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+++ News +++ Erneuerbare Energien
Einbruch bei Windenergie gefährdet Industriestandort

Sachsen ist das einzige Bundesland, in dem im ersten Halbjahr 2021 noch keine einzige neue Windenergieanlage errichtet wurde, gleichzeitig wurden zwölf Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 6 MW abgebaut.

Bild: stock.adobe.com/Massimo Cavallo

„Sachsen gefährdet mit dem Abbau der erneuerbaren Energien nicht nur die verbindlichen Klimaziele, sondern auch die Zukunft des Landes als Industriestandort“, sagt Martin Maslaton, Vorstand des Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) Sachsen und Fachanwalt für erneuerbare Energien.

Dieser Negativ-Ausbau hat auch mit dazu beigetragen, dass Vestas das benachbarte Werk in der Lausitz schließen will und rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kündigt. „Die Hersteller von Windenergieanlagen bauen ihre Werke dort aus, wo die Anlagen zum Einsatz kommen. Sachsen trägt mit seiner faktischen Null-Windkraft Politik aktiv dazu bei, dass solche Standorte in Deutschland dicht
machen“, so Maslaton.

Mitschuld der Politik

Der BWE Sachsen warnt seit Jahren vor der dramatischen Entwicklung. Die Landesregierung schaffe es nicht, den Strukturwandel in den Kohlerevieren für den Aufbau einer „grünen“ Zukunftsindustrie zu nutzen. Der BWE Sachsen fordert von der Landesregierung, dass sie die Blockade beim Ausbau der Windenergie aufgibt und die Ausweisung von Flächen ermöglicht.

Das gilt umso mehr, als dass sich die sächsische Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag zum konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien verpflichtet hat. Will das Land die im Koalitionsvertrag festgelegten Ausbauziele für erneuerbare Energien erfüllen, dann müssen in Sachsen bis 2024 über 200 neue Windenergieanlagen ihren Betrieb aufnehmen.

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