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Elektromobilität
Straßenlaternen werden zu Stromtankstellen

RWE arbeitet weiter an der Förderung der Elektromobilität: Gemeinsam mit der Stadt Hamminkeln und dem Berliner Start-up-Unternehmen Ubitricity wurde an der Bocholter Straße die erste Ladesäule für Elektro-Autos des Energieversorgers in Betrieb genommen, die einen Straßenbeleuchtungsmast als Stromquelle nutzt.

Einweihung der Straßenbeleuchtungs-Ladesäule (Bild: RWE)

RWE arbeitet weiter an der Förderung der Elektromobilität: Gemeinsam mit der Stadt Hamminkeln und dem Berliner Start-up-Unternehmen Ubitricity wurde an der Bocholter Straße die erste Ladesäule für Elektro-Autos des Energieversorgers in Betrieb genommen, die einen Straßenbeleuchtungsmast als Stromquelle nutzt.

Schon seit Ende 2014 verwandelt Ubitricity im Raum Berlin erfolgreich Straßenlaternen in "leuchtende Stromtankstellen".

Die Straßenbeleuchtungs-Ladesäule übernimmt die Funktion einer Stromtankstelle, die zu diesem Zweck mit einer Systemsteckdose ausgerüstet wurde. Die Ladesäule bezieht ihre Energie aus dem vorhandenen Niederspannungsnetz und kann jedes Elektro-Auto auftanken. Ein kompletter Ladevorgang für einen Laternenparker dauert im Mittel fünf Stunden. Zur Betankung ist ein intelligentes Kabel („SmartCable“) erforderlich, das die Technologie zur Freischaltung, Messung und Datenübertragung enthält. Die Identifizierung erfolgt zu Beginn des Ladevorgangs automatisch, dann wird der Ladepunkt freigeschaltet und der Strom fließt.
Bernd Böddeling, RWE-Bereichsvorstand, betonte die Besonderheit des Pilotprojektes: "Mit der Möglichkeit, die Straßenbeleuchtung als Versorgungsquelle der Elektromobilität nutzen zu können, erschließen wir ein großes Potenzial. Es kann zur Lösung der Reichweitenproblematik beitragen. Insbesondere für Fahrer von Elektro-Autos, die keinen eigenen Stromanschluss am Haus oder an der Wohnung haben, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Wir freuen uns, wenn wir einen Beitrag zur Förderung der Elektromobilität leisten können. Gerade im ländlichen Raum ist die Ausstattung mit moderner Infrastruktur von enormer Bedeutung."

"Autofahrer bringen ihren mobilen Stromzähler integriert im Ladekabel einfach zu jedem Ladepunkt mit. So genügt vor Ort eine identifizierbare und schaltbare Systemsteckdose und Ladepunkte können kostengünstig überall dort installiert werden, wo das Fahrzeug ohnehin länger steht - zum Beispiel an Straßenlaternen. Parkzeiten werden so optimal als Ladezeiten genutzt und die Extrafahrt zur Tankstelle im Alltag wird hinfällig", erklärt Dr. Frank Pawlitschek, Gründer und Geschäftsführer von Ubitricity, die Lösung.

Die Ladesäule ist ein weiterer Baustein des Elektromobilitäts-Konzeptes, das die Kommune gemeinsam mit RWE zurzeit entwickelt. Weitere Projekte, wie die Umsetzung eines E-Car-Sharing- oder eines E-Bike-Konzeptes, sind in der Diskussion.

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