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Elektrotechnik

LON World 2001: Vom Entwicklertreffen zur Anwendermesse gereift

ep1/2002, 2 Seiten

Erstmalig fand die LON World am 23. und 24. Oktober 2001 in Frankfurt am Main statt. Zum Kongress trafen sich traditionell LON-Spezialisten aus der ganzen Welt und informierten sich über die aktuellsten Trends. Gemeinsam mit der Fa. Echelon ist es der Messe Frankfurt und ihren Partnern gelungen, die begleitende Ausstellung für die Anwender aus Gebäudetechnik und Industrie so interessant zu gestalten, dass mehr Besucher als in den vergangenen Jahren kamen.


Die LONWorld besteht im wesentlichen aus einem Kongress mit den Themengebieten: - Digital Home - Gebäudeautomation - Industrieautomation - Entwicklerplattform. Ziel des Kongresses und der Ausstellung ist es, Unternehmen verschiedener Märkte und Länder zusammenkommen zu lassen, um Ideen auszutauschen, Wissen zu vereinen und neue Kontakte zu knüpfen. Parallel wurde der Kongress von einer Ausstellung begleitet. Hier stellten etwa 72 Firmen aus 17 Ländern aus. Dies Aussteller kamen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritanien, Hong Kong, Italien, Japan, Korea, Lettland, Niederlande, Östereich, Russland, Schweden, Schweiz, Taiwan und den USA. Dies verdeutlicht die Internationalität der Ausstellung und der Technologie. Zu Beginn der Veranstaltung erörterte Mr. Kenneth Oshman (Chairman, President and CEO Echelon Cooperation) seine Vision, die Kosten für Unternehmen zu senken, die Effizienz und Produktivität mit Hilfe der LONWorks-Technologie zu steigern. Er berichtete, dass die Zahl der Projekte mit tausenden von Knoten im letzten Jahr deutlich gestiegen sei. Weiterhin stünde die Technologie aufgrund der weiteren globalen Vernetzung vor weiteren Herausforderungen. Digital Home Der von vielen als einer der zukunfsträchtigsten Märkte gesehene Heimbereich wurde im Forum „Digital Home“ diskutiert. Hier wurde über die gemeinsamen Bemühungen der Firmen Sainco, Echeolon und verschiedener spanischer Stromversorger berichtet, Kommunikations- und Schmalbandangebote per Powerline auf den spanischen Markt zu bringen. Ziel des Projektes ist es, für die spanischen Versorgungsunternehmen die Lon Works-Technologie optimal zu nutzen und diese Unternehmen für den Wettbewerb in der vernetzten Welt zu rüsten. Desweiteren wurden ausführlich die Vorteile für private Verbraucher erörtert, die die Vernetzung von Endgeräten bringt. Hierzu gehören vor allem - Komforterhöhung - Energieeinsparung - Erhöhung der Flexibilität. Hier muss jedoch durch geschicktes Marketing erst noch das Bewusstsein bei den privaten Endkunden geschaffen werden. Dies ist in diesem Bereich sicherlich die Hauptaufgabe der nächsten Jahre. Gebäudeautomation Zu Beginn des Forums „Gebäudeautomation“ wurde das Projekt „Klinik Bad Bentheim“ vorgestellt. Hier sind ca. 5000 Informationspunkte in ein Lon Works-Netzwerk integriert. Zum Fernzugriff und zur Überwachung sind i.Lon-Server installiert. Im Bereich der Gebäudeautomation stand ein Thema im Vordergrund: WEB-basierende Lösungen (Bild ). Hier ging es u.a. um den Einsatz dieser Lösungen als Gebäudeinformationssystem zur dezentralen Engergieoptimierung oder als Bedieneinheit für die Einzelraumregelung, da im modernen Büro Glasfronten zum Standard geworden sind. Hinzu kommen enorme Anforderungen an die Flexibilität der Büroraumgestaltung. Darüber hinaus wurden die ersten Anwendungen im Bereich Rauchmelde- und Entrauchungssysteme vorgestellt. Nach der Brandkatastrophe im Flughafen Düsseldorf ist die Bedeutung dieser Einrichtungen enorm gestiegen. Desweiteren wurde berichtet, wie die Lieferanten von Gebäudeautomation und Pumpen Lon Mark-Profile entwickelt haben, die als Grundlage für die Entwicklung neuer Anwendungen dienen. Außerdem wurde herausgestellt, dass die LONWorks-Technologie die geeignete Plattform für die Intergration von HLK-Steuerungen, Rolladen- und Beleuchtungssteuerungen zur Entwicklung einer gewerkeübergreifenden Anwendung ist. Industrieautomation Auch hier war wie in der Gebäudeautomation eines der Hauptthemen