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ABUS, GEZE und Co. zeigen innovative Produktideen
Neue Zutrittskontrollsysteme für‘s Smart Home

Ein Kerngebiet von Sicherheitstechnik ist die Zutrittskontrolle. Diese modernen Systeme müssen sowohl digital als auch physisch hohen Sicherheitsstandards genügen. Darüber hinaus wird die Einbindung in die Gebäudeautomation sowie eine intuitive Bedienung per Web und App erwartet.

Das System Cockpit bietet umfangreiche Steuerungsoptionen (Foto: GEZE)

Der elektronische wAppLoxx-Schließzylinder von Abus vereint diese Anforderungen und öffnet Türen lokal aber auch weltweit über PC, Tablet oder Smartphone mit Hilfe einer verschlüsselten Peer-to-Peer-Verbindung. Mit ihr lassen sich 20 Zylinder und 150 Benutzer verwalten und Änderungen der Schließrechte sofort umsetzen (Bild 1). Durch Vernetzung mit Alarm und Videoüberwachung kann die Anlage zu einem Sicherheitssystem erweitert werden. Dann ist die Integration von Hausautomationsfunktionen möglich: Über elek-tronische Schließzylinder oder über Hotkeys in der App lassen sich z. B. die Garagentür oder Lichtanlagen steuern.

Mit einem ganz persönlichen Sicherheitswächter erleichtert die Firma Assa Abloy den Schutz von Haus und Eigentum. Der nachrüstbare elektronische Schließzylinder ENTR öffnet nach Austausch des alten Schließzylinders mit einem einzigen Finger die Tür (Bild 2). Das kann per Fingerscan oder über die Eingabe eines PIN-Codes erfolgen. Da-rüber hinaus lässt sich die Tür mittels elektronischer Geräte wie einer Fernbedienung oder direkt über das Smartphone aufschließen.

Dabei öffnet die in der App gespeicherte Zutrittsberechtigung den Schließzylinder über eine verschlüsselte Bluetooth-Verbindung. Alle Bedienmethoden lassen sich an einer Tür miteinander kombinieren, sodass jeder Bewohner eine individuelle Zutrittsart wählen kann. Auch die klassische mechanische Öffnungsmethode mit Schlüssel ist möglich. Wenn die Tür ins Schloss fällt, verriegelt die Einheit automatisch und sorgt so für mehr Sicherheit im Alltag. Zudem ist der Zylinder durch die Verarbeitung von gehärtetem Stahl gegen ein Aufbohren geschützt.

Bei Diebstahl von Smartphone oder Fernbedienung können die Zutrittsberechtigungen der Geräte aus dem System gelöscht werden, sodass diese Komponenten als Schlüsselersatz unbrauchbar sind und der Schließzylinder nicht ausgetauscht werden muss. Eine besondere Option ist die Vergabe von personalisierten Zugangscodes für einen zeitbegrenzten Zutritt. Aufwendige Schlüsselübergaben und Unsicherheiten über den Verbleib des Schlüssels entfallen, wenn vorübergehende Besucher, Reinigungs- oder Pflegekräfte u. a. ein definiertes Zeitfenster für eine Zutrittserlaubnis erhalten.

Durch die Einbettung in das Smart Living System von Yale lässt sich der Schließzylinder mit einer Alarmanlage verbinden. Fehlalarme werden dabei minimiert, denn nach der Türentriegelung wird automatisch die Alarmanlage deaktiviert. Das Produkt eignet sich für alle gängigen Türtypen und -größen und lässt die Tür unbeschädigt. Alle Systemkomponenten sind batterie- oder akkubetrieben, sodass Kabelanschlüsse entfallen. Auch durch die Anzeige des aktuellen Akku-Status ermöglicht die ENTR jederzeit eine sichere und bequeme Zutrittskontrolle ohne großen Aufwand bei Einbau oder Wartung.

