Normen und Vorschriften
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Fachplanung
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Elektrotechnik
Technische Dokumentation
ep12/2003, 1 Seite
Mit der wirtschaftlichen Integration der europäischen Staaten verringern sich die Freiräume für die nationale Normenarbeit auf drastische Weise. Das bestehende nationale Normenwerk wird Schritt für Schritt durch europäische Normen (EN) ersetzt. Diese Harmonisierung des europäischen Normenwerkes ist aber nicht Selbstzweck, sondern Bestandteil der Bemühungen zur Verringerung von Handelshemmnissen. In diesem Zusammenhang erlangen - besonders für die exportorientierte deutsche Wirtschaft - vereinheitlichte Normen für Dokumentationen technischer Anlagen an Bedeutung. Für den Praktiker ergeben sich hier deshalb Probleme, weil die neuen Normen oft nur Teile verschiedener bestehender Normen ablösen. Hier ständig die Übersicht zu behalten, ist nicht immer einfach. Schaltzeichen Keine elektrotechnische Dokumentation ohne Schaltzeichen - diese Symbole sind letztlich die Bausteine jeder vereinfachten zeichnerischen Darstellung von Systemen und Funktionen. Was bis zum Jahr 1997 durch die DIN 40 900 geregelt war, ist heute vor allem in der Normenreihe DIN EN 60 617 festgeschrieben. Dort sind nicht nur Schaltzeichen, sondern auch Vorgaben zur Erstellung von Symbolen enthalten. Schaltungsunterlagen Die bisherige Normenreihe für Schaltungsunterlagen DIN 40 719 wird in wesentlichen Teilen durch DIN EN 61 082 „Dokumente der Elektrotechnik“ abgelöst. Die bisher in dieser Normenreihe erschienenen Teile umfassen: · allgemeinen Festlegungen, · Regelungen zu funktionsbezogenen Schaltplänen, · Regelungen zu Verbindungsplänen und · Regelungen zu ortsbezogenen Dokumenten, wie z. B. Installationsplänen. Die enthaltenen grundsätzlichen Festlegungen zur Einteilung von Schaltungsunterlagen, zu den Formen und Arten von Darstellungen u. v. a. m. unterstreichen die zentrale Rolle dieser Norm bezüglich der Anlagendokumentation. Themen wie „Strukturierung von Dokumentationen“ sind aber nicht dort, sondern in der DIN EN 61 355 enthalten. Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung Während früher die Kennzeichnung von Betriebsmitteln in DIN 40 719 Teil 2 geregelt war, findet man heute Festlegungen zu „Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichen“ von Objekten in DIN EN 61 346. Die Klassifizierung und Kennzeichnung von Dokumenten wiederum ist in DIN EN 61 355 geregelt. Fragen der eindeutigen Kennzeichnung und Dokumentation sind dort wichtig, wo Anlagen mit einer hohen Lebensdauer errichtet werden. Das ist z. B. im Bereich der Energieversorgung der Fall. Die Interessengemeinschaft Energieversorgung (www.igevu.de) hat sich daher dieser Thematik angenommen und speziell für ihren Bereich Vereinbarungen zur Anwendung der neuen Normen getroffen. Fazit Durch Einsatz von CAD-Systemen wird die Erstellung von Dokumentationen erleichtert, was aber wie zu dokumentieren ist, bleibt letztlich in Vorschriften geregelt. Gegenüber dem Selbststudium der einschlägigen Normen bietet der Besuch eines Seminars1) den Vorteil, in kurzer Zeit einen nahezu umfassenden Überblick erlangen zu können. H. Möbus Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 12 966 AUS DER PRAXIS Technische Dokumentation Eine normgerechte technische Dokumentation ist Qualitätsmerkmal und Bestandteil eines Produktes. Der Elektrofachmann kommt daher nicht umhin, sich mit dem Inhalt der dafür gültigen Vorschriften zu beschäftigen. 1) Diese Informationen basieren auf Unterlagen der Technischen Akademie Wuppertal (www.taw.de).
Autor
- H. Möbus
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