Aus dem Facharchiv: Lernen & Können
Werkstoffkunde – Elektrische Isolierstoffe – ein Überblick (9)
Isolierwerkstoffe gelten in der Elektrotechnik als nichtleitendes Material, das nur eine extrem geringe und somit vernachlässigbare elektrische Leitfähigkeit hat. Isolierstoffe werden in der Elektrotechnik u. a. dafür verwendet, den elektrischen Stromfluss zwischen spannungsführenden Teilen zu begrenzen.
Anwendung in der Elektrotechnik:
• Isolatoren,
• Sicherungselemente.
Steatit
Steatit wird aus gemahlenem Speckstein (Magnesiumsilikat) durch Pressen und Sintern hergestellt.
Eigenschaften:
• sehr gut Maßgenauigkeit,
• sehr geringe dielektrische Verluste,
• doppelte Zug- und Druckfestigkeit gegenüber Porzellan.
Anwendung in der Elektrotechnik:
• Sockelteile in Schaltern, Steckdosen und Sicherungselementen,
• Trägermaterial für Drahtwiderstände,
• Heizwendelkern.
Glas
Bei der Herstellung von Glas wird Quarzsand mit Soda, Pottasche, Natriumsulfat und Kalkstein gemischt und erhitzt. Dabei wird aus einer zähen Flüssigkeit durch Ziehen, Pressen, Walzen und Blasen die gewünschte Form hergestellt.
Eigenschaften:
• transparent,
• hart, spröde,
• guter Isolator bis etwa. 700 °C (Quarzglas bis 1 000 °C)
• durch Zusätze lassen sich UV- und Lichtbrechung verändern,
• kriechstromfest,
• hohe Durchschlagsfestigkeit.
Anwendung in der Elektrotechnik:
• Glühlampen, Röhren und Lampenkolben,
• Quarzglas wird vor allem bei Lampenkolben mit hohen Drücken und Temperaturen sowie UV-Anteilen verwendet (z. B. Brenner von Hochdruckdampflampen).
Autor: K.-H. Bleiß
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