die Verbindungung von LONWorks-Netzwerken mit einer vorhandenen IP-Infrastruktur. Der Bedarf an WEB basierenden Visualisierungsmöglichkeiten wurde hier erneut bekundet. Vorgestellt wurden die verschiedensten Anwendungen aus den Gebieten: - Landwirtschaft - Reinraumtechnik - Verfahrensteuerungen - Laboratorien - Textilindustrie - Fahrzeugtechnik - Kraftwerkstechnik - Energiemanagement. Bei allen Berichten standen die Vorteile der LONWorks-Technologie durch dezentrale Intelligenz, offene Netze und den Einsatz von verschiedenen Medien im Vordergrund. Entwicklerplattform Im Entwicklerforum waren die Schwerpunkte im Bereich Powerline-Kommunikation und WEB-Lösungen deutlich zu erkennen. Im Bereich Powerline wurden die Fortschritte in den Kommunikationstechnologien dargestellt. Die Entwickler sind aufgefordert, Anwendungen hierzu zu entwickeln, da besonders aus den Bereichen Gebäude- und Industrieautomation hier großer Bedarf besteht. Darüber hinaus wurden die enormen Möglichkeiten der i-LON Produktfamilie vorgestellt. Hier wurde das besonders günstige Preis-/Leistungsverhältnis dargestellt. Ausstellung Der Gesamteindruck der Ausstellung lässt sich mit einem Satz zusammenfassen: Ein Markt festigt sich und macht sich bereit für neue Herausforderungen. Vor Beginn der LON-World wurde von den meisten Ausstellern klargestellt, dass nicht mit den großen Neuigkeiten zu rechnen ist. Notbedienebene Aber es gab doch einige positive Überraschungen. So stellte die Fa. Romutec aus Buch am Wald ihre neue 19"-Notbedienebene auf Basis der LONWorks-Technologie vor. Mit ihr kann die HLS-Technik in Betrieb genommen werden, Drehrichtung der Motoren geprüft werden, auch wenn keine Buskommunikation stattfindet. Außerdem gibt es noch LON-Meldemodule und Brandschutzklappen-Funkionsmodule als Eingangs- oder Anzeigemodule mit Leuchtdioden und Tastern. Sie signalisieren den Anlagenzustand und sind immer in Klartext beschriftet. Elektropraktiker, Berlin 56 (2002) 1 Branche aktuell LON World 2001 Vom Entwicklertreffen zur Anwendermesse gereift Erstmalig fand die LON World am 23. und 24. Oktober 2001 in Frankfurt am Main statt. Zum Kongress trafen sich traditionell LON-Spezialisten aus der ganzen Welt und informierten sich über die aktuellsten Trends. Gemeinsam mit der Fa. Echelon ist es der Messe Frankfurt und ihren Partnern gelungen, die begleitende Ausstellung für die Anwender aus Gebäudetechnik und Industrie so interessant zu gestalten, dass mehr Besucher als in den vergangenen Jahren kamen. Web-basierte Automatisierungslösungen standen auf der LON-World 2001 im Mittelpunkt der Diskussion Die Module stellen eine sinnvolle Ergänzung zu vorhandenen Lon-Works-DDC-Controllern dar. Die Meldemodule sind in der Lage, dezentrale Meldungen wie z. B. Elektro, NSHV, u.s.w. aufzunehmen und gleichzeitig anzuzeigen und mit den vorhandenen Tastern sofort zu testen. Inbetriebnahme-Tool Die Fa. Newron System stellte ihren NL Facilities Visual Office Designer vor. Dieses Tool wurde speziell zur Inbetriebnahme und Parametrierung von LONWorks-Netzwerken in Zweck- und Wohnbauten entwickelt. Das Tool bietet sich besondert dort an, wo viele gleiche Räume vorhanden sind. Auch eignet es sich dafür, bei Raumänderungen die Funktionen im LONWorks-Netzwerk schnell und einfach anzupassen. Das Tool verfügt über eine vollgrafische Oberfläche und ist leicht bedienbar. Es ist LONMark kompatibel und unterstützt sämtliche LNS Plug ins. Zur Darstellung von Grundrissen sind sämtliche Standard Grafikformate leicht einlesbar. Das Tool stellt bei der Inbetriebnahme und Konfiguration von Netzwerken im Bürogebäude eine wirtschaftliche Alternative zu den vorhandenen Tools dar. Außer dem bietet es auch für den Betrieb und die Wartung viele interessante Features. Analogsensor Die 4-fach LON-Analogschnittstelle (Bild ) aus dem Hause ELKA-Elektronik, Lüdenscheid, ermöglicht die Integration von Standardsensoren in Lon Works basierende Netzwerke. Jeder der verfügbaren vier Kanäle kann individuell bezüglich des Messbereiches eingestellt werden. Als Messbereiche stehen 0...1V, 0...5V, 0...10V, 0...20mA und 