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Fahrzeugausrüstung | Nutzfahrzeuge

Verkehrssicherheit: Automatisches Bremssystem für Autos

Die EU tritt auf die Bremse

01.02.2017

Die EU-Kommission schlägt vor, neue Pkw mit einem automatischen Bremssystem auszurüsten. Überschreitet der Fahrer die erlaubte Geschwindigkeit, bremst der Wagen ab. Das kommt bei den Autofahrern nicht gut an – die Kommission rechnet mit Protest.

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Was plant die EU-Kommission?

In jeden Pkw soll ein System eingebaut werden, mit dem das Auto automatisch auf die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit abbremst, sobald sie überschritten wird (hier das EU-Dokument zum Download).

Das System namens Intelligent Speed Adaptation (ISA) kann beispielsweise die automatische Verkehrszeichenerkennung für Head-Up Displays verwenden. BMW projiziert heute schon die erlaubte Geschwindigkeit auf die Frontscheibe, allerdings nur zur Information für den Fahrer.

Das Abbremsen soll sich nach den Vorstellungen der EU-Kommission ausschalten lassen, um Überholvorgänge zu ermöglichen.

Warum soll die Technik eingeführt werden?

In den EU-Staaten starben 2015 insgesamt ca. 26.000 Menschen im Straßenverkehr. Tödliche Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit gehören zu den Hauptursachen.

Die EU schätzt, dass sich die Zahl der Verkehrstoten durch ein automatisches Bremssystem um bis zu 37 Prozent reduzieren lässt.

Wann plant die EU die Einführung?

Nach dem jetzigen Entwurf soll das automatische Bremssystem ab Ende 2020 für neue Fahrzeugtypen eingeführt werden. Ab 2022 würde das System für alle Neuwagen verpflichtend sein.

Wie realistisch ist der Plan der EU-Kommission?

Bei den EU-Bürgern wird das automatische Bremssystem vermutlich auf Ablehnung stoßen. Das gibt die EU-Kommission in ihrem Dokument unumwunden zu.


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Autor
Name: Jürgen Winkler