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Gebäudesystemtechnik | Fortbildung

Buchvorstellung

ep8/2007, 1 Seite

R. Staub, R. Senn: "Marktstudie - Intelligentes Wohnen. Schweiz 2006 - 2008"


Intelligentes Wohnen R. Staub, R. Senn: Marktstudie - Intelligentes Wohnen. Schweiz 2006 - 2008. Gebäude Netzwerk Institut. Aarau: AZ Verlag 2006 (Bezug über: www.g-n-i.ch) Die Marktstudie konzentriert sich auf die Themengebiete: · Untersuchung des Wohnbau-Marktes anhand statischen Materials zur Abschätzung des Marktpotentials · Ermittlung des Kenntnisstandes zum intelligenten Wohnen und Einschätzung der Bedeutung desselben bei wichtigen Gruppen der Wohnbauwirtschaft auf der Basis einer Umfrage. An den Anfang stellen die Autoren die Klärung von Begriffen, wobei die Unterscheidung von aktiver und passiver Ausrüstung sowie die Definition von Ausbaustandards (Grundausbau, einfacher, mittlerer und hoher Ausbaustandard) eine gute Grundlage für weitere Arbeiten an dieser Thematik bietet. Die bei der Abschätzung des Marktpotentials regional gewonnenen Ergebnisse (z. B. Zunahme des Bestandes und der Wohnungsgröße) lassen sich nur in Grenzen verallgemeinern. Die Erkenntnis, dass künftig die Sanierung von Altbauten an Bedeutung gewinnt, ist davon allerdings ausgenommen. Die an Architekten, Generalunternehmen, Immobiliengesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften sowie System- und Fertighaushersteller gerichtete Umfrage liefert im Ergebnis ein äußerst differenziertes Bild und zuweilen auch ernüchternde Ergebnisse, wenn man z. B. die Bereitschaft zu Mehrkosten im Detail betrachtet. Ähnliches gilt für die Entwicklung der anteiligen Kosten der Elektroinstallation an den Gesamtkosten eines Hauses. Aber es lässt sich auch herauslesen, dass der gegenwärtige Informationsstand der Befragten doch erhebliche Lücken aufweist und dass der Multimedia-Verkabelung mindestens ebensolche Bedeutung zugemessen wird wie der Hausautomation. Hier ist ggf. ein Umdenken bei Planern und Installationsfirmen nötig. Der Einschätzung der Autoren, dass sich der Markt für das intelligente Wohnen von der Einführungs- hin zur Wachstumsphase bewegt, kann man nur zustimmen. Die auf 15 Seiten und in mehr als 25 Grafiken aufbereiteten Umfrageergebnisse sind ein wertvoller Fundus an Informationen für Gerätetechnik-Hersteller, Planer, Errichterfirmen und Systemintegratoren. H. Möbus ZEITSCHRIFTEN Hochspannungsnetz E. M. Kurscheid u. a.: Analyse des Regelleistungsbedarfs in Deutschland ew 106(2007)3, S. 20-23 Eine hohe Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung erfordert zu jedem Zeitpunkt die Übereinstimmung von Elektroenergieverbrauch und Elektroenergieeinspeisung. Dafür ist die sichere Deckung des Regelleistungsbedarfs unverzichtbar. Um den zukünftigen Regelleistungsbedarf abzuschätzen, wurde die von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern in den letzten Jahren in Anspruch genommene Regelleistung analysiert. Diese erwies sich als deutlich geringer als die theoretisch erwartete, maximal vorzuhaltende Regelleistung. Es werden die Ursachen der Abweichungen von Einspeisung und Verbrauch genannt, die neben Kraftwerksausfällen und Lastschwankungen auch bei Schwankungen der Windenergieeinspeisung liegen können. Auf die Verantwortung der Übertragungsnetzbetreiber der vier deutschen Regelzonen und ihre Aktivitäten für die Netzstabilität wird hingewiesen. Als detailliertes Untersuchungsgebiet wurde die Regelzone von Vattenfall gewählt, weil sie den höchsten Anteil installierter Windleistung an der gesamten innerhalb der Regelzone installierten Kraftwerksleistung aufweist. Die Darstellung und Bewertung der Ergebnisse von positiver und negativer Regelleistung zeigt über den Betrachtungszeitraum keine wesentlichen Veränderungen, obwohl ein ständiger Zubau der Windenergieanlagen erfolgte. In der Zusammenfassung wird festgestellt, dass die im Bereich von Vattenfall im Untersuchungszeitraum in Anspruch genommene positive Regelleistung annähernd konstant geblieben und die negative Regelleistung deutlich gesunken ist. Ursachen dürften in der Optimierung der Windprognose sowie des Beschaffungs-und Einspeisemanagements liegen. Weiterhin wird prognostiziert, dass die Schaffung einer deutschlandweiten Regelzone die in Anspruch zu nehmende Regelenergie insgesamt senken würde. Funknetze K.-D. Drossel: Mit Digitalfunk für eine reibungslose Kommunikation sorgen np 46(2007)3, S. 22-23 Seit 1995 ist Tetra als europaweit einheitliche Norm für unternehmens- und behördenspezifische Digitalfunkanwendungen etabliert, die neben überzeugenden technischen Vorteilen hohe Ausfallsicherheit bietet und bereits in vielen EU-Staaten angewendet wird. Es wird erläutert, warum sich Tetra besonders für Energieversorger eignet. Für EVU mit weiträumig verteilten technischen Anlagen bietet das digitale System entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Funkstandards, um auf Störungsfälle jederzeit schnell reagieren zu können. Es bestehen optimierte Kontrollmöglichkeiten und ein einfacher Systemzugriff. Schäden können frühzeitig ermittelt und schnell behoben werden. Hinzu kommen eine anwenderfreundliche Technik, eine einfach umsetzbare Systemerweiterung und weitere wirtschaftliche Vorteile. Vattenfall setzt ein Tetra-System bei der Fernüberwachung und Auslesung von Daten automatisierter Mittelspannungsnetze ein. Bei der Rhein Energie ist ein digitales Funknetz in Betrieb, das das gesamte Versorgungsnetz mit Sprachübermittlung und digitaler Datenübertragung abdeckt. A. Worgitzki Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 8 715 FORTBILDUNG BÜCHER EP0807-715-715 20.07.2007 11:50 Uhr Seite 715

Autor
  • H. Möbus
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