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(Bild: Osterland/stock.adobe.com)
Heizungs- und Wärmetechnik | Technische Gebäudeausrüstung

+++ News +++ Produktsicherheit

Heizkörper sicher befestigen

03.12.2020

Die neue VDI 6036 gibt Unternehmen und Personen, die mit der Planung und Ausführung von Heizungsanlagen betraut sind, unter Beachtung des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) eine Anleitung zur Auswahl und Bemessung von Heizkörperbefestigungen. Diese Befestigungen sind in der Richtlinie für drei Anforderungsklassen definiert – von Privathaushalten, über erhöhte Belastung zum Beispiel in Schulen und Sportstätten, bis hin zu erheblichen unplanmäßigen Zusatzlasten geht.

Die Befestigung von Heizkörpern richtet sich nach ihrem Gewicht, nach dem Ort ihrer Befestigung und, damit einhergehend, nach den Lasten, die voraussichtlich auf sie einwirken werden. Beim Betrieb von Heizkörpern ist von verschiedenen Einwirkungen auszugehen: Stöße, Zug, vertikale und horizontale Lasten von unterschiedlichen Seiten sind möglich.

Theoretische Lasten haben sich dabei als von der Praxis deutlich abweichend gezeigt. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurden die Anforderungsklassen eingeführt. Dieses System hat jüngst eine Novellierung erfahren; die VDI 6036 wurde entsprechend angepasst und enthält jetzt drei Anforderungsklassen für üblichen bis extremen Gebrauch. Die Richtlinie bietet zudem eine Reihe von Berechnungsbeispielen für verschiedene Anwendungsfälle und Anforderungsklassen. Dies soll die Umsetzung der Richtlinie in der Praxis vereinfachen. VDI 6036 enthält auch Empfehlungen in Bezug auf anzuwendende Werte und auf die Versuchsdurchführung und Versuchsauswertung.

Herausgeber der VDI 6036 „Befestigung von Heizkörpern - Anforderungen für Planung und Bemessung“ ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG). Die Richtlinie erscheint im Dezember 2020 als Weißdruck und ersetzt den Entwurf von Februar 2020. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.