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Arbeitsunfälle von Elektrofachkräften
Steckvorrichtung falsch montiert

Durch Verwendung eines Stecker- anstelle eines Buchseneinsatzes kam es zu einem Elektrounfall.

Buchsen- und Steckereinsätze, die für den Anschluss der Heizelemente verwendet wurden (Foto: BG ETEM)

Buchsen- und Steckereinsätze, die für den Anschluss der Heizelemente verwendet wurden (Foto: BG ETEM)

Arbeitsauftrag: Der Maschi­neneinrichter sollte an einer Kunststoff­-Blasformmaschine das Werkzeug für ein anderes Kunststoffteil wechseln. Dazu musste auch der Anschluss der Stromversorgung für die Heizzone getrennt werden.

Unfallhergang: Der Maschineneinrichter schaltete die unterste von drei Heizzonen am Steuerstand aus, um die Umbauten am Blaskopf vornehmen zu können. Beim Ziehen des Steckers am Heizkopf be­rührte er den maschinenseitigen Teil der Steckvorrichtung und erlitt an der rechten Hand einen Stromschlag.

Unfallanalyse: Anstelle des Buchseneinsatzes war irrtümlicherweise ein Steckereinsatz im Gehäuse montiert – vgl. dazu § 3 der DguV Vorschrift 3 „Betrieb elektrischer Anlagen“ und VDE 0113-1:2014-10 „Sicherheit von Maschinen, elektrische Ausrüstung von Maschinen – Allgemeine Anforderungen“. An dem Steckereinsatz (siehe Foto) lagen 230/400 V AC zum Versorgen des Heizelements an. Wahrscheinlich hatte der Maschineneinrichter beim Berühren mit der rechten Hand einen der Stifte des Steckerteils zum geerdeten Steckergehäuse überbrückt. Aufgrund des hohen Alters der Blasmaschine konnte nicht ermittelt werden, wie es zu der fehlerhaften Bestückung kam. Nach dem Unfall wurde sofort eine Umrüstung der Steckvorrichtungen durch den Werkzeugbau des Betriebes vorgenommen.

Autor: J. Jühling

Dieser Artikel ist unserem Facharchiv entnommen.

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