Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Energiespeicher im Gewerbe (2)
Im Rahmen der europäischen Energiewende spielt der Ausbau moderner Energiespeicher eine stetig wachsende Rolle. Seit einigen Jahren entwickelt sich insbesondere in Deutschland der Markt für stationäre Batterien in zahlreichen Anwendungsfeldern rasant weiter.
Die vorliegende Form des Lastprofils kommt einem Speichereinsatz sehr entgegen: Die jeweils nur kurzen, vereinzelt auftretenden Spitzen können bereits mit einer vergleichsweise kleinen Batterie „abgefahren“ werden, darüber hinaus besteht zwischen den Einsatzzeiten ausreichend Zeit zum Wiederaufladen der Batterien.
Tatsächlich würde im dargestellten Fall rein rechnerisch bereits ein Batteriespeicher mit gerade einmal 4 kWh ausreichen, um die angestrebte Spitzenlastreduzierung zu erreichen und die Jahresbenutzungsdauer dabei von knapp 4 700 Stunden auf über 5 300 Stunden gesteigert werden.
Um die Strombelastung der Batterie zu reduzieren und eine gewisse Kapazitätsreserve zu schaffen, würde man in der Realität jedoch für die angestrebten 12 kW Ausgangsleistung je nach verwendetem Batterietyp eher eine Kapazität von 8 bis 12 kWh wählen.
Autoren: K. Kairies, D. Haberschusz, J. Figgener
Literatur:
[4] Kairies, K.-P.; Figgener, J.; Haberschusz, D.: Energiespeicher im Gewerbe – Teil 1: Einsatzmöglichkeiten und Überblick. Elektropraktiker Berlin 73 (2019) 8, S. 606 – 608.
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