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Aus dem Facharchiv: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Betriebsführung
Ergonomisch in der Hand – Qualitätswerkzeuge für ein sicheres und sauberes Arbeiten

Ob mit eigener Kraft betätigtes Handwerkzeug oder mit leistungsstarkem Akku und E-Motor betriebene Maschinen – ergonomisch gestaltete Produkte machen nachweislich das Arbeiten leichter und damit sicherer.

36-Volt-Akku-Maschine KHA 36-18 LTX 32 auch als Variante mit einer Schnittstelle für zwei 18-Volt-Akkus (Bild: Metabo)

36-Volt-Akku-Maschine KHA 36-18 LTX 32 auch als Variante mit einer Schnittstelle für zwei 18-Volt-Akkus (Bild: Metabo)

Viele Hersteller nutzen den ständigen Kontakt mit dem Handwerk, um ihre Werkzeuge besser an die Praxisanforderungen anzupassen und um auch spezielle Anwenderwünsche zu erfüllen. Der Trend hin zu Akku-Maschinen bleibt ungebrochen.

Besonders auf Fachmessen und Veranstaltungen gab es zahlreiche spannende Neuentwicklungen sowie pfiffige Lösungen für den Praktiker zu entdecken.

Das Hand-Werkzeug stets am Mann

Schlanker und sicherer: Mit VDE-geprüften Schraubendrehern in der Ausführung „Slim“ mit deutlich verschlankter Isolation an den Arbeitsspitzen und ergonomischen Griffen komplettieren auch die Firmen Knipex und Klauke ihre Schraubendrehersortimente.

Damit können selbst tiefliegende Schrauben mit Plus-Minus-Profil und Klemmen gut erreicht werden, u. a. bei Sicherungsautomaten, wo oftmals unter Spannung an schlecht zugänglichen Kontakten gearbeitet werden muss.

Öffnen, ohne zu beschädigen: Ein vielseitig einsetzbares kleines Werkzeug ist der„Multi-Opener“ von Weicon. Mit der in das Tool eingelassenen Edelstahlklinge lassen sich Gehäuseteile öffnen, ohne die empfindlichen Oberflächen zu verkratzen, zum Beispiel bei Mobiltelefonen, Festnetzgeräten, Tablets, Laptops usw. Weitere Anwendungsbereiche sind der Abbau von Komponenten an elektronischen Geräten, wie das Abhebeln von Flachsteckverbindern oder das schonende Öffnen von verclipsten Komponenten. Das Tool „Made in Germany“ besteht aus glasfaserverstärktem Polyamid sowie einem ableitfähigen ESD-Material, das vor elektrostatischen Entladungen schützt.

Dübellöcher per Hand – insbesondere in weicheren Materialien – das war ein spezieller Wunsch der Praktiker, dem Wiha mit dem Dübellochschläger nachkam. Damit lassen sich Dübellöcher mit gezielten Schlägen auf die zur Klinge galvanisch getrennte Kappe des Schraubendrehers schlagen – zudem mit weniger Lärm und Staub als mit einer Maschine. Die skalierte Schraubendreher-Rundklinge von 6 mm ermöglicht eine detaillierte Tiefenmessung und ein optimal dimensioniertes Dübelloch. Die galvanisch getrennte Schlagkappe zur Klinge verhindert den Durchschlag auf den Griff und somit die Gefahr eines Stromschlags bei einer möglichen Berührung von unter Putz liegenden, verborgenen Kabeln oder Leitungen.

Für das Abisolieren und Schneiden von Kabeln hat Knipex mit der „Strix“ eine neue Zange in schlanker Bauform im Programm. Die darin integrierte Kabelschere dient zum quetschfreien sauberen Schneiden von Cu- und Al-Kabeln bis 15 mm Durchmesser. Das durch eine Rändelschraube nach Bedarf einstellbare Abisoliermesser ist für das Abisolieren von ein-, mehr- und feindrähtigen Leitern mit Kunststoff- oder Gummiisolation bis zu maximal 5 mm Durchmesser/10 mm2 Leiterquerschnitt einsetzbar.

