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Leseranfrage
Unzulässige RCD-Urlaubs-Überbrückung

Der folgende Fachbeitrag beschäftigt sich mit der sogenannten Urlaubsschaltung.

(Symbolfoto: photographyfirm/stock.adobe.com)

Frage: Wir haben bei einem Kunden eine verwirrende Installation vorgefunden, bei der  parallel  zum  RCD  ein  Schalter  montiert wurde. Unserer Ansicht nach wird mit diesem Schalter der RCD unzulässig überbrückt. Die Anlage wird seit mehreren Jahren so betrieben. Der Installationsverteiler ist scheinbar etwas neuer. Entspricht diese Funktion einer alten Norm?

Antwort: Da hat der Anfragende etwas Schönes vorgefunden, was sicher noch einige „Altvorderen“ als sogenannte „Urlaubsschaltung“ kennen. Um aber nicht eine falsche Hoffnung zu verbreiten, sei hier dringend darauf hingewiesen, dass so etwas noch nie zulässig war  und auch heute nicht zulässig ist. Man sprach von Urlaubsschaltung, weil die Leute Angst hatten, dass eventuell während ihres Urlaubs die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD), z. B. durch Blitzeinwirkungen, auslösen könnte und dann die Gefriertruhe abtaut oder die Heizung ausfällt. Insbesondere bei Stromkreise die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) im Prinzip gefordert ist, traf das zu. Verwundert hat mich, dass so etwas offenbar heutzutage immer noch gemacht wird, wo doch neuere Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) wesentlich weniger zu ungewollten Auslösungen neigen. Ein Hinterfragen bei der ausführenden Elektrofachkraft wäre sicher sehr aufschlussreich. Der Anfragende sollte auch auf einer Änderung bestehen!


Autor:
W. Hörmann

Dieser Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

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