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Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Gigaset Elements – Smarthome mit DECT ULE

Im Bereich der Schnurlostelefone ist DECT der Funk-Standard. Im letzten Jahrzehnt hat diese Technik aber auch im Smarthome-Bereich weite Verbreitung 
gefunden. Diese Entwicklung wird vor allem durch Hersteller getragen, die über langjährige Erfahrungen mit der DECT-Funktechnik verfügen.

Basisstation – programmierbare Zentrale und Gateway zwischen WLAN und DECT (Quelle: Gigaset Communications GmbH)

Das in Bocholt (NRW) ansässige Unternehmen Gigaset kann auf eine lange Tradition als Hersteller von Telefontechnik verweisen. Zum aktuellen Angebot gehören Schnurlostelefone für den Privatbereich ebenso wie anspruchsvolle skalierbare Audio-/Video-Kommunikationstechnik für Unternehmen aller Größen. Darüber hinaus werden leistungsstarke Einsteiger-Smartphones am Firmenstandort im Westmünsterland gefertigt. Seit einigen Jahren hat das Unternehmen seine Aktivitäten auf den Smarthome-Bereich ausgedehnt. Das Angebot ist schwerpunktmäßig auf die Bereiche Sicherheit, Komfort, Betreuung und selbstverständlich Kommunikation ausgerichtet. Gigaset Elements ist aufgrund der funkbasierten Technologie vor allem ein System zur Nachrüstung im Wohnbereich und Objekten mit vergleichbarer Größe wie etwa Firmenbüros, Arztpraxen oder Kanzleien. Das Angebot richtet sich unmittelbar an den Endkunden und die Gerätetechnik wird über ein Netz autorisierter Händler vertrieben. Ein Bezug der Geräte direkt beim Hersteller ist auch möglich. Angeboten wird die Technik in Paketen, die auf bestimmte Einsatzfälle ausgerichtet sind und bei Bedarf um weitere Geräte ergänzt werden können.

Systemkonzept

Gigaset Elements basiert auf zwei Funksystemen. Mittels Smartphones/Tablets kann per WLAN auf die zentrale Komponente, die Basisstation, zugegriffen werden. Die für Smarthome-Anlagen wichtige Sensorik und Aktorik wird über DECT ULE (Ausnahme Kamera) eingebunden. DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunication) ist der Funkstandard zur Anbindung von Schnurlostelefonen an die jeweilige Basisstation. Mit DECT ULE (Ultra Low Energy) wurde speziell ein Substandard geschaffen, der den im Smarthome-Bereich so wichtigen Aspekt des geringen Energieverbrauches berücksichtigt. Bei der Bedienung wird vorzugsweise auf die Verwendung von Smartphones/Tablets orientiert.

Gerätetechnik

Basisstation

Die „Base“ genannte Basisstation ist die programmierbare Zentrale einer jeden Anlage. Sie wird seitens des Herstellers ausschließlich im Paket mit Sensorik/Aktorik angeboten. Aus der Sicht des Netzwerkes ist die Basisstation ein Gateway, da hiermit der Übergang zwischen dem WLAN und dem DECT-Funknetz realisiert wird (Bild). Das Gerät wird per Kabel mit dem lokalen Netzwerk verbunden und ist netzgespeist. Mit der Basisstation können bis zu 48 DECT-Geräte verbunden werden.

Melder – Feuer und Wasser

Der Rauchwarnmelder „Smoke“ detektiert entstehende Brände. Neben der Warnung direkt vor Ort durch die integrierte Sirene kann eine Meldung über das Smarthome-System abgesetzt werden. Der Wassermelder „Water“ erkennt das unkontrollierte Austreten von Wasser. Auch hier wird unmittelbar vor Ort ein Warnsignal durch den Melder erzeugt und es gibt die Möglichkeit der Meldung dieses Ereignisses über die Anlage. Der Wassermelder erfasst zudem die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit.

Bewegungssensor

Der Infrarot-Bewegungssensor erkennt Bewegungen im Raum. Die „Motion“ genannten Geräte sind so konfiguriert, dass Kleintiere bis zu 25 kg nicht erfasst werden.

Fenster-/Türsensor

Die Tür- und Fenstersensoren „Door, Window & Universal“ bestehen lediglich aus einer Einheit. Die verwendete Sensorik ermöglicht beim Fenstersensor eine Unterscheidung zwischen geöffnet, gekippt und geschlossen. Der Türsensor kann das normale vom gewaltsamen Öffnen einer Tür unterscheiden. Der sowohl als Tür- als auch Fenstersensor einsetzbare Universalsensor kann zudem die Raumtemperatur und den Luftdruck erfassen.

IP-Kamera

Nicht über das DECT-Funksystem, sondern über WLAN wird die IP-Innenkamera „Camera“ in das System eingebunden. Die Infrarot-Kamera liefert auch bei Dunkelheit Bilder und Livestreams. Mit dem Zuhause-Modus wird die Kamera deaktiviert.

Funktaster

Der Funktaster „Button“ erlaubt es eine Anlage in „klassischer“ Weise zu bedienen. Das Gerät lässt sich auch als Paniktaster verwenden. Bei der Programmierung stehen verschiedene Klicktypen (kurz, lang, sehr lang und doppelt) zur Verfügung. Damit kann dieser Taster recht variabel genutzt werden.

Freisprechtelefon

Eine interessante Erweiterung stellt das Freisprechtelefon L800HX dar. Es erleichtert nicht nur die Kommunikation körperlich eingeschränkter/blinder Menschen oder freihändig bei der Arbeit, sondern damit lassen sich diverse Bedienfunktionen mittels Alexa-Sprachdienst realisieren.

Alarmsirene

Die Alarmsirene „Siren“ wird direkt in eine Steckdose gesteckt und soll im Alarmfall ungebetene Gäste vertreiben und zugleich anwesende Bewohner warnen.

Schaltsteckdose

Mit der Schaltsteckdose „Plug“ können ohmsche Lasten von bis zu 2 300 W geschaltet werden. Das Gerät verfügt zudem über einen Überspannungsschutz.

Heizkörperthermostat

Die batteriebetriebenen Thermostate sind zu einer Vielzahl von Herstellern kompatibel. Der Einsatz von „Thermostat“ hilft dabei, den Wunsch nach angenehmen Temperaturen bei möglichst geringem Energieverbrauch zu realisieren.

Autor: H. Möbus

Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

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