Das Schließsystem Omega Flex von CES mit Elektronik-Beschlägen und -Zylindern wurde auf eine neue Prozessorgeneration umgestellt (Bild 3). Neben elegantem Design zeichnen sich die Beschläge durch robuste Verarbeitung und hohe Sicherheitsstandards aus. Für Außen-, Feuerschutz- und Fluchttüren stehen dabei wetterfeste Beschläge als Langschild, für Rohrrahmen-Türen ein Schmalschild, für Vollblatttüren ein Breitschild und für Innenbereiche das kleinere Smartschild zur Verfügung.

Zur Notöffnung können die Beschläge mit Profilzylindern versehen werden. Durch die Nutzung von Standardbohrungen ist eine kostengünstige Befestigung von Rosetten-Beschlägen möglich. Mit den Beschlägen und Zylindern im Omega-Flex-System lässt sich jede Tür elektronisch sichern.

Mit ihrem Smart Building System Cockpit vernetzt die Firma GEZE Gebäude gewerkeübergreifend und macht sie energiesparend und sicher. Die Anlage erlaubt es, alle verfügbaren Steuerungsoptionen und Zustandsinformationen in die Gebäudeautomation einzubringen. Beispielsweise ist das saisonale Einstellen der Öffnungsweite einer automatischen Tür oder das Öffnen und Schließen eines Fensters im Zusammenspiel mit Wetterstationen und Heizungssystemen möglich.

Mittels individueller Szenarien lassen sich Türen und Fenster zeit- oder ereignisgesteuert öffnen und schließen oder Türen verriegeln. Darüber hinaus bietet die Vernetzung mit dem System die Möglichkeit, die Betriebsart zu ändern, Fluchtwege freizugeben oder den intelligenten Rauch- und Wärme-Abzug auch aus der Ferne zu steuern. Dieser Zugriff auf das System ist mit jedem IP-fähigen Gerät – PC, Tablet, Smartphone usw. – möglich.

Durch Statusrückmeldungen entfallen aufwendige Kontrollgänge. Alarm- oder Störmeldungen sind einfach lokalisierbar und erlauben bei Bedarf sofortige Gegenmaßnahmen. Die Steuerung von Cockpit erfolgt über einer browserbasierten Software, die in 3 – je nach Anwendungsfall – unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz kommt. Für die Installation des Systems stellt das Unternehmen ein umfangreiches Dienstleistungspaket sowie 62 vernetzbare Produkte auf Basis von BACnet IP bereit.

Der Datenaustausch zwischen Türsystemen, Flucht- und Rettungswegsicherungssystemen, elektrischen Türöffnern, Motorschlössern, Fenstern und dem System erfolgt mit den individuell konfigurierbaren BACnet-Schnittstellenmodulen IO 420. Die Anbindung an BACnet kann auf verschiedene Weise erfolgen.

Bei der „Integrationslösung“ fungiert das Gerät als smarter Router zwischen den Produkten und der übergeordneten Gebäudeleittechnik. Durch Partnerschaften mit führenden Anbietern dieser Technik werden die Produkte somit für deren Systeme schnell und einfach anbindbar, sodass gewerkeübergreifende Lösungen entstehen. Als „Stand-alone-Lösung“ kommt das System bei Anwendungen und Gebäuden mit weniger umfangreicher Automation zum Einsatz.

Hier wird eine eigene Bedienoberfläche für Betreiber und Nutzer angeboten. Somit können alle Komponenten von jedem Ort zentral über eine webbasierte Browseroberfäche überwacht und gesteuert werden. Eine Erweiterung auf eine umfangreichere Gebäudeautomation kann über zusätzliche Softwarefunktionalitäten, die bei Bedarf auf die Gebäudeleittechnik aufgeschaltet werden, erfolgen.


Bild (1) Mitte rechts: Die Türöffnung über smarte Geräte, auch von unterwegs aus, ermöglicht wAppLoxx (Bild: Abus)

Bild (2) Mitte links:  Per Fingerscan oder PIN-Code öffnet sich der elektronische Schließzylinder ENTR (Foto: Assa Abloy)

Bild (3) unten rechts: Omega Flex realisiert mittels Beschlägen und Zylindern eine elektronische Türsicherung (Bild: CES)


Der Artikel ist unserem Facharchiv entnommen worden.

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