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Arbeitsunfälle von Elektrofachkräften
Stromschlag beim Einführen einer Leitung

Als ein Elektromonteur ein Anschlusskabel in einen unter Spannung stehenden NH-Verteilerschrank einziehen wollte, erlitt er eine elektrische Körperdurchströmung.

Symbolfoto (Bild: montebelli/stock.adobe.com)

Arbeitsauftrag:
Eine NS-Verteilung sollte durch drei Elektromonteure schrittweise erneuert werden. Der als Arbeitsverantwortlicher fungierende Monteur wollte am Unfalltage ein weiteres Anschlusskabel in den bereits unter Spannung stehenden NH-Verteilerschrank einziehen. Wegen des laufenden Betriebs konnte der Schrank nicht freigeschaltet werden.

Unfallhergang:
Der Monteur wollte eine NYM-Leitung von unten in einen Verteilerschrank einziehen, um sie später an eine freie NH-Sicherungsleiste anzuschließen. Zunächst wurde die untere Abdeckung vor den PE- und N-Leiter-Sammelschienen entfernt sowie die obere Abdeckung, die den Schutz gegen direktes Berühren der Außenleiter bewirkt.

Um die anzuklemmende Leitung besser erreichen und greifen zu können, legte sich der Monteur auf den Boden. Dabei berührte er mit dem Kopf die PE- und N-Leiter-Sammelschiene. Mit einer Hand stützte er sich im mittleren Bereich der Verteilung ab und berührte unbeabsichtigt die Sammelschiene eines Außenleiters. Dabei kam es zur elektrischen Körperdurchströmung (Hand – Kopf). Der Monteur konnte sich zum Glück selbst befreien und fiel dann in Ohnmacht.

Unfallanalyse:
Der Verunfallte verstieß eindeutig gegen § 7 der BGV A 2 (heutige Bezeichnung: DGUV Vorschrift 3). Dort wird gefordert, dass entweder „ ... die aktiven Teile für die Dauer der Arbeiten durch Abdeckungen geschützt worden sind oder die zulässigen Annäherungen nicht unterschritten werden."

Dieses Unfallgeschehen aus dem Themenbereich Arbeitssicherheit wurde dem folgenden Artikel des Facharchivs entnommen.

Autor: J. Jühling

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