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Fachbegriffe aus der Elektrotechnik
Was versteht man unter dem Begriff elektrische Prüffelder?

Elektrische Prüffelder sind Prüfanlagen mit überwiegend stationären Prüfeinrichtungen zum Durchführen von in der Regel routinemäßigen Prüfungen, bei denen Gefährdungen durch elektrische Energie hervorgerufen werden können und in denen Elektrofachkräfte oder elektrotechnisch unterwiesene Personen arbeiten.

Merz Prüftafel

Merz Prüftafel (Foto ep/Merz)

Das Prüffeld ist eine Prüfanlage in einem fest umschlossenen Raum oder innerhalb eines von benachbarten Arbeitsplätzen abgegrenzten Bereiches, in dem in der Regel mehrere Personen mit der Prüfung größerer ­Prüfobjekte mit längerer Verweildauer beschäftigt sind. Prüffelder können in Teilbereiche für voneinander unabhängige Arbeiten unterteilt werden, wobei jeder Teilbereich für sich Prüfbereich und damit Gefahrenbereich im Sinne der Bestimmung DIN VDE 0104 sein kann.

Elektrische Prüfplätze sind räumlich begrenzte und gekennzeichnete ­Prüfanlagen, an denen überwiegend Prüfungen im Fertigungsfluss einer Serienfabrikation oder in Reparaturbetrieben durchgeführt werden. Bei Prüfplätzen wird unterschieden zwischen Prüfplätzen mit zwangläufigem und Prüfplätzen ohne zwangläufigem Berührungsschutz sowie Prüfplätzen besonderer Art.

Prüfplatz mit zwangläufigem Berührungsschutz ist eine Anlage, zum Beispiel im Fertigungsfluss einer Serienfabrikation oder in Reparaturbetrieben, zum Prüfen von Geräten oder Geräteteilen, bei der alle unter Spannung stehenden Teile zwangläufig gegen zufälliges Berühren geschützt sind. Der geschützte Bereich ist Gefahrenbereich. Der Prüfende befindet sich außerhalb des Gefahrenbereiches. Zwangläufig bedeutet, dass im Gefahrenbereich nur bei geschlossenen Abdeckungen oder Türen der Anlage gefährliche Spannungen auftreten können.

Prüfplatz ohne zwangläufigen Berührungsschutz ist eine Anlage, zum Beispiel im Fertigungsfluss einer Serienfabrikation oder in Reparatur­betrieben, zum Prüfen von Geräten oder Geräteteilen, bei der nicht alle Teile des Prüflings oder der Prüfanlage, die unter Spannung stehen oder unter Spannung stehen können, gegen Berührung geschützt sind. Der gesamte Prüfplatz ist Gefahrenbereich. Der Prüfende befindet sich innerhalb des Gefahrenbereiches.

Prüfplatz besonderer Art ist ein für kurze Zeit errichteter Prüfaufbau außerhalb stationärer Prüfanlagen. Hierbei wird die Prüfeinrichtung oder auch nur die Spannung an den Prüfling herangebracht. Routineprüfungen werden in der Regel nicht durch­geführt. Ein Prüfplatz besonderer Art kann die Merkmale von Prüfplätzen, Prüffeldern oder Versuchsfeldern haben.

Nichtstationäre Prüfanlage ist eine für kurze Zeit errichtete Prüfanlage, um Prüfungen an einzelnen Prüfobjekten durchzuführen.

Verbotszone ist der durch bestimmte Maße begrenzte Bereich um unter Spannung stehende Teile, der nicht erreicht werden darf, wenn gegen deren direktes Berühren kein vollständiger Schutz besteht. Bei Spannungen bis 1 000 V gilt die Oberfläche des unter Spannung stehenden Teiles als Grenze der Verbotszone. Bei Spannungen über 1 kV wird das Erreichen der Verbotszone dem Berühren unter Spannung stehender Teile gleich­gesetzt.

Prüfbereich ist der Bereich um den Prüfaufbau, der gegenüber der Umgebung abgegrenzt ist.


Viele weitere Begriffe aus der Elektrosicherheit finden Sie in unserem Sonderheft „Rechtssicherheit für Elektrofachkräfte

 

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