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Arbeitsunfälle von Elektrofachkräften
Stromschlag am Schaltnetzteil

Bei der Durchführung eines Experimentes wurde ein Labortechniker durch den unsachgemäßen Eingriff in den Versuchsaufbau verletzt. Die Steckdose war nicht gesichert.

Kabelschuhe des Schaltnetzteils hatten keine Isolierung

Kabelschuhe des Schaltnetzteils hatten keine Isolierung (Bild: ep)

Arbeitsauftrag: In einem Labor sollte ein Versuchsaufbau erstellt werden. Die Stromversorgung der Elektronik stellte ein von der PC-Technik her bekanntes Schaltnetzteil sicher.

Unfallhergang: Nach einer ersten Prüfphase wollte der Labortechniker das Anschlusskabel eines CD-ROM-Laufwerkes in dem Versuchsaufbau entfernen. Da bemerkte er rechtzeitig, dass das

Schaltnetzteil der Anlage noch eingeschaltet war. Zum Ausschalten griff er in den Versuchsaufbau, um den zugehörigen Schalter zu betätigen. Unbewusst berührte er dabei mit dem linken Daumen und Zeigefinger zwei unter Spannung stehende, nicht isolierte Kabelschuhe des Schalters (siehe Bild). Sein zum Glück anwesender Kollege wurde durch Rufe aufmerksam, konnte den Verletzten aber erst nach einigen Sekunden durch Trennen des Netzsteckers aus dem Unfallstromkreis befreien. Dieser erlitt eine Durchströmung Daumen-Zeigefinger mit erheblichen Brandverletzungen.

Unfallanalyse: Die Unfalluntersuchung ergab, dass die Steckdose, an der das Netzteil angeschlossen war, nicht durch einen Fehlerstromschutzschalter abgesichert war. Wer das Netzteil ohne isolierte Kabelschuhe bereitgestellt hatte, konnte leider auch nicht ermittelt werden. Da der Versuchsaufbau frei aufgestellt war, würden auch die im Bild sichtbaren einfachen isolierenden Schrumpfschläuche auf den Kabelschuhen nur einen unzureichenden Schutz bieten (Abschn. 6 BGV A3 sowie VDE 0104).

Dieses Unfallgeschehen aus dem Themenbereich Arbeitssicherheit wurde dem folgenden Artikel des Facharchivs entnommen.

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