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Aus dem Facharchiv: Leseranfrage
Frage zu alternativem Ruck-Zuck-Verfahren

Bei Erweiterungen von elektrischen Anlagen sind genaue Berechnungen der Kurzschlussströme und Spannungsfälle erforderlich. Kommt in diesem Zusammenhang derzeit auch das sogenannten Ruck-Zuck-Verfahren zur Anwendung?

Ruck-Zuck-Diagramm zum Nachweis der automatischen Abschaltung im TN-Netz (ohne PC) (Quelle: Beese; ep)

Frage:
Als Errichter von elektrischen Anlagen werden wir sowohl mit Neuerrichtungen als auch mit Erweiterungen von vorhandenen elektrischen Anlagen beauftragt. Insbesondere bei Erweiterungen sind dann genaue Berechnungen der Kurzschlussströme und Spannungsfälle erforderlich. Für die geforderten Nachweise hinsichtlich elektrischer Sicherheit werden möglichst unkomplizierte und sofort anwendbare Berechnungs- und/oder Ermittlungsverfahren benötigt. Vor vielen Jahren habe ich von einem sogenannten Ruck-Zuck-Verfahren gehört. Mich würde interessieren, was aus diesem geworden ist?

Antwort:
Mit dem Ruck-Zuck-Verfahren lassen sich rationell Kurzschlussströme und Spannungsfälle ermitteln. Das Verfahren wird von zahlreichen Firmen wie z. B. EVUs, Netzbetreiber, Anlagenbau auch als Abschätzverfahren eingesetzt. Bei Einhaltung der oft anzutreffenden Randbedingungen liefert dieses Verfahren genaue und verlässliche Werte. Als das Verfahren entwickelt wurde, waren PCs noch nicht überall selbstverständlich, weshalb das Interesse der Fachleute an diesem Verfahren sehr groß war. Durch die Digitalisierung werden computergestützte Berechnungen erwartet, die mit einem Minimum an Aufwand schnell und genau zum Ergebnis führen. Damit die Vorteile des Verfahrens erhalten bleiben, wurde vor einigen Jahren ein Rechenprogramm entwickelt, das neben den übersichtlich gestalteten Eingaben und numerischen Ergebnissen auch die bewährten Ruck-Zuck-Diagramme zur Verfügung stellt.

Autor: H.-G. Beese

Dieser Artikel wurde unserem Facharchiv entnommen.

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