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Erneuerbare Energien
Wohin mit den alten Windrädern?

Was passiert mit Windrädern, wenn sie ausgedient haben? Die Entsorgungsfrage ist noch nicht komplett geklärt, doch einige spannende Ideen gibt es bereits.

Symbolfoto

Fast 26.000 Windräder stehen mittlerweile in Deutschland (Angaben der Deutschen „Windguard GmbH: Stand 2015). Nach 20 Jahren haben sie in der Regel ausgedient, denn zu diesem Zeitpunkt endet die Vergütung nach dem Gesetz für den Ausbau erneuerbare Energien (EEG).

Windräder, die um die Jahrtausendwende gebaut wurden, erreichen ihr Ablaufdatum in den kommenden Jahren. 2015 mussten in Deutschland bereits 250 Windkrafträder entsorgt werden. Für die Zeit ab 2020 rechnet man jedoch sogar mit Abbauzahlen im vierstelligen Bereich.

Wer trägt die Rückbaukosten?

Die Türme der Windkraftanlagen lassen sich relativ einfach recyceln. Sie bestehen überwiegend aus Stahlbeton oder Stahl. Auch die Metalle, die für die Herstellung der Maschinengondel, den Generator sowie für die Befestigung einzelner Bauteile verwendet werden, können problemlos wiederverwertet werden.
Die Kostenfrage ist geklärt. Die Betreiber müssen die Anlagen nach dauerhafter Aufgabe zurückbauen und auch die damit verbundenen Kosten tragen. Qualitativ hochwertige Anlagen oder Anlagenteile werden anschließend oftmals vom Betreiber verkauft und kommen auf dem internationalen Zweitmarkt zum Einsatz.

Ein zweites Leben für die Rotorblätter

Problematisch ist in vielen Fällen die Entsorgung der Rotorblätter. Die der älteren Generation bestehen in der Regel aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). Sie können zu Ersatzbrennstoffen aufbereitet oder klein gehäckselt und zu Produkten wie Zement verarbeitet werden, der anschließend zum Beispiel für die Herstellung von Parkbänken dient.

Die Qualität ist allerdings nicht besonders gut, die Kosten für die Produktion sind gleichzeitig sehr hoch, meint der Designer Cesaré Peeren. Die neue Generation von Rotorblättern wird außerdem aus kohlefaserverstärkten Kunststoffasern (CFK) gefertigt. Deren Entsorgung ist bisher nicht geregelt.

Peeren – Spezialist im Umfunktionieren – fertigt Parkbänke aus alten Rotorblättern. Sie sind wetterbeständig, ergonomisch und stabil und somit bestens für ein zweites Leben im Park geeignet. Der Nachhaltigkeitsfan hatte noch eine andere Idee. Vor zehn Jahren baute er im niederländischen Terneuzen einen Spielplatz aus fünf Rotorblättern. Für die Kinder aus den umliegenden Wohnblocks ist es ein ganz besonderer Abenteuerspielplatz. Die umfunktionierten Rotorblättern laden zum Wippen, Rutschen, Verstecken oder einfach nur zum Relaxen ein.

Spannende Ideen, die zum Beispiel auch in Deutschland Schule machen könnten.  Bushaltestellen, Parkbänke, Spielplätze oder Fußgängerbrücken, die sich aus Rotorblättern bauen lassen, werden auch hierzulande immer gebraucht.

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