Elektrotechnik
2. Wasserstoff-Expo in Hamburg
ep12/2002, 1 Seite
Elektropraktiker, Berlin 56 (2002) 12 957 Branche aktuell Wachsende Messe Auf dem Hamburger Messegelände zeigten in diesem Jahr 118 Aussteller aus Europa, Japan und Nordamerika (2001: etwa 80) auf 4200 m2 Ausstellungsfläche den rund 5000 Besuchern einen Querschnitt durch die Welt des Wasserstoffs und seiner Anwendung. Auch das Rahmenprogramm erreichte mit insgesamt 36 Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen einen bemerkenswerten Umfang. Politischer Anstoß Zur Eröffnungsfeier wurde eine vom Fachbeirat der Messe erarbeitete „Agenda für die Politik“ vorgestellt und F. Schafhausen vom Referat Klimaschutz im Umweltministerium übergeben. Der Maßnahmenkatalog (Download unter www.h2expo.de) gibt der Bundesregierung einen Aktionsplan an die Hand, mit dem die gesellschaftliche Akzeptanz für das Thema erhöht und die Einführung wettbewerbsfähiger Produkte gefördert werden soll. Schülerforum Vom Messeveranstalter und der Stiftung „Jugend forscht“ wurde parallel zur Messe ein Schülerforum „Energieträger Wasserstoff“ organisiert. Hier wurden Schülern der Jahrgangsstufen 11 bis 13 in einem speziellen Vortragsprogramm Einblicke in eine nachhaltige Energieversorgung gegeben, für die die Wasserstofftechnik beste Voraussetzungen bietet. Auf einem Messerundgang konnten sich die Schüler über schon realisierte Umsetzungen bei der H2-Herstellung und -Verwertung informieren. Umfassender Querschnitt Neuheiten aus der Forschung (z. B. Weiterentwicklungen von BSZ-Membranen) waren ebenso zu begutachten wie fortgeschrittene technische Lösungen zur elektrolytischen H2-Gewinnung, zur verlustreduzierten Speicherung und zur Energieumsetzung in Brennstoffzellen (BSZ). Wieder zeigten Autohersteller die für viele eindrucksvollsten Exponate. BMW präsentierte z. B. sein serienreifes 7er-Modell mit H2-Verbrennungsmotor und einer BSZ für die Zusatzaggregate. Aus dem Bereich der Dienstleistungen sticht besonders der TÜV Nord mit seinem H2-Check hervor. Mit diesem wird die Betriebssicherheit von Wasserstoff-Anlagen festgestellt. Fehlende Hausenergie Die im letzten Jahr (s. ep 12/01, S. 956) präsenten Anbieter von Brennstoffzellen-Systemen zur Hausenergieversorgung wie Vaillant, Buderus und Sulzer Hexis waren dieses Mal nicht mit eigenen Ständen vertreten. Geräte dieser Firmen sind in umfangreichen Feldtests eingebunden, was an Ständen verschiedener regionaler Initiativen gezeigt wurde. Die großflächige Markteinführung der Systeme muss entgegen den Ankündigungen der Unternehmen nun wahrscheinlich doch noch 5 bis 6 Jahre warten, da in den Feldtests einige unvorhergesehene Schwierigkeiten auftauchten, beispielsweise bezüglich der Standzeit bestimmter BSZ-Stacks bei häufigem Lastwechsel. Schulungsmöglichkeiten Zahlreiche Anfragen aus dem Handwerk belegen das starke Interesse an entsprechender Weiterbildung. Dazu hat z. B. BMW aufwändig gestaltetes Informationsmaterial entwickeln lassen, das auch von Bildungseinrichtungen (z. B. EAZ Aalen) als Schulungsunterlage genutzt wird. Seit Kurzem besteht die Gelegenheit, sich an das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm (www.wbzu.de) zu wenden. S. Schröder 2. Wasserstoff-Expo vom 10. - 12-10.2002 in Hamburg „Gründerzeit“ beim Wasserstoff Zum zweiten Mal fand die laut Veranstalter weltgrößte Messe rund um das Thema der energietechnischen Anwendung des Wasserstoffs statt. Man konnte die Aufbruchstimmung spüren, die durchaus mit derjenigen aus der Anfangszeit moderner Windkraftnutzung oder der Photovoltaik vergleichbar ist. Die Schutzschalterreihe Xpole (Bild ) zeichnet sich durch einige interessante Details aus. Neue Klemmhilfen machen falsches Einklemmen bei LS- und Kombischalter unmöglich, spezielle Klemmenbezeichnungen erhöhen die Sicherheit bei der Montage, Ein- und Aus-Positionsstellung kann plombiert werden, die Nennstromstärke