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KfW-Programm
Förderung für Photovoltaik-Speicher

Batterien für Photovoltaikstrom werden wieder finanziell unterstützt. Ab März fördert die staatseigene KfW-Bank die Solarstromspeicher erneut mit einem zinsverbilligten Darlehen und einem Tilgungszuschuss.

Der Zuschuss beträgt anfangs 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit der neuen Förderung werden Solarbatteriesysteme wirtschaftlicher und könnten sich künftig als integraler Teil von Solaranlagen etablieren.

Nach einer zweimonatigen Pause wird das KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“ jetzt in modifizierter Form fortgesetzt. Mit dem neuen Kredit können Eigentümer von Photovoltaikanlagen die Anschaffung von Solarstromspeichern vollständig finanzieren.

Der Kreditbetrag liegt bei maximal 2.000 Euro pro Kilowatt installierter Solaranlagen-Leistung (kWp). Der nicht rückzahlbare Tilgungszuschuss ist künftig degressiv gestaltet: Bis Ende Juni 2016 beträgt er 25 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 500 Euro je kWp Anlagenleistung.

Gefördert werden nur Speicher, die die mittäglichen Spitzen der Photovoltaik-Einspeisung glätten und so das lokale Stromnetz entlasten. Die Einspeiseleistung von PV-Anlagen mit gefördertem Speicher ist auf 50 Prozent der nominalen PV-Anlagenleistung begrenzt; beim alten Förderprogramm waren es noch 60 Prozent.

Finanziell unterstützt werden zudem nur Batteriesysteme von Herstellern, die mindestens zehn Jahre Zeitwertgarantie auf das Batteriesystem geben. Zu berücksichtigen ist ferner, dass die installierte Leistung der Photovoltaik-Anlage 30 Kilowatt nicht übersteigen darf. Die Förderung muss vor Anschaffung des Speichers beantragt werden.

Solare Batteriespeicher können seit diesem Jahr auch in den KfW-Programmen „Erneuerbare Energien (270, 274)" und „Energieeffizient Bauen (153)" mitfinanziert werden. Hier gibt es ebenfalls zinsgünstige Kredite. Weitere Informationen zu diesen Programmen und zum Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“ sind auf der KfW-Internetseite veröffentlicht.

 

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