4...20mA zur Verfügung. Eine 14bit-A/D-Wandlung sorgt für ein präzises Ergebnis. Das integrierte kurzschlussfeste und überlastsichere Netzteil stellt die Hilfsenergie für die angeschlossenen Sensoren zur Verfügung, wobei die Komponente mit 230V AC versorgt wird. Das Netzwerk-Interface kann bezüglich des Typs der Netzwerkvariablen über ein Plug In passend eingestellt werden, so dass die jeweilige physikalische Größe in ihrer korrekten Einheit im Netzwerk repräsentiert wird. Die Komponente ist ab Februar 2002 verfügbar. Die passenden Sensoren für die Größen Wind, Regen, Helligkeit, Dämmerung, Feuchte, Differenzdruck und Temperatur sind im Internet unter www.elka.de zu finden. I/O-Module Die Produktfamilie „REG-S“ der Fa. SVEA, Hamburg besteht aus drei Ein-/Ausgabe-Modulen (Bild ). Die Module verfügen über vier bzw. acht Ausgänge und jeweils über eine gleiche Anzahl von Eingängen. An die Digitaleingänge werden in der Regel konventionelle Taster angeschlossen, um die an den Ausgängen angeschlossenen Verbraucher vor Ort zu bedienen. Die Zentralsteuerung erfolgt in diesem Fall über das LON-Netzwerk. Die Eingänge können jedoch auch unabhängig von den Ausgängen als vollwertige Digitaleingänge betrieben werden. Es lassen sich alle potentialfreien Kontakte, wie zum Beispiel von Bewegungsmeldern, Dämmerungsschaltern oder Thermostaten anschließen. Die Kontaktspannung von ca. 24Volt wird intern vom Gerät erzeugt, somit ist kein separates Netzgerät erforderlich. Der Kontaktstrom beträgt ca. 10mA. Hierdurch ist es möglich, auch Standardkontakte anzuschließen, da bei Strömen wesentlich unter 10mA auf Dauer nur Kontakte mit hochwertigen Kontaktmaterialien eine sichere Funktion garantieren. Die Geräte verfügen über vier Wechsler-Relaisausgänge. Das Modul REG-S 4W4S hat zusätzlich vier Schließer. Alle Kontakte können jeweils 10 Ampere ohmsche Last schalten. Der Zustand jedes Eingangs sowie die Schaltzustände der Ausgänge werden über jeweils eine Status-LED angezeigt. Über Taster auf der Geräteoberseite ist eine manuelle Bedienung jedes Ausgangs möglich. Der allgemeine Gerätezustand wird mittels Service- und Betriebs-LED angezeigt. Die Service-Taste ist gut zugänglich ebenfalls auf der Geräteoberseite angebracht. Die Module werden über die Netzspannung (AC 230V) versorgt. Eine zusätzliche Hilfsspannung ist nicht erforderlich. Die Schnittstelle zum LON-Netzwerk erfolgt über einen Free-Topologie-Transceiver (FTT10-A). Werden nur FTT-Geräte an eine Linie angeschlossen, ist keine Busspannungsversorgung erforderlich. Die Softwareapplikation ist zur Steuerung von vier bzw. acht unabhängigen Verbrauchern gemäß Lon Mark-Profil „Lamp Actuator (3040)“ bzw. Lon Mark-Profil „Switch (3200)“ zur Umsetzung der Schaltflanken an den Digitaleingängen in Telegramme zur Licht- oder Jalousiesteuerung ausgelegt. Zusätzlich zu dem Lon Mark-Profil „Switch“ können an den Eingängen die Signalflanken ausgewertet werden. Die Applikation unterstützt Szenen, Schalten/ Dimmen, Jalousie- und Toggle-Funktionen. Zusammenfassung Die Besucherzusammensetzung der LONWorld hat gezeigt, dass sich die Veranstaltung von einem reinen Entwicklertreffen zu einem Anwendertreffen entwickelt. Es wurden sowohl Bauherren, Planer und Systemintegratoren angesprochen. Weiterhin hat sich herausgestellt, dass sich die Technologie weiterhin in Anwendungen festigt. Auch im Bereich der Tools wurden weitere Fortschritte erzielt, die es Systemintegratoren ermöglicht, LONWorks-Netzwerke schnell und wirtschaftlich zu parametrieren und in Betrieb zu nehmen. M.Ruf/R. Lüders Branche aktuell Der Analogsensor AS 4 UI RLF der Fa. Elka ermöglicht die Verbindung von Standardsensoren mit einem Lon Works-Netzwerk Die Produktfamilie „REG-S“ ermöglicht kostengünstige Automatisierungslösungen auf LON-Basis Lesen Sie in der Ausgabe 1/2002: Lesen Sie in der Ausgabe 1/2002: Städtewettbewerb Media@Komm Städtewettbewerb Media@Komm Ihre Bestellung richten Sie an: HUSS-MEDIEN Gmb H Leserservice, 10400 Berlin Fon: 030/42 15 12 45 Fax: 030/42 15 12 32

Autor
  • M. Ruf/R. Lüders
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