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Luftbild des PSW Wendefurth
Energietechnik/-Anwendungen | Regenerative/Alternative Energien

Wiederinbetriebnahme des Vattenfall-Pumpspeicherwerks Wendefurth

04.09.2014

Nach mehr als zweijähriger Revision wurde Ende Juli das Vattenfall-Pumpspeicherwerks (PSW) Wendefurth im Harz wieder in Betrieb genommen. Damit steht es für die kommenden 40 Jahre als Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien und für die Netzstabilität zur Verfügung.

Pumpspeicherwerke spielen für die Energiewende eine entscheidende Rolle für die Netzstabilität. Sie helfen, Schwankungen der stark anwachsenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Durch ihre sehr hohen Reaktionsgeschwindigkeiten tragen PSW maßgeblich zur Sicherheit und Stabilität des deutschen Stromnetzes bei. Sie sind die derzeit einzigen im großtechnischen Maßstab verfügbaren Speicher für überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien. Zudem gehören PSW zu den wenigen Anlagen, die schwarzstartfähig sind. Das bedeutet, dass PSW im Falle flächendeckender Stromausfälle ohne Hilfe von außen Strom erzeugen und so eine geregelte Stromversorgung im Land wieder aufbauen können.
 
Die langfristige Wirtschaftlichkeit der Pumpspeicher in Deutschland hängt maßgeblich von den regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Dafür bedarf es entsprechender  Änderungen von Seiten des Gesetzgebers, da bestehende Pumpspeicher durch die Belastung durch Netznutzungsentgelte auf Pumpstrom wirtschaftlich benachteiligt sind, was ihrer Rolle als Speicher für die weiter wachsenden erneuerbaren Energien sowie als Garant für die Netzstabilität nicht entspricht.