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Gebäudesystemtechnik

Busankoppler - Schnittstelle zum Design

ep8/2000, 1 Seite

Beim EIB ist es seit zehn Jahren selbstverständlich: die Busankoppler schaffen die Schnittstelle zur Designwelt der Schalterhersteller. Um diese Vielfalt auch der LON-Technologie zu erschließen gibt es erste LON-Busankoppler, die diese Schnittstelle jetzt ebenfalls ermöglichen - und das mit erhöhter Funktionalität, da die Prozessoren leistungsfähiger als die des EIB-Busankopplers sind.


Auch die moderne Gebäudeautomation stellt weiterhin den Menschen in den Mittelpunkt, indem der Nutzer über örtliche Bedienmöglichkeiten die Funktionalität manuell beeinflussen kann. Da diese Bedieneinheiten wie z. B. Schalter in vielen Fällen im sichtbaren Bereich des Gebäudes angeordnet sind, müssen auch dem Architekten und Planer Möglichkeiten bereitgestellt werden, Technik, Architektur und Design des Gebäudes in Einklang zu bringen. Die wichtigsten Hersteller von Schaltern unterstützen diese Forderung beim EIB, in dem sie im Design des jeweiligen Schalterprogramms sogenannte Anwendungsmodule anbieten, die auf Busankoppler gesteckt werden können. Der Busankoppler übernimmt hierbei die Funktion der Schnittstelle zwischen dem verwendeten Bussystem und der Funktion der Designoberfläche. Das Bussystem LON (Local Operating Network) gewinnt zunehmend gerade bei der Gebäudeautomation an Bedeutung, da für nahezu alle Gewerke von unterschiedlichsten Herstellern LON-Lösungen bereits vorhanden sind. Daher steigt auch hier der Bedarf an Designflächen der namhaften Schalterhersteller. Aus diesem Grund hat ELKA-Elektronik, Lüdenscheid, einen LON-Busankoppler entwickelt, der in der Standard-Unterputzdose montiert werden kann. Er ermöglicht es, dass die zahlreich vorhandenen EIB-Designflächen auch in LON-Anlagen genutzt werden können und erschließt so dem LON die Designwelt unterschiedlicher Hersteller. Im EIB wurden aufgrund der eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Busankopplers Funktionen in das Anwendungsmodul verlagert. Diese sind z. B. unter Stichwörtern wie „Multifunktion“ oder „Lichtszene“ in den Katalogen der Hersteller zu finden. Das im LON-Produkt genutzte Prozessorsystem ist wesentlich leistungsfähiger als dasjenige, welches im EIB-Busankoppler zum Einsatz kommt. Daher ermöglicht z. B. der LON-Busankoppler (Bild ) in Verbindung mit einem Tastsensor 4-fach die sogenannte Multifunktionalität, d. h. jedem Tastenpaar kann eine individuelle Funktion zugewiesen werden. Darüber hinaus kann im Gegensatz zum EIB bei Verwendung des LON-Busankopplers auch zusätzlich die Funktion „Lichtszene“ zugeordnet oder „Toggle-Betrieb“ (= EIN/AUS auf einer Taste) realisiert werden. Somit sind im LON die Anwendungsmodule „Multifunktion“ und „Lichtszene“ bedeutungslos. Neben den bisher aufgeführten Anwendungsmodulen werden im LON natürlich auch die sogenannten komplexen Module unterstützt. Diese findet man am Markt unter Bezeichnungen wie z. B. „Universal“ oder „Komfort“ mit und ohne IR-Schnittstelle. Nach Umstellung bei den Herstellern von Infrarot-Fernbedienung auf Instafunk werden zukünftig auch Instafunk-Komponenten in Verbindung mit LON nutzbar sein. Darüber hinaus ist auch die Verwendung von Bewegungsmeldern in den Ausführungen „Standard“ und „Komfort“ sowie von Einzelraumreglern möglich. Die Fa. ELKA-Elektronik beschränkt sich zunächst darauf, die Anwendungsmodule der Hersteller Berker, Gira und Jung zu unterstützen. Vor Auslieferung der Komponenten wird die Kompatibilität geprüft um sicherzustellen, dass die Funktion gewährleistet ist. Die Verwendung von Modulen anderer Hersteller kann nach technischer Prüfung projektbezogen auch möglich sein. Bedienpanel Noch eine Stufe weiter hinsichtlich Funktionalität und Designorientierung geht das Bedienpanel der Fa. Svea. Es vereint sowohl der Leistungsfähigkeit des LON als auch zeitlos dezentes Design in einem komfortablen Steuer- und Anzeigegerät. Übersichtlich angeordnete Tasten, Beschriftungsfelder und ein LC-Display mit Menüführung bieten dem Anwender ein übersichtliches Bedienkonzept. Je nach Anforderung stehen drei verschiedene Geräteausführungen zur Auswahl. Zum einen die LON Bedienpanel RCP 141 und RCP 241 mit 8 bzw. 18 Funktionstasten und Display, zum anderen das Bedienpanel RCP 80 mit acht Funktionstasten ohne Display. Den Funktionstasten können Szenen oder Einzelfunktionen zugeordnet werden. Diese Funktionen sind per Tastendruck direkt aufrufbar. Alle anderen Raumfunktionen lassen sich über das Display und die sechs Menütasten anwählen und steuern. Szenen kann der Anwender direkt am Gerät, ohne zusätzliche Software, einstellen. In einer Szene können unterschiedlichste Funktionen zusammengefasst werden, die beim Tastendruck gleichzeitig ausgeführt werden. So zum Beispiel Licht: Aus, Sonnenschutz: hoch, Lüftung: Stufe 1, Heizung: Standby, Medientechnik: Aus. Die im Display hinterlegten Texte sind frei programmierbar. Optional ist die Hintergrundbeleuchtung des Displays auch abschaltbar. Eintreffende Informationen werden auf Wunsch auch optisch signalisiert. Elektropraktiker, Berlin 54 (2000) 3 712 build.ing BUSANKOPPLER Schnittstelle zum Design Beim EIB ist es seit zehn Jahren selbstverständlich: die Busankoppler schaffen die Schnittstelle zur Designwelt der Schalterhersteller. Um diese Vielfalt auch der LON-Technologie zu erschließen gibt es erste LON-Busankoppler, die diese Schnittstelle jetzt ebenfalls ermöglichen - und das mit erhöhter Funktionalität, da die Prozessoren leistungsfähiger als die des EIB-Busankopplers sind. Das LON-Bedienpanel vereint komplexe Bedienfunktionen mit einem edlen Design LON-Busankoppler schaffen die Schnittstelle zwischen den komfortablen Design-Bedienoberfläche zur LON-Welt Busankoppler

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