Mechanisch crimpen und pressen: Dafür hat beispielsweise haupa eine kompakte Crimpzangenserie HUPcompact, entwickelt. Sie ist mit ihrer geringen Griffweite auch für kleinere Hände geeignet. Mit einer Presskraft von bis zu 5 kN gibt es sie in vier Ausführungen – für Aderendhülsen, isolierte und nicht isolierte Kabelschuhe und Verbinder sowie für offene Messingkabelschuhe. Die Pressstärke ist mittels Exzenterachse zu regulieren. Das ermöglicht das Ausnutzen des gesamten Crimpbereiches und der vollen Crimptiefe.

Sicher drin oder dran: Während Firmen wie Wiha und Knipex auf robuste Koffersysteme aus Kunststoff für den mobilen Einsatz der benötigten Werkzeuge setzen, verfolgt Wera das etwas andere Konzept: „Wera 2go“. Hier werden die Schraub- und Kompaktwerkzeug- sowie Knarrensätze auf kleinstem Raum und übersichtlich in leichten textilen Boxen verstaut. Viele Werkzeugboxen von Wera sind bereits auf der Rückseite mit einer Vlieszone ausgestattet und mithilfe von Klettstreifen z. B. an einer Werkzeugwand oder in einem Werkstattwagen fixierbar. Das Prinzip wurde auf das neue Boxsystem übertragen. Es besteht aus vier Modulen, die einfach untereinander anzudocken oder zu lösen sind – je nach Einsatz. Zudem verfügt das Textil über eine hohe Schnitt- und Stichresistenz und bietet einen sehr guten Schutz vor Beschädigungen und Nässe.

Datenkabel einziehen: Das System CableGo eignet sich besonders zum Einziehen von sensiblen Kabeln der Datentechnik (z. B. Glasfaserkabel) in Kabeltragsysteme/Kabelrinnen. Aufgrund des dabei stark reduzierten Kraftaufwands ist das Kabeleinziehen auch allein von einer Person handhabbar. Im stabilen Kunststoffkoffer oder einer Stapelbox stehen Sortimente mit unterschiedlichem Zubehörumfang bereit. Weiteres Zubehör, wie Ersatzakkus, Magnethalter und Stativ sind separat erhältlich.

Mit Akku-Werkzeug mobil

Noch mehr Power. Der unaufhaltsame Trend zu Akku-Werkzeugen führt zu einer ständigen Verbesserung der Akku-Technik.

In der 18-Volt-Klasse bietet beispielsweise Bosch mit „EneRacer“ ein Hochleistungsakkusystem mit höherer Kapazität und verbesserter Kühltechnik. Das macht sich u. a. auch die neue Generation gewerblicher Akku-Winkelschleifer von Bosch zunutze, wie die GWS 18 V-115 und -125 C - sowie GWS 18 V-115, -125 und -150 SC Professional, die diese Hochleistungs-Akkus einsetzen. Sind sind zudem mit einer Connectivity-Funktion ausgestattet.

Über Schnittstelle flexibel nutzen: Metabo bietet den Anwendern an, über eine Schnittstelle die Leistung ihrer Werkzeuge von zwei 18-Volt-Akkus in 36 Volt umzuwandeln und mit insgesamt 36 Volt Power zu arbeiten. Auch alle 36-Volt-Akku-Maschinen des Herstellers gibt es jetzt in einer Variante mit einer Schnittstelle für zwei 18-Volt-Akkus. Der Nutzer kann so flexibel zwischen den zwei Spannungsklassen, je nach Einsatzgebiet, wählen. Die ersten beiden Maschinen mit dieser Technik sind ein Kombihammer (Bild) und Akku-Winkelschleifer.

Autor: ep

Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

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