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Lkw-Maut
Gebühr auf allen Bundesstraßen?

Stück für Stück rückt die Lkw-Maut den Handwerkern näher. Ab 2018 könnte die Maut auch Transporter ab 3,5 Tonnen treffen – und damit die klassischen Handwerksbetriebe.

Trucker sind Feuer und Flamme für die Lkw-Maut (Symbolbild)

2006 wollte die Bundesregierung die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen erheben. Damals protestierten die Spediteure so laut, dass die Regierung zurückschreckte. 

Zehn Jahre später scheint sich die Branche mit der Maut abgefunden zu haben. Nahezu geräuschlos beschloss die Bundesregierung, ab Mitte 2018 die Mautpflicht für Lkw ab 7,5 Tonnen auf allen Bundesstraßen einzuführen.

Mit der erweiterten Mautpflicht möchte die Regierung die jetzigen Mauteinnahmen von 4,5 Milliarden Euro um bis zu zwei Milliarden Euro steigern. 

Am Rande der Gesetzgebung wurde ein Satz bekannt, der Handwerkern nicht gefallen wird: Spätestens Ende 2017 soll die Ausdehnung der Maut auf Lkw ab 3,5 Tonnen – und auf Fernbusse – geprüft werden.

Lkw ab 3,5 Tonnen sind Transporter wie VW Crafter, Mercedes-Benz Sprinter II, Nissan NV 400, Renault Master III, Opel Movano B, Fiat Ducato III oder Peugeot Boxer II. Damit fährt der Handwerker auf seine Baustellen.

Vorerst ist nichts beschlossen, die Experten haben mehr als ein Jahr Zeit für ihre Empfehlungen. Allerdings ist das Mautgesetz ein ewig sprudelnder Quell für die Staatsfinanzen. 

Wenn die Kosten für die Erfassung aller Lkw ab 3,5 Tonnen nicht höher sind als die Mauteinnahmen, wird sich die Bundesregierung nur schwer zügeln können, um nicht zuzugreifen. 

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