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Gefälschte Elektroteile beschlagnahmt
Zollfahnder stellen mehr als eine Million Halbleiter-Plagiate sicher

In zwölf Ländern, darunter Deutschland, zogen Fahnder in einer europaweit angelegten Aktion mehr als eine Million gefälschter Halbleiter aus dem Verkehr. Die Bauteile stammen aus Asien.

Zoll

Dioden, LEDs, Transistoren und integrierte Schaltkreise, die vor allem aus China und Hongkong nach Europa importiert werden sollten, beschlagnahmten die Ermittler in einer zwei Wochen andauernden Razzia. Koordiniert wurde die Aktion vom niederländischen Zoll.

Die Halbleiter-Plagiate stammten laut Behörde nicht von den ausgewiesenen Herstellern oder besaßen falsch ausgezeichnete, ältere Chips in veränderten bzw. gefälschten Gehäusen. Die Bauteile funktionieren in der Regel nicht innerhalb der ausgewiesenen Spezifikationen, die sie ab Werk erfüllen sollten. Das kann bei Spannungsgrenzen oder Temperatur- und Leistungsbereichen schadhafte Auswirkungen auf Systeme haben, in denen sie verbaut werden.

Wenn die nachgemachten Elektroteile Computersysteme beschädigen, kann dies unter Umständen Menschenleben gefährden, teilte das EU-Amt zur Betrugsbekämpfung (Olaf) in Brüssel mit. Einige der sichergestellten Plagiate waren für Lkws, Flugzeuge und chirurgische Instrumente bestimmt.

Die Halbleiter wurden vor allem über Postdienste und Expresskuriere in die EU gebracht. Nach Angaben der EU-Behörde sorgen Produktfälschungen zudem für große finanzielle Einbußen bei der europäischen Industrie.

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