Anzeige

Frequenzumrichter: Schäden an Kondensatoren vermeiden
Wisag formiert Umrichter vor Ort

Um Ausfallzeiten bei Maschinen zu verhindern, werden Frequenzumrichter oft über längere Zeiträume als Ersatzteile gelagert. Wenn sie allerdings über ein Jahr außer Betrieb sind, müssen sie formiert werden, sonst wird der Kondensator beschädigt. Wisag bietet diesen Service vor Ort an.

Wisag: Mobile Formierung

Formierung auf Knopfdruck (Bild: Wisag)

Dr. Jürgen Lelito, Geschäftsführer bei Wisag, berichtet: "Unserer Erfahrung nach sind fünfundzwanzig Prozent der Umrichter im Bedarfsfall nicht einsetzbar", erklärt Dr. Jürgen Lelito, Geschäftsführer der WISAG Elektrotechnik Holding GmbH & Co. KG. "Bei spannungsfrei eingelagerten Umrichtern werden die Isolationsschichten der Elektrolytkondensatoren abgebaut. Je länger die Lagerdauer, desto geringer ist die Oxidschicht und damit die Sperrwirkung des Kondensators."

Gefahr nach Umrichtertausch

Bei der Wiederinbetriebnahme eingelagerter Umrichter wird beim Hochfahren der Anlage die Betriebsspannung nicht langsam und kontrolliert erhöht, sondern der Umrichter erhält sofort die volle Betriebsspannung. Durch die fehlende Isolationsschicht der Umrichter erhitzen sich die Kondensatoren schlagartig. Im schlimmsten Fall platzt oder explodiert der Kondensator. Der dabei entstehende Schaden ist oft immens und reicht von Defekten an benachbarten Bauteilen bis hin zu völlig zerstörten Umrichtern. Auf jeden Fall führt dies zu einem verlängerten Ausfall der Anlage.

Wisag bietet deshalb die regelmäßige Formierung der Kondensatoren bei eingelagerten Frequenzumrichter an. Damit wird das Risiko der Beschädigung auf ein Minimum reduziert. Der Status wird dokumentiert, und im Störungsfall steht ein gewartetes Ersatzteil bereit.

Vor-Ort-Service

Einzelne Kondensatoren können eingeschickt werden. Der Transport von Umrichtern höherer Spannungsbereiche ist ungleich aufwendiger. Erst recht wird niemand sein komplettes Lager zur Überprüfung versenden. Wisag nimmt die Formierung vor Ort mit einem mobilen System vor. Die Aufbereitungszyklen hängen dabei vom Hersteller und Typ sowie von der Lagerdauer ab.

"Wir können die ursprünglichen Bauteileigenschaften wiederherstellen, indem wir eine Gleichspannung an den Elektrolytkondensator anlegen", erklärt der Geschäftsführer den Vorgang. "Dabei wird die Oxidschicht langsam wieder aufgebaut und der Isolationswiderstand steigt. Die besondere Herausforderung ist, das Formierungssytem gemäß Hersteller und Typ so einzustellen, dass die Formierungsspannung nur langsam erhöht wird und dabei der Ladestrom kontrolliert steigt. Um Unfälle zu vermeiden, sollte die Formierung daher ausschließlich von speziell geschultem Fachpersonal vorgenommen werden."

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Die Sieb & Meyer AG integriert in ihre SD2x-Serie eine nützliche Funktion serienmäßig: Ein Lastindikator sorgt für die Zustandsüberwachung des Wirkstromes von Bearbeitungsspindeln. Der Lastindikator meldet sich, sobald eine vorab eingestellte...

Weiter lesen

Schneider Electric liefert mit der Dreiphasen-USV einen kompakten Stromschutz. Würth stellt eine kabellose Stromversorgung für Entwickler vor.

Weiter lesen

Francois Beneteau verstärkt ab sofort das Vertriebsteam der SLAT GmbH im Außendienst. Er wird seine Tätigkeit im Nordwesten Deutschlands ausüben.  

Weiter lesen

Chinesische Investoren wollen zwei ehemalige Osram-Werke in Deutschland schließen. Die zwei weiteren deutschen Standorte müssen mit einem deutlichen Personalabbau rechnen. Nach Angaben des Unternehmens sollen rund 1.300 von den etwa 2.300...

Weiter lesen

Intelligent modernisieren E-Masters startet TV-Kampagne

Im November 2017 wird E-Masters mit vier Werbespots auf 15 Fernsehsendern zu sehen sein. Endverbraucher sollen für das Thema "Intelligent modernisieren" sensibilisiert werden.

Weiter lesen
Anzeige