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Elektromobilität
Grüne wollen Diesel und Benziner ab 2030 verbieten

Die Bundesrepublik Deutschland droht die gesetzlichen Klimaziele deutlich zu verfehlen. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter will dem entgegenwirken und das Ende des Verbrennungsmotors einläuten.

Qualmender Auspuff mit Abgasen

Auspuff mit Abgasen (Bild: Peter Maszlen/stock.adobe.com)

Deutschland in elf Jahren abgasfrei

Die Jugend kämpft aktiv für eine lebenswerte Zukunft. Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ (Freitage für die Zukunft) bestimmt seit Wochen das Straßenbild. Jeden Freitag demonstrieren tausende Schülerinnen und Schüler gemeinsam in ganz Deutschland für mehr Klimaschutz.

Das ließ die Umfragewerte der einstigen Öko-Partei Die Grünen unerwartet steigen. Um dem Leitgedanken der ökologischen, ökonomische und sozialen Nachhaltigkeit gerecht zu werden, will sich die Partei um die Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck nun verstärkt der Einhaltung der Klimaziele und insbesondere der Elektromobilität widmen.

Die Grünen fordern das Verbot von Neuzulassungen bei Benzinern und Diesel ab dem Jahr 2030. In einem Thesenpapier wird ein gesetzliches Verbot für neue Autos mit Verbrennungsmotoren vorgeschlagen. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagt darin, dass „ab 2030 nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden“ dürfen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Ansonsten könne man die Klimaziele nicht einhalten. Das dürfte die Aktivisten der Klimaschutzbewegung um ihr schwedisches Vorbild Greta Thunberg freuen. Der deutsche Autofahrer hingegen sieht sich bereits jetzt in seiner Existenz bedroht.

Elektromobilität oder alternative Antriebstechniken

Bereits zugelassene Autos mit Verbrennungsmotor dürfen jedoch weiterhin fahren. Mit der Förderung der Elektromobilität wollen Die Grünen nicht nur ein Zeichen in Sachen Umweltschutz setzen, sondern auch der Industrie und dessen Beschäftigten Planungssicherheit geben. In der Automobilbranche sind derzeit mehr als 800.000 Arbeitnehmer beschäftigt. An der Herstellung von Elektroautos sind jedoch weniger Menschen beteiligt als an der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol hält nicht viel von dem Vorschlag. Im Jahr 2030 würden ohnehin kaum noch Diesel und Benziner, wie wir sie heute fahren, verkauft. Welche alternative Antriebsart sich die jeweiligen Hersteller für ihre künftigen Fahrzeuge vorstellen, sei laut Sören Bartel den Autobauern selbst überlassen.
Ebenso bleibt abzuwarten, ob sich die Elektromobilität durchsetzen wird oder am Ende doch Antriebe wie Wasserstoff, Erdgas, Brennstoffzellen oder Hybride die Wirtschaft und Verbraucher mehr überzeugen.

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