sich bereits komfortable Möglichkeiten der Beleuchtungssteuerung mit HLK-Anbindung realisieren. So ist die Nachinstallation bzw. Nachrüstung zur Komfortinstallation auch ohne den Einsatz eines Bussystems möglich. Der Relais-Schalteinsatz HLK verknüpft in der Komfortinstallation Lichtsteuerung und Heizungsregelung Der Aufsatz Präsensmelder liefert Signale für Licht- und Heizungsfunktionen schluss von Nebenstelle, Wächter-Nebenstelle und/oder Taster (Schließer) erhöht die Anwendungsmöglichkeiten. Relais-Schalteinsatz für Komfort und Energiesparen Mit dem Einsatz von Relais-Schalteinsätzen (Bild ) können in der Nachrüstung neben Lichtsteuerungs-Funktionen auch Aufgaben der Heizungs- und Lüftungsregelung in die Komfortinstallation integriert werden. Das BLC bietet hierfür zwei Einsätze: Der eine schaltet das Licht und ermöglicht bei Verwendung einer Funk-Taste das Speichern/Abrufen von Lichtszenen und bietet wie die anderen Einsätze einen Nebenstelleneingang. Er ist geeignet für: - Glüh- und Halogenlampen bis 2 300 W - elektronische Trafos bis 1 500 W - konventionelle Trafos bis 1 000 VA - Leuchtstofflampen in Duo-Schaltung bis 2 300 VA - parallelkompensierte Leuchtstofflampen bis 920 VA. Einen zusätzlichen, nachlaufgesteuerten potentialfreien HLK-Relaiskontakt, z. B. für Stellantriebe, Thermostate und Lüfter, bietet der Relais-Schalteinsatz HLK, der mit einem Wächteraufsatz (Wächter 180 oder Präsenzmelder - Bild ) das helligkeitsunabhängige Schalten des HLK-Kanals für eine einstellbare Nachlaufzeit gewährleistet. Der Präsenzmelder-Aufsatz steuert Licht bedarfsgerecht durch anwesenheits- und helligkeitsabhängiges Ein- und Ausschalten der Beleuchtung und - mit dem Relaisschalt-Einsatz HLK - zusätzlich helligkeitsunabhängig den HLK-Kanal. Er hilft so Energie einzusparen, indem sie nur verbraucht wird, wenn sich jemand im Raum befindet (Bild ). Sein Erfassungswinkel beträgt 360 Grad. Die Schaltleistungen des Relais-Schalteinsatzes HLK betragen für den Lichtkanal: - Glüh- und HV-Halogenlampen bis 1 000 W, - elektronische Trafos bis 750 W - konventionelle Trafos bis 750 VA - Leuchtstofflampen in Duo-Schaltung bis 1 000 VA - unkompensierte Leuchtstofflampen 500 VA; für den HLK-Kanal: - Glühlampen bis 800 W - HV-Halogenlampen bis 750 W - Motor-Schaltstrom bis 2,1 A. Die Nachlaufzeit ist einstellbar auf 2, 10, 30, 60 oder 120 Minuten. Für die Installation des Relais-Schalteinsatzes muss ein Neutralleiter vorhanden sein. Bei zu hohen Einschaltströmen empfiehlt sich der Einsatz von Einschaltstrombegrenzern. B. Raulf Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 10 Präsensabhängige Steuerung der Raumtemperatur

Autor
  • B. Raulf
Sie haben eine Fachfrage?