Gebäudesystemtechnik
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Elektrotechnik
Individueller Wetterschutz für Hausfassaden
ep12/2006, 1 Seite
Synthese aus Draht und Funk „Hybrid“ ist momentan in aller Munde - sei es beim Auto oder bei Gebrauchsgegenständen. Das aus dem Lateinischen stammende Wort bedeutet „von zweierlei Herkunft“ und steht heute für ein aus unterschiedlichen Arten oder Prozessen zusammengesetztes Ganzes. Die Besonderheit liegt darin, dass die Elemente für sich schon Lösungen darstellen, durch die Vereinigung aber neue, erwünschte Eigenschaften entstehen. Funkmelder in Drahtalarmanlagen Durch die Integration von Funkmeldern können bestehende, drahtgebundene Alarmanlagen komfortabel nachgerüstet werden. Die kabellose Installation verringert den Aufwand und bietet eine große Freiheit beim Anbringen sowie eine ansprechende Optik. Oftmals gibt es auch Orte, an denen eine Verdrahtung nicht nur aufwändig wäre, sondern sogar unmöglich. Um Funkmelder in eine drahtgebundene Alarmanlage einzubinden, gibt es beispielsweise für die Alarmanlage Terxon M von Security-Center ein spezielles Erweiterungsmodul, das über einen 4-Draht-BUS angeschlossen wird und bis zu acht Funkmelder integrieren kann. Insgesamt sind drei Module anschließbar, wobei sich sämtliche Melder aus der Funkalarmanlagen-Serie „Secvest 868“ einbinden lassen. Die derzeit mögliche Reichweite beträgt im Freien etwa 200 m, sodass auch Objekte wie Gartenlauben oder Schuppen abgesichert werden können. Eine sichere und stabile Funkübertragung wird durch eine für die Sicherheitstechnik reservierte Frequenz mit 868 MHz und eine Duplex-Antennen-Technik ermöglicht. Die kleinste Alarmanlage S der Produktfamilie Terxon kann mit dem Universalmodul (Bild ) aus der Secvest-Serie hybridfähig gemacht werden. Damit lassen sich neben den normalen Funkmeldern auch Funk-Notrufsender oder spezielle Funkschließzylinder vom Typ „Secvest Key“ anschließen. Drahtzonen in Funkalarmanlagen Sinnvoll kann auch die Integration von Drahtzonen in Funkalarmanlagen sein. So lassen sich in oben genannter Funkalarmanlage (Bild ) zwei Drahtalarmzonen einbinden. Der Vorteil bestehen darin, dass verdrahtete Zonen mehrere Melder enthalten können, was beispielsweise vor allem für größere Objekte interessant ist. So ist es beispielsweise mit drahtgebundener Technik möglich, in einem großen Wohnzimmer mit Balkontür und drei Fenstern alle im Raum verwendeten Melder in einer Zone - empfohlen wird, nur Melder des gleichen Typs - anzubringen. In der Funkalarmtechnik würde jeder einzelne Melder eine Zone belegen. J. Lang Kombisensor wertet relevante Daten aus Das System der Fa. Jung wertet in Verbindung mit einem digitalen Kombisensor die relevanten Wetterdaten aus. Die Steuerung erfolgt daraufhin nicht einheitlich für alle Rollläden, sondern getrennt nach Ost-, Süd- und Westfassade. In 2,5 Minuten ist die Jalousie zum Sonnenschutz ausgefahren. Diese Standardzeit lässt sich bei Bedarf für jede einzelne Fassade verkürzen. Während der Grenzwert für den Windalarm für alle drei Seiten gemeinsam ermittelt wird, besteht bei der Erkennung von Niederschlag die Möglichkeit, einen weiteren Schaltausgang anzusteuern, der dann beispielsweise ein Dachfenster automatisch schließt. An einem Mast oder direkt an der Fassade montiert, misst der digitale Kombisensor neben Windgeschwindigkeit und Niederschlag jeweils in drei Richtungen die Helligkeit. Über eine 6-Draht-Leitung werden die gesammelten Werte an die Zentraleinheit im Haus übertragen (Bild ). Das 10 m lange Anschlusskabel ist zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit fest mit dem Sensor verbunden. Im Dauereinsatz bei Wind und Wetter unterliegt der Kombisensor naturgemäß hohen Belastungen. Aus diesem Grund wird sein Betriebszustand zyklisch überwacht und bei Fehlfunktionen ein Alarm signalisiert. Das Blinken der Power-LED dient der Diagnose. Eine eingebaute Heizung schützt den Kombisensor zudem bis -40 °C vor Funktionsstörungen durch Schnee und Eis. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 12 1036 AUS DER PRAXIS Hybridfähige Alarmanlagen Durch die Integration von Funkkomponenten in drahtgebundene Anlagen und den Anschluss von Drahtzonen an Funkanlagen lassen sich bestehende Alarmanlagen nachrüsten und Eigenschaften kombinieren. Universalmodul vereint sieben Funktionen In diese Funkalarmanlage lassen sich Drahtalarmzonen einbinden Quelle: Security-Center Individueller Wetterschutz für Hausfassaden Böiger Wind aus Osten, Mittagssonne auf der Südseite oder Schlagregen gegen die Westfassade: Die Außenwände eines Gebäudes sind oftmals sehr unterschiedlichen Verhältnissen ausgesetzt. Mit einer neuen Wetterstation ist es möglich, die Jalousien für drei Gebäudeseiten individuell zu steuern. Wetterstation zur individuellen Jalousie-Steuerung von drei Fassadenseiten in Kombination mit Kombisensor und Spannungsversorgung Quelle: Jung EP1206-1032-1037 21.11.2006 8:56 Uhr Seite 1036
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