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Kabel und Leitungen | Schutzmaßnahmen

Grün-Gelb für keinen anderen Zweck

ep4/2016, 1 Seite

Für den Not-Aus-Kreis einer fördertechnischen Anlage wurde eine Leitung (vieradrig mit PE) falsch verlegt. Jetzt ist in unserem Unternehmen ein Streit darüber entbrannt, ob es erlaubt sei, die 4. Ader (PE) an den Enden mit Schrumpfschlauch zu überziehen und als Leitungsader zu verwenden. Ich denke, dass dies nicht zulässig ist. Wer hat hier Recht?


Die Kennzeichnung von Schutzleitern ist eindeutig im Abschnitt 514.3.1.Z2 DIN VDE 0100-510 (VDE 0100-510) [1] bzw. im Abschnitt 6.3 von DIN EN 60445 (VDE 0197) [2] festgelegt.

Entsprechend Abschnitt 514.3.1.Z2 von DIN VDE 0100-510 (VDE 0100-510) [1] müssen isolierte Schutzleiter (einschließlich PEN-Leiter und Schutzpotentialausgleichsleiter) über die gesamte Länge durch die Zwei-Farben-Kombination Grün-Gelb gekennzeichnet sein.

Wichtig dabei ist, dass diese Farbkombination für keinen anderen Zweck verwendet werden darf.

Daraus ergibt sich eindeutig, dass eine Umkennzeichnung an den Leiterenden – auch wenn hierfür Mittel verwendet werden, die dauerhaft sind – nicht zulässig ist.

Quellen

DIN VDE 0100-510 (VDE 0100-510):2014-10 Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5-51: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel – Allgemeine Bestimmungen.

DIN EN 60445 (VDE 0197):2011-10 Grund- und Sicherheitsregeln für die Mensch-Maschine-Schnittstelle - Kennzeichnung von Anschlüssen elektrischer Betriebsmittel, angeschlossenen Leiterenden und Leitern.


Autor
  • W. Hörmann
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