Rechtssichere Dokumentation elektrischer Anlagen

Revisionsunterlagen bei der Abnahme an den Betreiber übergeben

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Lückenlose Dokumentation elektrischer Anlagen schafft Rechtssicherheit für 
den Betreiber. Daher ist es wichtig, nach dem Errichten elektrischer Anlagen 
den Ist-Zustand zu dokumentieren, die Revisionspläne zu erstellen und bei der Abnahme dem Auftraggeber auszuhändigen.

Eine der am häufigsten gestellten Frage hierbei ist, welchen genauen Inhalt und Umfang die an den Betreiber/Auftraggeber zu übergebenden Unterlagen bei der Abnahme einer elektrischen Anlage aufweisen müssen.

Rechtssicherheit 
für den Betreiber

Dieser Nachweis ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Betreiber die geforderte technische Sicherheit der elektrischen Anlage und das Einhalten der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewährleisten kann.

Die Qualität von Revisionsunterlagen zur Dokumentation des aktuellen Zustandes einer elektrischen Anlage gewinnt für Eigentümer und Betreiber zunehmend an Bedeutung. Diese Dokumente dienen der Erläuterung der Funktion elektrischer Schaltungen oder deren Leitungsverbindungen und vermitteln Angaben für den Erhalt elektrischer Einrichtungen. Zudem ist aus der Anlagendokumentation ersichtlich, ob die Lieferung vertragsgemäß erfolgte. Der Betrieb und die Lebensdauer von technischen Anlagen in Gebäuden werden immer mehr aus einem betriebswirtschaftlichen Blickwinkel betrachtet. Schlüssel dieser Betrachtung ist eine durchgängige Dokumentation – von der Planung, über die Ausführung, bis zur Abnahme und zur anschließenden Übergabe an den Betreiber.

Übersichtlich gestaltete und komplette Revisionsunterlagen sind für den Betreiber, für Sachverständige und für weiterführende Maßnahmen anderer Gewerke und Firmen von großer Bedeutung. Betriebs- und Wartungsanleitungen sowie Instandhaltungsanleitungen und allgemeine Beschreibungen der gelieferten Teile sind ein wichtiger Punkt im Hinblick auf einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb der Anlage.

Elkonet-Seminar

In diesem Elkonet-Seminar werden nicht nur die dabei zu beachtenden Normen einer lückenlosen Dokumentation aufgezeigt, erläutert und die praktische Umsetzung besprochen. Die Teilnehmer erhalten darüber hinaus Informationen dazu, welche Unterlagen der Auftraggeber dem Architekten, dem Planungsbüro und den Lieferanten der ausführenden Elektroinstallationsfirma zur Verfügung stellen muss sowie welche Unterlagen für die Abnahme, Dokumentation und die Revision erforderlich sind.

Inhaltliche Schwerpunkte (auszugsweise)

  • Wie muss eine rechtssichere Dokumentation aufgebaut sein und welche Unterlagen gehören dazu?

  • Gesetze, Normen, Vorschriften, Checklisten

  • Fortschreibung der Ausführungsplanung

  • Dokumentation von sicherheitstechnischen Anlagen, Brandschutzmaßnahmen

  • Wiederholungsprüfungen durch Prüfsachverständige und dabei erkannte Mängel, Zusammenstellung von Produktunterlagen und Zulassungen (Muster-Prüfprotokoll, Auszug).

Normenwissen auf aktuellem Stand. Die Elkonet-Dozenten erläutern anhand der Regelwerke (DIN/VDI/VOB) und Beispielen aus dem alltäglichen Betrieb, welche Revisions- und Bestandsunterlagen und wie diese praxisorientiert zusammengestellt werden: Denn Eigentümer und Betreiber müssen für das Erarbeiten von Wartungs- und Instandhaltungskonzepten aussagefähige und rechtssichere Dokumente zur Verfügung haben.

Zielgruppen und Abschluss. Das Elkonet-Seminar wendet sich vor allem an Errichter, Betreiber, Instandhalter und Planer von elektrischen Niederspannungsanlagen, Elektrofachkräfte aus Handwerk, Verwaltung und Industrie. Die Elkonet-Schulungsstätten geben am Ende eine Teilnahmebestätigung mit Angabe der Seminarinhalte au


Bilder:


(1) Muster-Prüfprotokoll (Auszug) - Mit freundlicher Genehmigung des ZVEH (Quelle: ZVEH)

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