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Energiewende
Signale für den Klimaschutz: 1-Watt-Ampel von Siemens

An ca. 60.000 Kreuzungen Deutschlands stehen Ampeln. Sie blinken träge vor sich hin und kosten Zeit, Nerven und Strom. Letzteres will Siemens drastisch reduzieren.

Rotes Licht für öffentliche Heizsonnen. Bild: Siemens

Glücklich, wer die Ziele der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 mit seinem eigenen Geschäftsmodell verbinden kann. Das hilft der Welt und dem Unternehmen. Als Deutschlands Großausrüster von Ampeltechnik ist Siemens dazu in der Lage. 

Der Spezialist für Rot- und Grünphasen kennt die Leistungsaufnahme der deutschen Ampel sehr genau. Wird das Ampelmännchen mit Glühlampen erhellt, liegt sie bei ca. 60 Watt je Leuchtfeld. Moderne LED-Leuchtfelder lassen sich auf ca. zwölf Watt reduzieren.

Als Stromfresser in Ampeln gelten nicht hauptsächlich die Leuchtmittel, sondern Lastwiderstände und andere Schaltelemente. Die Ansteuerung der hocheffizienten LEDs erfolgt deshalb bei den neuen Ampeln mit digitalen Treibermodulen. Das reduziert die Leistungsaufnahme im Vergleich zur Standard-230-Volt-LED-Technologie um bis zu 85 Prozent – auf ein bis zwei Watt je Leuchtfeld.

Zum Gesamtpaket gehört die Überwachung der korrekten Ampelschaltung. Es muss verhindert werden, dass an einer Kreuzung alle Verkehrsteilnehmer gleichzeitig Grün sehen. Siemens misst deshalb permanent die Strom- und Spannungswerte an den LEDs der Leuchtfelder (Rot, Gelb, Grün). Bei Überschreitung eines bestimmten Wertes verhindert die Ampelsteuerung eine zusätzliche Grünphase. Darüber hinaus wird erfasst, ob einzelne LEDs ausgefallen sind. Um Totalausfälle durch Spannungs- und Frequenzschwankungen zu verhindern, werden die Ampelsteuerungen außerdem vom Hauptnetz entkoppelt.

Belohnung für den Aufwand: Die 1-Watt-Ampel wurde nach dem Sicherheitsstandard für elektronische Systeme mit SIL 3 zertifiziert.

Bleibt die Frage nach den Kosten. Für eine durchschnittliche Kreuzung mit 55 Leuchtfeldern veranschlagt Siemens eine jährliche Einsparung von rund 1.600 KWh. Nach Modellrechnungen soll sich der Umstieg von der Glühlampen- zur 1-Watt-LED-Ampel nach fünf Jahren rentieren. Ob das die Stadtkämmerer beeindruckt und zum Geldausgaben bewegt, bleibt abzuwarten. Ihre Wahlperiode endet meistens früher.

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