Messen und Prüfen
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Gebäudesystemtechnik
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Elektrotechnik
LON im industriellen Einsatz
ep7/2003, 1 Seite
chen einige Gründe dafür. Mehr Sicherheit für Personen / Mitarbeiter kann dadurch erreicht werden, indem zum Beispiel unbeabsichtigtes Stecken oder Ziehen des Steckers vermieden wird. Typisches Beispiel aus der Praxis sind Wartungsarbeiten an Geräten und Maschinen und deren Betrieb. Diese werden sicherer, wenn die jeweiligen Steckdosen abschaltbar und verriegelbar sind (Bilder ). Normalerweise werden Steckvorrichtungen bei ausgeschaltetem Verbraucher (lastfrei) gesteckt oder getrennt. In der Praxis ist es nicht ganz auszuschließen, dass Steckvorrichtungen unter Last getrennt werden, weil diese auch von elektrotechnischen Laien benutzt werden. Den Steckvorrichtungen schadet dieses nicht, da diese die Schaltleistungsprüfung bestanden haben. Unangenehm kann es jedoch für die jeweilige Person werden. Missbrauch vermeiden Steckvorrichtungen, die außerhalb geschlossener Räume oder Betriebsstätten installiert werden und nicht abschaltbar verriegelt sind, stehen häufig permanent unter Spannung. Das ist eine Einladung für den harmlosen Stromklau oder - im Extremfall - für den Missbrauch mit möglicherweise ernsten Folgen. H. Kiefer Anwendungen beim Messen, Steuern und Regeln In der industriellen Kommunikation dominieren die klassischen Feldbussysteme und Industrial Ethernet. Trotzdem ist zu beobachten, dass auch Lon Works vermehrt in spezielle Bereiche der Industrieautomation vordringt. Denn das Bussystem bietet Einsatzmöglichkeiten beim Messen, Überwachen, Steuern und Regeln, die weitgehend unabhängig von einer speziellen Branche und einer speziellen Produktion sind. Diese können für sich oder im Zusammenspiel mit der Gebäudeautomation genutzt werden. Solche Anwendungen sind beispielsweise · Energiemanagement und Verbrauchsmessungen · Erfassen, Melden und Auswerten von Alarmen, Ereignissen und Betriebsstörungen · Verteilen und Überwachen der Ver- und Entsorgung von Wasser, Flüssigkeiten, Luft, Gasen und anderen Rohstoffen · Erfassen, Aufbereiten und Archivieren von Produktionsdaten · Verfolgen der Bewegung von Werkzeugen, Teilen und Materialien · Sicherheits- und Personenschutzmaßnahmen von der Ausleuchtung von Fluchtwegen bis zur Zutrittskontrolle · Fernwirken · Technische Gebäudeausrüstung von Produktionshallen und -geländen und die integrierte Vernetzung mit den anderen, oben genannten Anwendungen · Integration von Produktions-und Automatisierungsdaten über Ethernet, Intranet oder Internet. Wie bei der Gewerke übergreifenden Gebäudeautomation lassen sich in der Industrie Netzwerke realisieren, die eine oder mehrere Anwendungen umfassen. Durch den Einsatz von LON können die etablierten Systeme der Industrieautomation durch ein einziges, sämtliche Werkshallen und das gesamte Werksgelände umfassendes Steuerungs- und Datennetzwerk ergänzt werden. Es entsteht eine durchgängige Lösung mit gemeinsamer Leittechnik und einheitlichen Schnittstellen zur firmenweiten Planung und Datenverarbeitung. Sämtliche Informationen der technischen Gebäudeautomation, des Facility Managements sowie unterschiedliche Betriebsdaten - Zählerstände, Qualitätsdaten, Störmeldungen, Alarme oder Maschinendaten - lassen sich in einheitlicher, standardisierter Weise erfassen, transportieren, verteilen, managen und in die Unternehmensdaten integrieren. Software für die unternehmensweite Integration Ergänzend hat die Fa. Echelon, Erfinder der Lon Works-Plattform, kürzlich die Software „Panoramix“ vorgestellt. Sie eröffnet die Möglichkeit, auf wichtige Informationen der Geräte-Netzwerke innerhalb von Firmenliegenschaften direkt zuzugreifen - darunter Versorgungsanlagen (Strom-, Gas-und Wasserzähler), Energieverbrauchskontrollsysteme, Beleuchtung, Heizungs- und Klimaanlagen oder Sicherheitssysteme. Die Daten lassen sich in den Geschäftsprozess integrieren, um Energie-und Betriebskosten auszuwerten, Trends zu erkennen und Vergleiche zu ziehen. Die Liegenschaften können sich dabei an fast beliebig vielen, entfernten Standorten befinden. Version 1.0 der Software unterstützt den i.LON-100-Internet-Server. Er ermöglicht den Internetzugriff auf die Daten eines einzelnen Netzwerkes. Report Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 7 555 Steckervorrichtungen mit Verriegelung Mechanisch: a) DUO - nach dem Einstecken und Einschalten ist der Stecker verriegelt; nach dem Ausschalten und Ziehen des Steckers ist der Schalter entriegelt b) Doseneinsatz-Dreh-Schalter ohne Schalterknebel - Stecker einführen und nach rechts drehen = einschalten und verriegeln, Stecker zurückdrehen = entriegeln und ausschalten Elektrisch: c) Pilotkontaktschalter - keine anstehende Spannung ohne Stecker, auch nicht auf der Pilotkontaktbuchse (Steuerung für das Schütz liegt in der Steckdose) Beispiel für eine nicht geeignete Lösung: Die Steckdose steht dauernd unter Spannung, außerdem löst sich der Warnhinweis ab Fotos: Mennekes LON im industriellen Einsatz In der Gebäudeautomation ist Lon Works etabliert, aber auch im industriellen Bereich lässt sich das Bussystem sinnvoll einsetzen. Dabei steht es nicht in Konkurrenz zu den vorhandenen Feldbussen, sondern gilt vielmehr als interessante Ergänzung. Weitere Informationen über „Lon Works in der Industrie“ erteilt der Arbeitskreis „Industrie“ der LON-Nutzerorganisation (LNO). Ziel des Arbeitskreises ist es, Lon Works als offenes, dezentrales Netzwerk in der Industrie und im produzierenden Gewerbe als eigenständiges System und/ oder als funktionale Erweiterung zu SPS-/IPC-/Feldbussystemen weiter zu etablieren. Kontakt: www.lno.de INFO
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