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Gefahr durch Gleichspannung
VDE aktualisiert Normen

Gleichspannung spielt in Industrie und Alltag eine immer größere Rolle. Damit steigt die Unfallgefahr. Der VDE reagiert mit einer umfassenden Normungs-Roadmap.

Elektrounfälle geschehen häufiger, als man denkt (Symbolbild)

Außergewöhnlicher Arbeitsunfall in Leipzig: Ein Mitarbeiter der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wollte im Straßenbahnhof Eutritzsch zwei Triebwagen zusammenkoppeln. Dabei kam er mit 600 Volt Gleichspannung in Berührung.

Warum an den Kupplungen 600 Volt anlagen, ist nicht bekannt. Der Unfall rückt aber das wachsende Gefahrenpotential der Gleichspannung in den Fokus.

90 Prozent der jährlichen Gleichstromunfälle entfallen nicht auf den Hochspannungs-, sondern auf den Niederspannungsbereich (bis 1.500 Volt). Die Zahl der Unfälle mit Gleichspannung bleibt mit 100 bis 150 pro Jahr annähernd konstant. Doch Gleichspannungsanwendungen im Niederspannungsbereich durchdringen immer stärker den Alltag, beispielsweise bei Photovoltaik, Stromspeichern, Stromrichtern, Elektroautos, DC-Versorgungen für Home Office oder Akkus für Werkzeuge, Kleinmotoren und Haushaltsgeräte. Nicht jedem ist z. B. bewusst, dass an den Kabelenden von Photovoltaik-Strängen eine Berührungsspannung von bis zu 1.000 Volt anliegen kann.

Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE) als Träger von DIN (Deutsches Institut für Normung) und DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) zog daraus die Konsequenz. Er macht die Normen für Gleichspannung zukunftssicher – auch im Hinblick auf die mögliche Errichtung einer Gleichstrominfrastruktur in Gebäuden.

In der Normungs-Roadmap Gleichstrom im Niederspannungsbereich fasst der DKE den aktuellen Stand zusammen (hier als PDF). 

Zum Thema Gefährdungen durch Gleichspannung stellt ep für Abonnenten des Newsletters einen ausführlichen Fachartikel von Christian Rückerl und Jürgen Kupfer zum kostenlosen Download bereit (zur Anmeldung hier klicken).

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