Licht- und Beleuchtungstechnik
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Fachplanung
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Elektrotechnik
Checklisten für die Beleuchtungsplanung
ep11/1999, 2 Seiten
Energiekosten entscheiden Die Gesamtkosten einer Beleuchtungsanlage, betrachtet über die gesamte Lebensdauer, entfallen zu etwa 25 % auf Anschaffung und Errichtung, zu etwa 25 % auf die Instandhaltung und zu etwa 50 % auf den Energieverbrauch. Die Lichtausbeute der eingesetzten Lampen (Bild ) beeinflußt entscheidend die Betriebskosten. Die richtige, einsatzabhängige Auswahl von Lampentypen, Betriebsgeräten und Leuchten ist deshalb in der Angebots- und Projektierungsphase besonders wichtig. Zu beachten sind bei einem Beleuchtungsprojekt aber ebenso die Lebensdauer der Lampen, der Montageaufwand der Leuchten und die erforderliche Wartung der Anlagen. Nicht zu unterschätzen sind die außerdem ästhetischen Gesichtspunkte. Licht als Produktivitätsfaktor Über die Betriebskosten hinaus wirkt Licht als Produktivitätsfaktor. Die Mindestwerte für die Beleuchtungskennwerte im gewerblichen Bereich enthält die DIN 5035 „Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht“. Auf diese Norm beziehen sich alle Verordnungen, Bestimmungen und Richtlinien in Deutschland. Um aber den Einflußfaktor Licht optimal zu nutzen, muß die Beleuchtungsanlage aufgabenabhängig besser ausgelegt werden, als es die Norm vorschreibt. Erreicht werden hierdurch in Werkstatt und Produktion · höhere Leistung · geringere Ermüdung · weniger Ausschuß · weniger Arbeitsunfälle. Checklisten als Planungshilfe Als wesentliche Hilfe beim Beratungsgespräch mit dem Kunden und Auftraggeber erweisen sich Tabellen, die in komprimierter Form zusammenfassen, mit welcher Beleuchtung (Leuchten, Lampen, Installati-Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 11 1043 Lichttechnik Checklisten für die Beleuchtungsplanung J. Krause, Berlin In vielen privaten Haushalten spielt künstliche Beleuchtung eine untergeordnete Rolle, obwohl gutes Licht den Wohnkomfort verbessert und Sicherheit schafft. Dem Elektrohandwerker eröffnet sich im privaten und im gewerblichen Bereich ein interessanter Markt, den er durch Beratungskompetenz erschließen kann. Planungshilfen der Fördergemeinschaft Gutes Licht und des ZVEH (s. Info) bilden eine solide Grundlage für das Beratungsgespräch. Glühlampen Kompaktleuchtstofflampen mit Schraubsockel und integriertem EVG Dreibanden-Leuchstofflampen an EVG Halogen-Glühlampen (230 V) zweiseitig gesockelt Halogen-Metalldampflampen Natriumdampf-Hochdrucklampen 150 lm/W 125 100 Lichtausbeute 5 10 20 50 100 200 500 1000 W 3500 Nennleistung der Lampen Lichtausbeute von Lampen für allgemeine Beleuchtungszwecke (Quelle: FGL) Tafel Checkliste für die Wohnzimmerbeleuchtung (Quelle: FGL) Fördergemeinschaft Gutes Licht FGL Eine beschränkte Anzahl von Sonderheften der FGL (Beratung vom Elektro-Installateur-Handwerk) · Licht zum Arbeiten · Licht zum Wohnen können Leser des Elektropraktikers kostenlos über die Redaktion beziehen (Fax 030/421 51 251). Info on) welche örtliche Beleuchtungsaufgabe zu lösen ist. Gedankenstützen dieser Art werden von der Fördergemeinschaft Gutes Licht bereitgestellt. Für jedes Zimmer bzw. jeden Bereich einer Wohnung sollte eine derartige Tabelle ausgefüllt werden. Checklistenvorlagen stehen zur Verfügung für · Eingangsbereich · Wohnzimmer · Eßzimmer · Kinderzimmer/Arbeitszimmer · Küche usw. Tafel zeigt die Checkliste für ein Wohnzimmer. Weitere Listen liegen vor für: Handwerksbetriebe, Industriehallen, Büros, Besprechungsräume, Unterrichtsräume und Kindergärten, Arztpraxen, Hotels und Pensionen, Schalterhallen und Ausstellungsräume, Mehrzweck- und Sporthallen, Garagen, Treppen und Flure. Mit dem Ausfüllen der Checklisten sind die Kundenwünsche dokumentiert. Grundlage der folgenden Planung der Beleuchtungsanlage sind die Kenntnis · der elektrischen Anschlußleistung (z. B. Tafel für den Wohnbereich) sowie · der Auswahlkriterien für die unterschiedlichen Lampentypen. Dazu zählen: Glühlampen 230 V (Allgebrauchs-, Reflektor-, Kopfspiegellampen), Halogenglühlampen 230 V, Niedervolt-Halogenglühlampen 6 V, 12 V, 24 V, Kompaktleuchtstofflampen mit EVG und Schraub- oder Stecksockel, Hochdruck-Entladungslampen u. a. Für die Auswahl der Lampentypen sind mindestens zu berücksichtigen: elektrische Leistung, Lichtstrom, Lichtausbeute, Lichtfarbe, Lebensdauer, Sockelbauform. Orientierungswerte enthalten gleichfalls die von der Fördergemeinschaft Gutes Licht herausgegebenen Sonderhefte. Mit ihrer Kenntnis können die unverzichtbaren Herstellerkataloge gezielter bewertet werden. Lichttechnik Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 11 1044 direkt vorwiegend direkt gleichförmig vorwiegend indirekt indirekt Zuordnung von Leuchten zu den Gruppen A bis E: Lichtstärkeverteilungskurven (LVK) Lichtverteilung Leuchten Beleuchtungsniveau gering (ca. 50 lx) Glüh- oder Halogen-Glühlampe Leuchtstoff- oder Kompaktleuchtstofflampe mittel (ca. 100 lx) Glüh- oder Halogen-Glühlampe Leuchtstoff- oder Kompaktleuchtstofflampe Glüh- oder Halogen-Glühlampe Leuchtstoff- oder Kompaktleuchtstofflampe hoch ca. 300 lx)* 12 W/m2 3 W/m2 24 W/m2 6 W/m2 60 W/m2 15 W/m2 16 W/m2 4 W/m2 32 W/m2 8 W/m2 100 W/m2 25 W/m2 20 W/m2 5 W/m2 40 W/m2 10 W/m2 120 W/m2 30 W/m2 24 W/m2 6 W/m2 48 W/m2 12 W/m2 140 W/m2 35 W/m2 32 W/m2 8 W/m2 60 W/m2 15 W/m2 180 W/m2 45 W/m2 *) Für ein sehr hohes Beleuchtungsniveau verdoppeln sich die Angaben in dieser Spalte. Tafel Richtwerte für die elektrische Anschlußleistung (W/m2) für Innenräume im Wohnbereich Für die Außenbeleuchtung sind die einzelnen Werte um 50% zu erhöhen. (Quelle: FGL)
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Autor
- J. Krause
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