Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
LED-Licht: Von der Innovation zum Stand der Technik (2)
Die Effizienz-Debatte ist „durch“. Nachdem wir es geschafft haben, dass sich nur noch effiziente Leuchtmittel und Beleuchtungstechniken auf dem Markt befinden – ob nun durch Mode, auf Grund von EU-Verordnungen oder doch tatsächlich aus Vernunft – kann man sich endlich den anderen (grundlegenden) Eigenschaften des Lichts zuwenden.
Nun endlich sind Leuchtmittel verfügbar, die es u. a. auch ermöglichen, die vorhandenen Systeme auf sehr effiziente Lichtquellen umzurüsten. Die kompletten Leuchtmittel mit integrierten Reflektoren lassen sich jetzt durch LED-Lampen ersetzen. So kostete die Umrüstung von 17 Strahlern zu je 35 W auf LED-Lampen von je 7 W in einem zum Arbeitszimmer ausgebauten Kellerraum zwar etwa 50 €, spart dort jedoch auch jedes Jahr rund 50 €. Gleichzeitig erscheint der Raum nach Eindruck der Bewohner – ohne dass ein objektiver Messwert vorläge – deutlich heller als zuvor (dazu in einem folgenden Teil später noch mehr). Über die Energie-Einsparung hinaus werden in solchen Fällen die unter Umständen zerstörerischen Auswirkungen hoher Temperaturen zwangsweise vermieden.
Auch die einzelnen steckbaren kleinen „Birnchen“ lassen sich nun durch LED-Lämpchen ersetzen. Die LED-Lämpchen mit GU4- oder GU5,3-Stiftsockel sind dabei nicht wesentlich größer als die Halogenglühlampen, die sie ersetzen sollen – etwas größer aber eben doch, sodass man auf die Abmessungen achten und im Einzelfall prüfen muss, ob der Ersatz (z. B. in Bild 3) gelingen wird. Hier nämlich passt das LED-Leuchtmittel 1 W nicht als Ersatz für die Halogenglühlampe 5 W in das dekorative Glasrohr.
Autor: S. Fassbinder
Literatur:
[5] www.krucker.ch/Skripten-Uebungen/AnSys/ELA4-D.pdf und viele andere Fundstellen, wenn man im Internet nach „LED“ und „Temperaturspannung“ sucht.
[6] Fassbinder, S.: „Ersatz von Halogenspots durch LED-Leuchtmittel.“ Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 11, S. 938.
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