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Elektromobilität: Hochleistungsladesäule von Siemens
Zehn Minuten laden – 100 Kilometer fahren

Zu den Kritikpunkten an der Elektromobilität zählen die zu langen Ladezeiten. Für den Erfolg der E-Mobilität ist deshalb eine effiziente Ladetechnologie entscheidend. Siemens stellt eine Schnellladesäule vor, die den Ladevorgang radikal verkürzt.

Siemens Schnellladesäule

Ladecontroller ECC3000 (Bild: Siemens)

Die Umstellung vom klassischen Verbrenner auf Elektromobilität benötigt neben Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen eine komfortable und sichere Ladeinfrastruktur. Für den Kunden ist es dabei nachrangig, welche Technologie zur Aufladung seines Elektroautos an der Ladesäule verwendet wird. Dauer und Einfachheit des Ladevorgangs sind für ihn von größerer Bedeutung.

Großer Bedarf an Schnellladesäulen

In der Bundesrepublik gibt es momentan 100 Schnellladepunkte für Elektroautos. Bis zum Jahr 2020 sollen nach dem Willen der Bundesregierung etwa eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Um dieses Ziel zu erreichen, werden für den Zeitraum von 2017 bis 2020 nach einem Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) ca. 5.700 weitere Schnellladepunkte benötigt.

Zehn Minuten Ladezeit für eine Reichweite von 100 Kilometern

Siemens will diese Lücke besetzen. Der Konzern stellte eine neue Generation von Hochleistungsladesäulen vor. Bei einer Leistung von 150 Kilowatt und einer Spannung von bis zu 920 Volt können Elektrofahrzeuge aufgeladen werden. Nach Herstellerangaben sei es demnach möglich, bei einer Ladezeit von weniger als zehn Minuten eine Reichweite von mehr als 100 Kilometer zu erreichen.

Der Ladecontroller ECC3000 von Siemens kann bis zu drei Elektroautos der gängigen Ladestandards CCS, CHAdeMo und Typ 2 gleichzeitig laden. Zum Vergleich: Ein Test der Zeitschrift Auto Bild zeigte, dass man derzeit an einer öffentlichen Standardladesäule einen VW E-Golf fast vier Stunden laden muss, um eine Reichweite von 100 Kilometern zu erreichen.

Schnelle Ladeleistung durch hauseigene Software

Die extrem schnelle Ladeleistung wird durch aufeinander abgestimmte Hard- und Software der Industriekomponenten und des Ladecontrollers gewährleistet. Bei höchster Daten- und IT-Sicherheit ermögliche die Software den Anschluss an nachgeschaltete Lademanagementsysteme von Betreibern. Zudem gestatte eine weitere Software von Siemens (Sinema Remote Connect) den Fernzugriff auf die Ladesäule. Durch die schnelle Datenanalyse können vorbeugend Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Über den Preis der Hochleistungsladesäule machte Siemens keine Angaben. Ebenso unklar bleibt, wann und wo die Säulen aufgestellt werden sollen. 

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