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Elektrotechnik

Norddeutsches Unternehmerforum: Experten und Entscheider im informativen Dialog

ep11/2001, 1 Seite

Zum 5. Male fand kürzlich das Norddeutsche Unternehmerforum Elektrotechnik statt. Gut 100 Entscheidungsträger aus dem Elektrohandwerk waren nach Hamburg gereist, um mit renommierten Experten aktuelle Themen und Trends zu diskutieren.


Motto: Wissen ist der Schlüssel zum Erfolg Das Norddeutsche Unternehmerforum Elektrotechnik ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Norddeutschen Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik NFE sowie der Landesinnungsverbände Berlin/Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen/Bremen und Schleswig-Holstein. Es soll Innovationen, Trends und Perspektiven mit einer Vielfalt aktueller Informationen vermitteln - kompakt präsentiert von kompetenten Fachleuten. „Wissen ist der Schlüssel zum Erfolg! Von diesem Grundgedanken haben sich die Veranstalter einmal mehr leiten lassen“, betonte NFE-Präsident und Obermeister Peter Reuter in seiner Begrüßungsansprache: „Das 5. Norddeutsche Unternehmerforum soll erneut ein Beitrag dazu sein, dass elektrotechnische Unternehmen ihre Zukunft erfolgreich gestalten können.“ Breite Themenpalette auch in diesem Jahr Breit gefächert präsentierte sich auch in diesem Jahr die Themenpalette. Sie reichte von neuen Technologien für die Daten und Netzwerktechnik, über den Funktionserhalt elektrischer Anlagen im Brandfall bis hin zu den Änderungen und Neuerungen, die sich aus der TAB 2000 ergeben. Weitere Schwerpunkte waren die neue Energieeinsparverordnung (einen Beitrag dazu finden Sie in dieser Ausgabe auf Seite 929), E-Commerce, das Betriebsverfassungsgesetz und das Neueste aus dem Vorschriften- und Normenwesen. Darüber hinaus gab die Hamburger Bank einen detaillierten Überblick zum so genannten „Rating“ von Unternehmen. Darunter versteht man die standardisierte und umfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Situation von Kreditnehmern. Das Ziel ist, die ganzheitliche Analyse und Bewertung des Kreditnehmers auf eine einzige Ratingnote zu komprimieren. Klaus Scherer vom Fraunhofer Institut in Duisburg gab den Teilnehmern einen umfassenden Überblick zu Trends, Technologien, Funktionen und Services in der vernetzten Welt der Haus- und Gebäudetechnik. Vernetzte Welt der Haus-und Gebäudetechnik „Durch die Fortschritte der Mikroelektronik wandert immer mehr leistungsfähige und bezahlbare Informations- und Kommunikationstechnik in unser privates und berufliches Lebensumfeld“, sagte der Leiter der Abteilung System- und Anwendungstechnik und Projektleiter des Innovationszentrums „Intelligentes Haus Duisburg“. Allerdings werde die in den Komponenten und Geräten vorhandene Kommunikations-und Informationsverarbeitungsleistung zum heutigen Zeitpunkt fast ausschließlich im jeweiligen Gerät, der jeweiligen Komponente oder bestenfalls beschränkt auf das jeweilige Gewerk, zum Beispiel auf die Heizungs- oder Telefonanlage, genutzt. „Die Geräte, Komponenten und Gewerke bilden datentechnische und funktionale Inseln. Eine synergieschaffende Vernetzung über diese Inselgrenzen hinweg ist zur Zeit nur ansatzweise anzutreffen und wird allenfalls über das Internet, über Telefon oder Handy Realität“, unterstrich Scherer. Denn während sich einerseits in Sekundenschnelle das Wetter ferner Ort auf dem Heim-PC darstellen ließe, sei es andererseits ehr unmöglich, sich die Vorlauftemperatur oder gar den akkumulierten Verbrauch des eigenen Heizungssystems auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen. Als weiteren eklatanten Negativeffekt der mangelhaften lokalen Vernetzung und funktionalen Integration sieht der Experte die für jedes Gerät eigens vorhandene Bedienschnittstelle - beispielsweise die Fernbedienung - mit einer jeweils anderen Bedienlogik. Besonders an dieser Stelle werde das Fehlen eines integrierten Daten- und Funktionskonzeptes auf der Basis vernetzter Geräte und Funktionen drastisch deutlich. Höhere Funktionalität bei geringeren Kosten Scherer ist sich sicher, dass ein integriertes und vernetztes Systemkonzept für unsere technischen Umgebungen durchaus in der Lage wäre, bei geringeren Kosten eine höhere Funktionalität bei besserer Bedienbarkeit und Akzeptanz zu bieten. Derartige intelligente technische Umgebungen hätten ein enormes Potential an Nutzeffekten für den Privatanwender, die Gesellschaft und die Umwelt. „Hinzu kommen völlig neuartige Dienstleistungen speziell und gerade für den Handwerker, beispielsweise die Fernwartung über das Internet“, sagte der Fachmann. Das Fraunhofer Institut in Duisburg will in Kooperation mit bedeutenden Wirtschaftspartnern und den Verbänden des Handwerks durch das „Innovationszentrum intelligentes Haus“ einen ganzheitlich konzipierten Beitrag leisten. Die anwendungstechnische Plattform dieses „in Haus“- Projektes bildet die „in Haus“-Anlage mit einem vernetzten Wohnraum, einem vernetzten Außenbereich und einem vernetzten Fahrzeug. Technologische Basis der vollständigen Vernetzung bildet die vom Fraunhofer Institut entwickelte „in Sys“-Systemintegrationstechnik. Sie ist in der Lage, diverse Schnittstellen- und Netzwerkstandards datentechnisch zu integrieren und das so entstehende lokale Gesamtnetz ans Internet zu koppeln. Neben der lokalen Vernetzung ist auf dieser Grundlage auch die schnelle Entwicklung von so genannten „Residential Gateways“ möglich, die zum Beispiel den EIB über ISDN mit dem Internet verbinden und darüber hinaus weitere intelligente Funktionen realisierbar machen. Klaus Scherer: „Die Möglichkeiten reichen von automatischen Sprachmeldungen auf Handys bei Ereignissen im lokalen EIB-Netzwerk über Wartungsmeldungen per E-Mail an Handwerker-Services bis hin zum Bedienen des lokalen Hausnetzes per Internet-Browser und Geräte-Homepages.“ Elektropraktiker, Berlin 55 (2001) 11 870 Branche aktuell Norddeutsches Unternehmerforum Experten und Entscheider im informativen Dialog Zum 5. Male fand kürzlich das Norddeutsche Unternehmerforum Elektrotechnik statt. Gut 100 Entscheidungsträger aus dem Elektrohandwerk waren nach Hamburg gereist, um mit renommierten Experten aktuelle Themen und Trends zu diskutieren. Interessiert verfolgten 100 Unternehmer die Ausführungen der Experten im Hotel Hafen Hamburg Klaus Scherer referierte über das intelligente Haus der Zukunft Peter Reuter, Präsident und Obermeister NFE, begrüßte die Teilnehmer

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