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++ News +++ Steuerung von Windkraftanlagen
Weshalb stehen Windenergieanlagen still?

Gemeinhin ist bekannt, dass Windenergieanlagen stillstehen, damit das Stromnetz nicht überlastet wird. Stimmt das?

Bild: engel.ac/stock.adobe.com

Der VDI fragte beim Bundesverband Windenergie nach:

„Wenn einzelne Abschnitte eines Verteil- oder Übertragungsnetzes überlastet sind und ein solcher Engpass die Versorgungssicherheit bedroht, werden diese Erzeugungsanlagen im betreffenden Netzgebiet abgeschaltet. Windenergie wird durch die Netzbetreiber häufiger als andere Erzeuger geschaltet, weil sich die Anlagen mit einer schnellen Wirksamkeit regeln lassen.“

Wie geht das vonstatten?
„Der überwiegende Teil der Abregelungen wird auf Ebene des Übertragungsnetzes verursacht. Die Abregelungen an sich finden jedoch überwiegend im Verteilnetz statt, wo viele EE-Anlagen angeschlossen sind.“

Welchen Konsequenzen hat das für die Betreiber?
„Generell ist, besonders in der aktuellen Situation, jede Kilowattstunde Stroms aus erneuerbaren Energien, die nicht genutzt wird, eine Kilowattstunde zu viel. Erneuerbare Energien wirken am Strommarkt preissenkend und können durch Ihre Flexibilität auch Spitzen im Stromnetz ausgleichen.“ Daher sei es wichtig, dass man den erzeugten Strom auch tatsächlich nutzt. Ohnehin sollte man aus energie- und volkswirtschaftlicher Sicht daran denken, dass Anlagen errichtet worden sind, damit sie Energie erzeugen und diese bereitstellen. Darüber hinaus kann Windenergie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, grünen Wasserstoff herzustellen.

Und gibt es weitere Ursachen dafür, weshalb Windenergieanlagen stillstehen?
Ja, die gibt es. Neben einer drohenden Überlastung des Stromnetzes zählen dazu unter anderem die folgenden Punkte:

  • Während eines Sturmes, der mit extremen Windgeschwindigkeiten dahersaust, „werden die Anlagen heruntergeregelt und die Rotoren aus dem Wind gedreht, damit keine mechanischen Schäden entstehen“.
  • Im Rahmen der Genehmigungen zur Errichtung der Anlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) gibt es Auflagen, die unter anderem zum Abschalten einer Anlage führen können. So etwa während der Brut- und Ausflugszeiten von Vogel- und Fledermauspopulationen, also wegen des Tierschutzes. Ähnliche Auflagen gibt es in manchen Fällen aus Gründen des Schallschutzes.
  • „Zum Schutz von Anwohnern werden Anlagen ebenfalls abgeschaltet, wenn sie bei tiefstehender Sonne länger als 30 Minuten am Tag Schatten auf anliegende Wohngebäude werfen könnten.“
  • Und selbstverständlich müssen Techniker ab und an auch Windenergieanlagen warten oder defekte Teile reparieren, weswegen das System auch komplett abgeschaltet werden muss.

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