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Trotz schleppender E-Auto-Verkäufe
Förderprogramm für E-Mobilität gestartet

Obwohl die Verkäufe von Elektroautos alles andere als befriedigend sind und Interessenten sich über hohe Preise und die fehlende Infrastruktur ärgern, soll ein neues Förderprogramm der Regierung jetzt den Umschwung bringen.

Symbolbild

Man erhofft sich, dass Deutschland mit dem Programm "Elektro Power II" international im Bereich der Elektromobilität wettbewerbsfähig wird. Dazu werden in den nächsten drei Jahren Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert. Das Förderprogramm ist Bestandteil eines umfangreichen Maßnahmenpakets des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). 

Schwerpunkt der Förderung ist die Elektromobilität als zentraler Teil der Energiewende in Deutschland. Die elektromobile Wertschöpfungskette im Bereich Produktion soll gestärkt, induktive Ladesysteme im öffentlich zugänglichen Raum weiterentwickelt werden.  

Siehe auch:
Elektromobilität: Wohin mit den Ladesäulen?
Prämie für E-Autos: 150.000 Interessenten, 936 Käufer
Neue Warnung: Laden von E-Autos an alten Elektroinstallationen ist riskant

 Was wird gefördert?

Wesentlicher Bestandteil des Förderprogramms ist die Investition in die Entwicklung von Ladeinfrastruktur und Speichersystemen. Gegenstand der Forschung ist zum Beispiel die Entwicklung sicherer Lade- und Abrechnungsverfahren oder Testreihen für effiziente Schnellladeinfrastrukturen im öffentlichen Raum.

Elektrofahrzeuge sollen künftig als flexible Energiespeicher zur Stabilisierung des Stromnetzes genutzt werden. So könnten Elektrofahrzeuge zukünftig nicht nur betankt, sondern die Ladeinfrastruktur auch genutzt werden, um bei Bedarf Strom in das Netz einzuspeisen. So wird die Versorgungssicherheit gewährleistet. 

Ebenso wird die Entwicklung modularisierter Batteriesysteme gefördert. Durch den Austausch defekter Zellen wird die Lebensdauer der Batterien erhöht.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Standardisierung und Normung. Da im Bereich der Elektromobilität viele unterschiedliche Branchen zusammenarbeiten sind gemeinsame Standards dringend nötig.

Wie hoch ist die Fördersumme?

Zur Zeit werden 13 Projekte mit rund 25 Millionen Euro unterstützt. Die Projekte werden betreut vom DLR Projektträger.

Die Begleit- und Wirkungsforschung zum Programm wird federführend durch das Institut für Innovation und Technik in Berlin (Ansprechpartner: Uwe Seidel) und die TÜV Rheinland Consulting GmbH in Köln (Ansprechpartner: Dr. Sören Grawenhoff) durchgeführt.

 

 

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