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Normen und Vorschriften
Wechselstrom-Elektrizitätszähler – Besondere Anforderungen

Stimmt die letzte Stromrechnung? Wenn alles mit rechten Dingen und nach der entsprechenden Norm für Elektrizitätszähler geht, sollte es da keine Zweifel geben.

(Foto: Sashkin/stock.adobe.com)

DIN EN 62053-11 2017-08 (VDE 0418-3-11)

Wechselstrom-Elektrizitätszähler – Besondere Anforderungen – Teil 11: Elektromechanische Wirkverbrauchszähler der Genauigkeitsklassen 0,5, 1 und 2

Diese Norm gilt für neu hergestellte elektromechanische Wirkverbrauchszähler der Genauigkeitsklassen 0,5, 1 und 2 zur Messung des Wechselstrom-Wirkverbrauchs in 50-Hz- oder 60-Hz-Netzen. Weiter beschreibt die Norm die Betriebsanzeigen und die Prüfausgänge des Zählers. Falls dieser ein Messteil für mehr als eine Energieart besitzt (Mehrfach-Energiezähler) oder wenn andere Funktionselemente, wie Maximumanzeigen, elektronische Tarifzählwerke, Schaltuhren, Rundsteuerempfänger, Schnittstellen für die Datenübertragung usw., im Zählergehäuse enthalten sind, gelten die entsprechenden Normen für diese Elemente.

Beschrieben werden die Typprüfung von Elektrizitätszählern. Dabei werden die besonderen Anforderungen an Zähler, die in Innenräumen und in Freiluft weltweit in großen Stückzahlen verwendet werden, erklärt. Die Norm behandelt keine speziellen Ausführungen, wie z. B. für Messteile und Anzeigen in getrennten Gehäusen. Das Zählwerk kann ein Rollen- oder Zeigerzählwerk sein. In Rollenzählwerken muss die Haupteinheit, in der das Zählwerk aufzeichnet, unmittelbar anschließend an das Ziffernrollenfeld angeordnet sein. Bei dieser Zählwerksart darf sich nur die letzte Rolle kontinuierlich drehen.

Bei Zeigerzählwerken muss die Einheit, in der das Zählwerk aufzeichnet, unmittelbar neben dem Ziffernkreis für die Stelle 1 in der Form 1 kWh/div oder 1 MWh/div angegeben sein. Die dezimalen Vielfachen können neben den anderen Ziffernkreisen angegeben sein. Zum Beispiel müssen in einem Zähler, der in Kilowattstunden anzeigt, der Einheitsziffernkreis mit 1 kWh/div und die anderen Ziffernkreise links daneben mit 10 – 100 – 1 000 usw. gekennzeichnet sein. Der für den Ableser vor dem Zähler zugekehrte vordere Rand des Zählerläufers muss sich für die positive Zählung von links nach rechts bewegen. Die Drehrichtung ist durch einen deutlich sichtbaren Pfeil zu kennzeichnen. Der Rand und die Oberseite der Scheibe tragen eine leicht sichtbare Marke, um das Zählen der Umdrehungen zu ermöglichen. Weitere Markierungen dürfen für stroboskopische oder andere Prüfungen hinzugefügt werden. Diese Markierungen müssen so angebracht sein, dass sie die Verwendung der Hauptmarke für die fotoelektrische Abtastung zum Zählen der Läuferumdrehungen nicht behindern.

Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

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