ist durch farbige Knebel deutlich erkennbar, dies gilt auch für die große Kontaktstellenanzeige. Darüber hinaus sorgt die Schutzklasse IP 20 für erhöhte Berührsicherheit. Ein tristabiler Rastschieber ermöglicht den Aus- und Einbau der Schalter ohne Aufschrauben und Entfernen der Stromverschienung des gesamten Schalterverbundes. Die Bauhöhe von 80 mm sorgt für ausreichenden Verdrahtungsraum und auch die aufschnappbaren Zusatzgeräte sowie die beidseitige Verschienbarkeit erhöhen die Montagefreundlichkeit. Der Netzabkoppler (Bild ) erkennt automatisch, wenn der letzte Verbraucher in einem Stromkreis abgeschaltet wird und koppelt diesen Stromkreis dann vom Netz ab, um störende Wechselfelder zu verringern oder zu vermeiden. Die abgekoppelte Leitungsanlage wird mit einer 230-V-Niederstrom-Gleichspannung überwacht. Sobald ein Verbraucher wieder eingeschaltet wird, erfolgt die automatische Netzankopplung. Für den Betrieb sind keine zusätzlichen Grundlastelemente erforderlich. Über einen Handschalter am Gerät erfolgen die Einstellungen „Dauer EIN“ oder „Automatikbetrieb“. Eine Funktionsanzeige gibt die augenblickliche Schaltstellung an. So kann von der Verteilung aus der ordnungsgemäße Betrieb überprüft werden. Darüber hinaus hat die Funktionsanzeige eine weitere Aufgabe: Wird das Gerät beim Anschluss versehentlich verpolt, so wird dies über eine blinkende Funktionsanzeige signalisiert. Die Plattendecken-Großdose 105 (Bild ) für die Plattendecken-Werksfertigung wurde neu ins Lieferprogramm aufgenommen. Ihre geringe Bauhöhe - 10 mm niedriger als die bisherigen Ausführungen - ermöglicht den Einsatz in Decken mit niedriger Bewehrung. Bei einer Einbauhöhe von 105 mm kann sie bereits in Plattendecken mit Gitterträgerhöhen ab 110 mm eingebaut werden. Die zweiteilige Plattendecken-Großdose 105 wird vorzugsweise mit Heißkleber oder mit einer ablösbaren Klebefolie auf dem Schaltisch befestigt. Schnellverschlussdeckel und integrierte Leuchthaken-Verschraubung gehören zu den konstruktiven Details, die die neue Dose besonders praxisgerecht und anwenderfreundlich machen. ALPHA-Installationsverteiler bieten maximale Flexibilität durch Plattformtechnik. Die modularen Systemschränke lassen sich einfach planen, kalkulieren, bestellen und montieren. Alpha 400-DIN und ALPHA 630-DIN sind auch als raumsparende „Flat Packs“ zur Selbstmontage erhältlich (Bild ). Die Verteiler sind für die verschiedenen Einsatzbereiche ideal aufeinander abgestimmt. Basis der Baureihe ist das Plattformkonzept, das mit wenigen Standardbauteilen eine Vielzahl projektbezogener Einbauvarianten ermöglicht. Auf die Plattform (Tragplatte der Rückwand) werden konsequent alle Einbausätze, Schnellmontagebausätze (SMB) und Funktionen aufgebaut. Einbau- bzw. Schnellmontagesätze können in der Werkstatt ohne störende Gehäuseteile auf der Plattform bestückt und vorverdrahtet werden. Erst zum Schluss wird bei Bedarf die Verkleidung montiert. Schlüssellochbefestigung und leicht wechselbare Schnellverschlüsse erleichtern zusätzlich die Montage der SMBs. Die ALPHA-Installationsverteiler gibt es in Schutzarten IP 31 bis IP 55. Der ALPHA 160-DIN Wandverteiler (140 mm Bautiefe) dient als Installationsverteiler (Unterverteiler) zur Bestückung mit Installationseinbaugeräten nach DIN 43 880. Er schließt da an, wo Kleinverteiler nicht mehr ausreichend Platz zur Bestückung und Verdrahtung bieten. Mit einer Bautiefe von 210 Millimetern ermöglicht der ALPHA 400 DIN-Wandverteiler den Einbau von LS-Schaltern bis 400 A und Sicherungslasttrennschalter bis zur Größe 2. Standardmäßig sind Zwei-Komponenten-Flansche oben und unten Ein-Kompnenten-Flansche montiert. Der ALPHA 630-DIN - Standverteiler für den Zweck- und Industriebau - bietet Bestückungsmöglichkeiten von Installationseinbaugeräten bis hin zu 630-A-LS-Schaltern.
Autor
- S. Schröder
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