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Elektrotechnik
125 Jahre ABB im VDE - Im Zeichen von Blitzschutz und Blitzforschung
ep9/2010, 1 Seite
Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 9 702 Herzlichen Glückwunsch In unserer Juli-Ausgabe gab es den komfortablen Kleinraumventilator ECA 100 ipro von Maico zu gewinnen. Er geht an Thomas Eckert in Donaueschingen. Wie gratulieren sehr herzlich. Gefragt hatten wir nach der Zeit, die eine Pumpe zum Befüllen eines Beckens benötigt. Die richtige Antwort: 12 Stunden. Großes Aufgabenspektrum mit langer Tradition Der ABB ist im Jahr 1885 als „Unterausschuss für Untersuchungen über die Blitzgefahr“ vom Elektrotechnischen Verein (ETV) in Berlin gegründet worden. Nach dem 1881 geschaffenen „Erdstrom-Komitee“ war er das zweite für die Behandlung eines wichtigen Themas berufene Gremium des ETV - bereits acht Jahre vor der Gründung des VDE. Die Aufgaben des Ausschusses reichen heute von der Definition der Schutzklassen und der zugehörigen Prüfverfahren über die Schutzraumbestimmung und das Blitz-Schutzzonen-Konzept, Fragen der Korrosion, der Trennungsabstände, Fangeinrichtungen bis zur Schirmung der Ableiterkoordination und der Blitzschutz-Risikoanalyse. Dazu kommt eine Vielzahl von Forschungsvorhaben, die größtenteils in Zusammenarbeit mit der Industrie bearbeitet werden. Anfangs im Fokus: Schutz von Telegraphenanlagen Als weltweit erster Verein, der sich mit allen technischen und wissenschaftlichen Aspekten der Elektrotechnik befasste, entstand der Elektrotechnische Verein 1879 in Berlin auf Initiative der Herren Werner Siemens und Generalpostmeister Heinrich Stephan. Gewitter- und Blitzforschung sind Themengebiete, die seinerzeit von besonderem Interesse waren. Allein in den Jahren 1884 und 1885 erschienen in der Elektrotechnischen Zeitschrift (ETZ) 17 Artikel, die sich vor allem mit Gewitter- und Blitzstatistiken, der Blitzgefahr sowie Gestaltung und Wirksamkeit von Blitzableitern befassten. Ein besonderer Schwerpunkt war die Gefährdung von Telegraphenanlagen durch Blitzeinschlag und der Schutz dieser Einrichtungen. So wurde es vom ETV als dringend notwendig erachtet, einen Expertenkreis zu schaffen, der den Blitzschutz und die Gewitterforschung zum Thema hatte. Die Bedeutung, die diesem „Unterausschuss für Untersuchungen über die Blitzgefahr“ zukam, zeigt sich in der Mitwirkung von Wissenschaftlern und Ingenieuren, deren Namen auch heute noch gut bekannt sind, wie Hermann Aron, Hermann von Helmholtz, Werner Siemens und August Toepler. Die erste größere Aufgabe des Unterausschusses waren Untersuchungen über Gewittererscheinungen und Blitzschutz, die während des Jahres 1886 im Riesengebirge und in Breslau durchgeführt wurden. Erste Broschüre „Die Blitzgefahr“ erschien 1886 Vorläufer der heutigen Normen und VDE-Bestimmungen waren „Mitteilungen und Ratschläge betreffend die Anlage von Blitzableitern für Gebäude“. Eine erste Broschüre „Die Blitzgefahr“ erschien 1886 „im Auftrag des Elektrotechnischen Vereins“. Sie wurde mehrfach nachgedruckt. Eine weitere kam 1891 heraus. Diese und andere Leitsätze für den Blitzableiterbau wurden 1901 vom VDE angenommen. Wie aktuell die Fragen des Blitzschutzes auch heute noch sind, zeigt die Arbeit des ABB, der sich als fachberatendes Gremium für die Normenkommission DKE etabliert hat, und das große Interesse an den Fachtagungen, die der ETV in Berlin und der VDE-Bezirksverein in Dresden durchführen. Diese Fachtagungen - die nächste findet am 18. Oktober 2010 im Berliner VDE-Haus statt - bilden zum einen eine Brücke zwischen der Tätigkeit des ABB und den einschlägigen Betrieben und ermöglichen zum anderen einen praktischen Erfahrungsaustausch, der wiederum dem ABB von Nutzen ist. H.-H. Schramm Buildings Directive" und dient in Deutschland als Grundlage für die Erstellung von Energieausweisen für Gebäude. Bauherren, Planer und Installateure können sich mit dem Tool einen ersten Eindruck zu den Auswirkungen geplanter Maßnahmen machen und diese vergleichen. Außerdem lassen sich die voraussichtlichen Einsparungen und Investitionen gegenüberstellen. Das Berechnungsprogramm ist über die Internetseite www.abb.de/knx zu erreichen. Thüringen sucht die besten Lehrlinge Anlässlich der Erfurter Messe „Haus.Bau.Energie“ (früher: Haus+Technik) organisiert der Fachverband Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau Thüringen den Landes-Leistungswettbewerb für Lehrlinge des 3. Lehrjahres. Die fünf besten Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik und die fünf besten SHK-Anlagenmechaniker stellen ihr praktisches Können unter Beweis und ermitteln die Landessieger. Die Aufgaben sind auch diesmal wieder sehr anspruchsvoll, die Bewertung der Arbeiten erfolgt durch die Wettbewerbskommissionen nach den Kriterien Funktionalität und Qualität. Alle Besucher und Aussteller der Messe sind herzlich eingeladen, den besten Lehrlingen bei der Ausführung der Arbeiten zuzusehen und sich vom hohen Niveau der Fachkräfteausbildung zu überzeugen. Die „Haus.Bau.Energie“ findet vom 24. bis 26. September 2010 im Messezentrum Erfurt statt. BRANCHE AKTUELL 125-Jahr-Feier des ABB im Berliner VDE-Haus 125 Jahre ABB im VDE Im Zeichen von Blitzschutz und Blitzforschung Am 24. Juni 2010 feierte der „Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung des VDE (ABB)“ im Berliner VDE-Haus sein 125-jähriges Bestehen. In seinem Festvortrag gab Dr. Peter Hasse einen detaillierten Überblick über die zurückliegenden und die aktuellen Aktivitäten des Ausschusses. Foto: ABB
Autor
- H.-H. Schramm
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