Anzeige

Normen und Vorschriften
Leistungsverhalten PV-Module

Was Besitzer von PV-Anlagen interessieren könnte: Wie werden die Leistungsdaten ihrer PV-Module gemessen? Welche normativen Vorschriften existieren dazu?

(Foto: Heinz Werner/pixelio.de)

Prüfung des Leistungsverhaltens von Photovoltaik(PV-)Modulen und Energiebemessung – Teil 2: Messung der spektralen Empfindlichkeit, des Einfallswinkels und der Modul-Betriebstemperatur

Die Norm legt die Anforderungen an die Bewertung der Leistungsdaten von PV-Modulen beruhend auf der Leistung (in Watt), der Energie (in Wattstunden) und des Leistungsverhältnisses (PR) fest. Sie ist gültig für alle PV-Technologien, jedoch kann sie auf einige Technologien weniger zutreffen, bei denen sich die Modulleistung mit der Zeit ändert.

Zweck dieser Norm ist die Festlegung von Verfahren zur Messung des Einflusses des Einfallswinkels der Bestrahlungsstärke auf die Ausgangsleistung der Einrichtung, die Bestimmung der Betriebstemperatur eines Moduls für eine bestimmte Reihe von Umgebungs- und Montagebedingungen sowie die Messung der spektralen Empfindlichkeit des Moduls. Ein weiteres Ziel besteht darin, einen Satz kennzeichnender Parameter bereitzustellen, der für detaillierte Vorhersagen der Energieerzeugung hilfreich ist.

PV-Module werden üblicherweise bei Normprüfbedingungen (STC) bemessen, die einer Zellentemperatur von 25 °C, einer Bestrahlungsstärke von 1.000 Wm-2 und einem globalen Spektrum AM 1,5 (G) entsprechen. In der Praxis werden die PV-Module jedoch über einen Bereich von Temperaturen, Bestrahlungsstärken und Spektren betrieben. Um die Energieerzeugung der Module unter verschiedenen praktischen Einsatzbedingungen genau vorhersagen zu können, ist es erforderlich, die Module für einen großen Bereich von Temperaturen, Bestrahlungsstärken, Einfallswinkeln und Spektren zu beschreiben.

Für die Qualifikationsprüfung der Leistungsfähigkeit sind nach entsprechenden Verfahren drei Module nach dem Zufallsprinzip aus einem oder mehreren Fertigungslosen auszuwählen. Die Module sind einer Vorkonditionierung zu unterziehen, damit die Stabilität der Leistungswerte sichergestellt werden kann.

Die Module müssen aus festgelegten Werkstoffen und Komponenten nach den zutreffenden Zeichnungen und Verfahrensbelegen gefertigt sein. Beim Hersteller werden diese den üblichen Prüfungen, Qualitätskontrollen und dem Produktionsabnahmeverfahren unterzogen. Die Module müssen in jeder Hinsicht vollständig sein und mit den Anweisungen des Herstellers über die Handhabung und Endmontage hinsichtlich der empfohlenen Installation von Dioden, Rahmen, Halterungen usw. bereitgestellt werden.


Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Das Netzteil PRBX OFI600A12 erfüllt die Spezifikationen von Immersionskühlungs-Anwendungen und bietet Sicherheit für Anlagen und Betreiber.

Weiter lesen

Diese Ausgabe der Grundlagenreihe zur Werkstoffkunde vermittelt Grundkenntnisse über Kunststoffe. Beschrieben werden der molekulare Aufbau, die Eigenschaften und die Verwendungszwecke unterschiedlicher Kunststoffgruppen. Die Tatsache, dass eine...

Weiter lesen

Aus dem Facharchiv: Leseranfrage Notstromversorgung mit Generator am Traktor

Wie sind Notstromversorgungen in  landwirtschaftlichen Betriebsstätten auszuführen und welche Anforderungen werden dabei an die Erdung gestellt?

Weiter lesen

Aus dem Facharchiv: Arbeitsunfälle von Elektrofachkräften Pertinaxplatte führte zu einem Lichtbogenunfall

Die Verwendung einer ungeprüften Pertinaxplatte löste einen folgenschweren Kurzschluss aus.

Weiter lesen

In Kombination mit Grenzwertmeldern sorgt der Rauchschalter RS70 dafür, dass Brandabschnitte geschlossen werden.

Weiter lesen
Anzeige